Archiv für das Jahr: 2018

Gab es einen Gasangriff in Duma? Eine Reporterlegende hat da Zweifel

17. April 2018

Der vermeintliche Gasangriff von Duma musste bereits am letzten Samstag als Begründung für den völkerrechtswidrigen Angriff von USA, Großbritannien und Frankreich herhalten. Das ist auch deshalb bemerkenswert, da sogar der amerikanische Verteidigungsminister Mattis offen zugibt, dass es gar keine „soliden Beweise“ für einen Giftgasangriff gibt. Zweifel hat auch die mehrfach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Reporterlegende Robert Fisk, der seit 1976 als Nahostkorrespondent tätig ist – zur Zeit für den angesehenen britischen Independent. …

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Depressive Menschen sollen in Bayern künftig registriert werden – und behandelt, als wären sie Straftäter. Das ist kein Hilfe-, sondern ein Polizeigesetz. Kommentar von Heribert Prantl, SZ

16. April 2018, Kommentar von Heribert Prantl

Depressive Menschen sollen in Bayern künftig registriert werden – und behandelt, als wären sie Straftäter. Das ist kein Hilfe-, sondern ein Polizeigesetz.

Bayern plant nicht nur das umstrittene, superscharfe neue Polizeigesetz, um massiv gegen echte und angebliche Gefährder vorzugehen. Bayern plant auch eine Art Polizeirecht gegen psychisch kranke Menschen. Der Entwurf für ein „Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz“ führt zur Mollathisierung des Rechts: Depressive Menschen sollen künftig nach Regeln, die bisher nur für Straftäter galten, in Krankenhäusern festgesetzt werden können – ohne dass (wie bei Gustl Mollath) eine Straftat vorliegt. So steht es im Gesetzentwurf, der vom Kabinett Söder verabschiedet worden ist….

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Neue Perspektiven für kirchliche Berufe. Aus dem Bericht des Landesbischofs auf der Frühjahrstagung der Landessynode Baden.

04/2018, Badische Landeskirche, Frühjahrssynode 2018:

Bericht des Landesbischofs auf der Frühjahrstagung der
Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden im April 2018


3. Neue Perspektiven für kirchliche Berufe

…Mit beiden Berufsbildprozessen kommen Fragen in den Blick, die für die Entwicklung unserer Landeskirche als Ganzer wichtig sind. Gesellschaftliche Herausforderungen, strategische Entscheidungen der Kirchenleitung, Erwartungen von Gemeinden, Schulen und Kliniken und anderen öffentlichen Akteuren müssen mit den Anliegen der Berufsgruppen abgeglichen werden. Sieben Perspektiven möchte ich hervorheben, wie sich der berufliche Dienst in den nächsten Jahren weiter entwickeln sollte:
• Die beruflich in unserer Kirche Tätigen nehmen ihre Handlungsfelder als Teil regionaler Sozialräume
wahr und agieren geistlich selbstbewusst und öffentlich im Gemeinwesen. Sie
fühlen sich von „ihrer Kirche“ gestärkt, sich den ihnen anvertrauten Kontexten kreativ, innovativ
und selbstbewusst zu stellen.
• Die beruflich Tätigen fühlen sich zur Kollegialität und Kooperation in multiprofessionellen
Dienstgruppen ermutigt. Durch die Klärung von Zuständigkeit und Verantwortung erleben
sie diese Weiterentwicklung als hilfreich und entlastend.
• Die Grenzen zwischen funktionalen und örtlich ausgerichteten Diensten und Tätigkeitsfeldern
werden durchlässiger…

Mehr dazu, Klicke an: Lagebericht von Landesbischof Jochen Cornelius-NBundschuh.pdf

 

Dazu und dagegen: Prof. Gisela Kittel

 

Bistum Trier: Widerstand gegen die Fusion von 800 Kirchengemeinden zu 35 Großpfarreien

04/2018, Beitrag vom 10. April 2018 von kirchenbunt

Ein Blick über den evangelischen Tellerrand zeigt: Auch in der katholischen Kirche formiert sich inzwischen Widerstand gegen ausufernde Strukturreformen. Im Bistum Trier hat sich eine Interessengemeinschaft „Kirchengemeinde vor Ort“ gegründet, die Gegner des Umbaus zusammenführen will. Geplant ist eine Fusion der bisher mehr als 800 Einzelpfarreien zu 35 Großpfarreien….

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Gedenken zum 50. Todestag: Die Hinrichtung des Martin Luther King. Von Michael Schmid

04/2018, Lebenshaus Alb

…Es war ganz wesentlich auch Peppers Verdienst, dass endlich im Jahr 1999 das erste und bisher einzige Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit der Ermordung Kings stattfand. Das Geschworenengericht in Memphis betrieb drei Wochen lang intensive Beweisaufnahme und hörte dabei 70 Zeuginnen und Zeugen an. Die Geschworenen, sechs schwarze und sechs weiße Bürger, kamen zu dem Urteilsspruch, dass der weiße Wirtshausbesitzer Loyd Jowers und “andere, einschließlich Regierungsagenturen”, sich verschworen hatten, King umzubringen….

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Das ordinationsgebundene Amt – Teil I »Obgleich wir alle gleichermaßen Priester sind, können wir doch nicht alle predigen« Von: Dorothea Wendebourg, Deutsches Pfarrerblatt

Deutsches Pfarrerblatt 04/2018

Allgemeines Priestertum aller Getauften und ordinationsgebundenes Amt – das gilt vielen als Widerspruch oder zumindest als ungeklärtes Missverhältnis. Ein Missverständnis, wie Dorothea Wendebourg in ihrem Aufsatz zeigt, der als Vortrag beim diesjährigen Studientag des Pfarrverbandes in Kassel gehalten wurde. Um den gesamten Vortrag dokumentieren zu können, ohne den Rahmen zu sprengen, hat sich die Redaktion des »Deutschen Pfarrerblatts« für einen zweiteiligen Abdruck entschieden.*

…Öffentliche Verkündigung

So nachdrücklich Luther die Allgemeinheit des dem Christen eignenden Priestertums betont und so umfassend er die damit gegebene Vollmacht bestimmt, fügt er doch oft eine Klausel an: »Obgleich wir alle gleichermaßen Priester sind, können wir doch nicht alle […] predigen«15, oder: Alle Christen seien geistlichen Standes, es gebe unter ihnen »keinen Unterschied außer hinsichtlich des Amtes«16. Unter diesem Gesichtspunkt des Amtes gilt: »Es muß einem allein befohlen werden, und ihn allein muß man predigen, taufen, absolvieren und das Sakrament [sc. das Abendmahl] reichen lassen, die andern alle müssen damit zufrieden sein und einwilligen.«17…

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Präsident des Jüdischen Weltkongresses beklagt »Kapitulation vor religiösen Extremisten« in Israel

Aktualisiert am 20.03.2018, Jüdische Allgemeine

Lauder warnt vor Scheitern der Zweistaatenlösung

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, hat in einem Kommentar für die »New York Times« vor mangelndem religiösen Pluralismus in Israel und einem Scheitern der Zweitstaatenlösung im Konflikt mit dem Palästinensern gewarnt. »Viele nichtorthodoxe Juden, mich eingeschlossen, haben das Gefühl, dass die Verbreitung staatlich geförderter Religiosität in Israel eine moderne, liberale Nation in eine halb-theokratische (Nation) verwandelt«, schrieb Lauder.

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Zeit der Verleumder

04/2018

„Der Deutsche Bundestag verurteilt jede Form von Judenfeindlichkeit. Das umfasst auch alle antisemitischen Äußerungen und Übergriffe, die als vermeintliche Kritik ander Politik des Staates Israel formuliert werden, tatsächlich aber einzig und allein Ausdruck des Hasses auf jüdische Menschen und ihre Religion sind.“

Antideutsches Denken hat seit dieser Resolution des deutschen Bundestages vom 18.01.2018 offiziell, wenngleich noch nicht formaljuristisch Einzug gehalten in den hierzulande anhaltend geführten Diskurs über Schuld und Sühne, über das Judentum und den Staat Israel; ein Diskurs, bei dem eine Diffamierung und Verleumdung von Kritikern der jeweils angesagten Staatsräson nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel darstellt.

Der Zionismus als eine politische Ideologie und seine real gewordene Inkarnation in der Gestalt des Staat Israel werden gegenüber den Kritikern in den Rang schützenswerter Menschenrechte gehoben, jedwede Kritik damit delegitimiert…

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Die Zustände in der deutschen Geburtshilfe sind verheerend. Hebammenmangel in Deutschland

 

04/2018, Ein Kommentar von Eva Horn, Spiegel online

Fehlstart ins Leben

Die Zustände in der deutschen Geburtshilfe sind verheerend. Hier zeigt sich, woran unser Gesundheitssystem krankt. Wäre Minister Jens Spahn nicht ständig anderweitig beschäftigt, könnte er daran etwas ändern.

Ist doch eine gute Nachricht: In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren. So schön das ist, so verschärft jede weitere Geburt ein großes Problem, denn die Anzahl der Hebammen und die der Geburtsstationen sinkt seit Jahren – mit zum Teil katastrophalen Folgen. In dieser Woche haben meine Kollegen und Kolleginnen auf SPIEGEL ONLINE unter anderem darüber berichtet, dass es auf Sylt keine Geburtsstation mehr gibt…

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Seit Wochen kommentiert der frühere britische Botschafter Craig Murray mit Geduld und Sachkunde den „Fall Skripal“: Da fällt dir nix mehr ein.

PUBLISHED ON 9. April 2018

Seit Wochen kommentiert der frühere britische Botschafter Craig Murray mit Geduld und Sachkunde den „Fall Skripal“. Nun ist auch er mit seinem Latein am Ende. Auf seinem Blog hat er gestern folgenden satirischen Text veröffentlicht:

Da fällt dir nix mehr ein …

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