Aus Fehlern lernen. Doppik in Württemberg: Aufforderung, „sich vom „Konstrukt der Substanzerhaltungsrücklage in der derzeitigen Form“ zu verabschieden“

12/2015, Landessynode Württemberg

Michael Fritz (Ludwigsburg) sagte, dem Finanzausschuss sei es wichtig, auch „Dinge wegfallen zu lassen, die uns nichts bringen“. So hätten sich beispielsweise die im Haushaltsrecht vorgeschriebenen „Bausteine“ als „mühsam und papierreich,aber in Aufwand und Nutzen nicht realistisch  dargestellt“. Zudem rief er dazu auf, sich vom „Konstrukt der Substanzerhaltungsrücklage in der derzeitigen Form“ zu verabschieden: „Wir sollten auf die Buchung von Abschreibungen und eine entsprechende Darstellung des Vermö­ gensverzehrs übergehen.“ Kai Münzing (Dettingen/Erms) forderte parallel zur Einführung des neuen Rechnungswesens auch eine Verwaltungsstrukturreform, weil nebenberufliche Kirchenpfleger damit an ihre Grenzen kämen: „Wir müssen uns überlegen, ob wir es uns dauerhaft leisten wollen, Systeme zur Verfügung zu stellen, die nur kirchliche Strukturen abbilden und die Kosten verteuern.“ Dem widersprach Tobias Geiger (Filderstadt): „Mir wäre sehr recht, wenn wir weiterhin vor Ort qualifiziert ausgestattete Kirchenpflegerstellen besetzen könnten.“ Der Gesetzesentwurf wurde zur weiteren Beratung
einstimmig in den Rechtsausschuss verwiesen; …

Mehr dazu vgl. S. 8 (Haushaltsbausteine vor dem Aus)

Ein Gedanke zu „Aus Fehlern lernen. Doppik in Württemberg: Aufforderung, „sich vom „Konstrukt der Substanzerhaltungsrücklage in der derzeitigen Form“ zu verabschieden“

  1. Gerhard Kuppler

    das alles hat man von Anfang an wissen können, wenn man nur ein Fünkchen Verstand eingesetzt hätte.
    Ich habe eine „Schulung“ zu diesem Superprojekt mitgemacht. Schulungsleiter waren 2 Personen, die erst kurz als KGR und als Kirchenpfleger tätig waren. Sie waren geschult worden, dass sie schulen können. Das Programm strotzte vor Banalität von den berühmten Kommunikationsspielchen bis zu den Zettelwändchen nichts was für jemand, der schon lange dabei war, auch nur den Schimmer von etwas Neuem bzw. Wegweisenden hatte. Das Ganze war eine kostenspiellige Volksverdummung. Glücklicherweise bezahlte der Oberkirchenrat das „Catering“. Ich genoss Essen und Trinken reichlich und ging nach 1 Schulungstag wohlbeseelt zu einem ausgiebigen Mittagsschlaf nach Hause.

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