Archiv für das Jahr: 2018

Reloading Society. Der Buchtipp von Birgit Vanderbeke

5. Dezember 2017

Die globale Ordnung zerbricht. Die Zukunft entsteht jetzt. Nach 500 Jahren Expansion ist die kapitalistische Megamaschine in die tiefste Krise ihrer Geschichte geraten. Wir bewegen uns in eine chaotische Übergangsphase hinein, die einige Jahrzehnte andauern kann und deren Ausgang vollkommen offen ist. Während die alten Ordnungen brüchig werden, entflammt ein Kampf darum, wer die Zukunft bestimmen wird. Bevorstehende Wellen der Digitalisierung führen zum Ende der Arbeitswelt, wie wir sie seit der Mechanisierung kennen. Dies hat auch einschneidende Folgen für das System der gesellschaftlichen Verteilung…

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Trump ist nur ein Symptom. Die Mächte, die ihn ermöglichen, sind das Problem. Nürnberger Nachrichten.

17.01.2018, Nürnberger Nachrichten

…Es gäbe heute weder den Islamischen Staat (IS) noch über die halbe Welt verteilte Terrornetzwerke, hätte es den Irak-Krieg und die verheerende Statthalterpolitik dort nicht gegeben. Ginge es mit rechten Dingen zu, müssten sich Bush und noch einige weitere Figuren vor einem internationalen Strafgerichtshof verantworten….

Dieses System ist krank. Die USA sind eines der Mutterländer der Demokratie. Doch die Art, wie letztlich eine Klasse der Superreichen entscheidet, wer unter ihnen Präsident werden darf, hat die demokratische Idee ad absurdum geführt. Diese Finanzelite hat sich die Welt untertan gemacht. Wer die Demokratie retten wollte, müsste hier ansetzen….

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Afrikanische Literatur: Wenn es kein Warum gibt. Von Cornelius Wüllenkemper, SZ

8. November 2017,
Der nigerianische Schriftsteller Elnathan John erzählt in seinem Debütroman „An einem Dienstag geboren“ von einer Jugend ohne Zukunft und voller Gewalt, die bis in die Gegenwart fortwirkt.

Von Cornelius Wüllenkemper

Elnathan John hat einen außergewöhnlich konsequenten Roman geschrieben, der seine Aussage ohne jeden Zweifel formuliert: Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben ist in seiner multi-ethnischen und -religiösen Heimat Nigeria nicht in Sicht. Gewalt schürt Gegengewalt, so lautet das einzige verlässliche Gesetz an diesem Ort. …

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70 Jahre Darmstädter Wort: Irrwege der Kirche und des deutschen Volkes. Von Martin Stöhr

01/2018, Junge Kirc he 04/17

…Ihr Grundgesetz ist die Barmer Theologische
Erklärung von 1934. Sie bekennt, nur Jesus Christus
als die einzige Stimme Gottes zu hören und nur ihr
zu gehorchen. Also nicht jenen Führern und Kommandos,
denen sich zu unterwerfen Partei und
Staat verlangen. Diese völkischen Götzen werden in
Barmen als „Ereignisse und Mächte, Gestalten und
Wahrheiten“ genannt: Barmen 1934 und Darmstadt
1947 nennen sie falsche „gottlose Bindungen“.
Sechs Irrwege der Kirche und der Gesellschaft:

1. Ein deutscher Sonderweg der Selbstüberschätzung
versteht sich als Modell für andere. Die
Interessen und die Macht der eigenen „Nation“
werden zur letzten Instanz des politischen und
ökonomischen Handelns, setzen sich gewissermaßen
auf den „Thron Gottes“.
2. Eine Vorliebe für einen „starken Staat“ und
„militärische Machtentfaltung“ fördert…

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Klicke an: Junge Kirche 04/2017
neues FEnster, klicke an: Forum Darmstädter Wort

Oldenburg: Bischof Janssen teilte mit, dass „er die Verantwortung für die Weiterführung des Amtes nicht mehr tragen zu können glaubt“.

23. November 2017, Erklärung auf der Synode

Oldenburger Bischof Jan Janssen gibt Amt auf

Das kommt überraschend: Der Oldenburger Bischof Janssen tritt zurück. Künftig will er als Seelsorger arbeiten – außerhalb der oldenburgischen Kirche.

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Hintergrund: Synode setzt restriktiven Sparkurs fort

Haushalt für 2018

Zwar sei das Kirchensteueraufkommen erfreulich hoch, doch blieben die übrigen Einnahmen aufgrund der niedrigen Zinsen weit hinter den Erwartungen zurück, sagte Teichmanis. Sie empfahl dem Kirchenparlament, die Aktienpolitik der Kirche zu lockern….
Zuvor hatte die Synode die Schlussrechnung von 2016 abgenommen. Dieser Haushalt schloss mit einem Überschuss von rund 473.000 Euro….

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Evangelische Landeskirche MitteldeutschlandsLandeskirche will neuen Bischof

24.11.17, mdr

Die Evangelische Landeskirche in Mitteldeutschland will die Amtszeit von Bischöfin Ilse Junkermann nicht verlängern. Das hat das oberste Leitungsgremium, der Landeskirchenrat, beschlossen. Er werde an die Synode der Landeskirche keinen Antrag auf Amtszeitverlängerung stellen, teilte der stellvertretende Vorsitzende Diethard Kamm am Mittwochabend auf der Herbsttagung des Kirchenparlaments mit. Junkermanns Amtszeit endet damit im August 2019…

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Wo bleiben die Emotionen in den Kirchen Deutschlands? Zugleich ein Hinweis auf Weihnachten! – Drei Fragen an den Theologen Prof. Wilhelm Gräb

GESCHRIEBEN AM 19. DEZEMBER 2017 VON CM
Ein neuer Beitrag der Reihe “Weiterdenken”: Drei Fragen an den Theologen Prof. Wilhelm Gräb, Berlin

Die Fragen stellte Christian Modehn

Es gilt der Vorrang der Erfahrung vor der Reflexion, vielleicht muss man auch sagen, des Emotionalen vor dem Rationalen. Aber, was bedeutet das?

….Entscheidend für mich war jedoch, zu sehen, welche Begeisterung der Gottesdienst in Menschen wecken kann. Das ist das eine. Das andere, was mich noch stärker beeindruckt hat, war, dass sich die religiöse Begeisterung in diesen Menschen in ein Engagement umsetzt, aus dem heraus sie unter den schwierigsten ökonomischen und politischen Bedingungen ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, sie als einzelne den beruflichen Erfolg suchen und als Gemeinde ein soziales Netz zur gegenseitigen Unterstützung knüpfen. Der christliche Glaube wirkt hier als energische Lebenskraft….

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EKVW: Ecclesia semper reformanda. Landessynode 2017 in Rückblick und Ausblick

01/2018,

PV Info 3/2017, Dez 2017
Rundbrief des Evangelischen Pfarrvereins in Westfalen

von Ulrich Conrad, 72,

(ist seit 2008 im Ruhestand und als stellvertretender Vorsitzender unseres Pfarrvereins sachverständiger Gast der Landessynode.)

 

…An dieser Stelle des Berichts wurde nichts beschö-
nigt; hingewiesen wurde beispielsweise auf Frustrationen
und tiefe Verletzungen, die durch länger zurückliegende
personalpolitische Entscheidungen hervorgerufen
wurden. …

…Die Finanzentwicklung gewährt auch zukünftig
etwas Luft für eine verantwortliche Kirchensteuerverteilung.
Dank der guten Konjunkturlage wird der
fortschreitende Rückgang der Mitgliederzahl noch
überkompensiert; hier ist mantramäßig von einer
»stabilen Seitwärtsbewegung« die Rede. In seiner
Haushaltsrede führte Vizepräsident Dr. Arne Kupke
aus: »Wir sind eine Kirche im Modus des Rückbaus,
und mehr noch als unsere Mitglieder verlieren wir unsere
Finanzkraft«. Wie in früheren Jahren werden die
zu erwartenden Mehreinnahmen etwa je zur Hälfte
in die weitere Versorgungssicherung für Pfarrer und
Kirchenbeamte sowie die Haushalte der Kirchenkreise
und Kirchengemeinden fließen.
Bereits im Juni hat sich die Kirchenleitung die von
Dr. Kupke erstellte Vorlage »Hintergrundinformationen
zur Regelbesoldung für westfälische Pfarrerinnen
und Pfarrer« zu eigen gemacht mitsamt ihrer Schlussfolgerung:
»Eine Wiedereinführung einer Regelbesoldung
nach A13/A14 kann vor dem Hintergrund der
beschriebenen Finanzsituation aus finanzpolitischer
Sicht in Westfalen auf absehbare Zeit nicht erfolgen.«…

Abriss des Immerather Doms geht nach Protesten weiter

01/2018, epd

Nach den Protesten am Montag ist der Abriss des Immerather Doms im nordrhein-westfälischen Erkelenz am Dienstag wie geplant fortgesetzt worden. Im Laufe des Tages würden die beiden charakteristischen Türme der Kirche fallen, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns RWE in Essen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bis zum Abend werde das Gebäude voraussichtlich komplett abgerissen sein. Es werde drei Wochen dauern, bis die Schuttberge abgetragen und die Arbeiten komplett abgeschlossen sind…

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