Am 22. April 1915 setzte das deutsche Militär in der 2. Flandern-Schlacht bei Ypern erstmals in der Welt Giftgas als moderne Massenvernichtungswaffe ein

04/2015

Zu ersten Einsatz von Giftgas als moderne Massenvernichtungswaffe der Fernsehfilm: Clara Immerwahr, Sendetermin in der ARD war am Mittwoch 28. Mai 2014 

Am 22. April 1915 setzte das deutsche Militär erstmals in der Welt Giftgas als moderne Massenvernichtungswaffe ein. Die zweite Flandern-Schlacht bei Ypern ging als Menetekel in die Geschichte ein.
Dazu gibt es den 2014 entstandenen Fernsehfilm „Clara Immerwahr“. Clara Immerwahr war Ehefrau des Chemikers Fritz Haber, der mit seiner Forschung dem Giftgaskrieg den Weg bereitete. Sie war selbst Chemikerin und wurde im Kriegsverlauf zur Pazifistin. Fritz Haber, nach dem das Haber-Bosch-Verfahren benannt ist, entdeckte, wie man aus Stickstoff und Wasserstoff Ammoniak macht. Und damit Düngemittel. In Friedenszeiten. Und Giftgas. Für den Krieg….

Der Film: Clara Immerwahr (1870 – 1915) ist die erste Frau, die in Mitteleuropa Naturwissenschaften studieren durfte. Als junges Mädchen lernt sie Fritz Haber (1868 – 1934) kennen, der ebenfalls Chemie studiert. Gemeinsam wollen sie zum Wohl der Menschheit forschen. Clara und Fritz wollen die Welt verändern. Brot aus Luft wollen die brillanten Chemiker machen, gemeinsam, Seite an Seite. Bildung und Studium muss sich Clara Ende des 19. Jahrhunderts hart erkämpfen. Ihre große Liebe trägt die beiden durch dick und dünn. Nach langer Trennung durch die unterschiedlichen Studienorte heiraten sie und Fritz Haber bekommt eine Professur in Karlsruhe. Clara will dort ebenfalls forschen. Doch die Konventionen ihrer Zeit stehen gegen ihr Glück. Sie darf nur unbezahlt „mitwirken“ und Fritz entwickelt sich immer mehr zu einem seiner Zeit entsprechenden Chauvinisten. Langsam zerreiben sich die Eheleute. In der Forschung gelingt es Fritz Haber die „Ammoniaksynthese aus der Luft“ zu erfinden. Die Mitarbeit von Clara schweigt er tot. Ammoniak ist der wichtigste Grundstoff für Düngemittel und für Sprengstoff. Ammoniak kann die Welt ernähren und vernichten. Bisher wurde es hauptsächlich aus Vogelkot in Chile gewonnen, der „Chilesalpeter“. Die Erfindung von Fritz Haber ermöglicht es dem Deutschen Reich überhaupt erst den 1. Weltkrieg zu führen, zumal es durch die britische Seeblockade vom Chilesalpeter abgeschnitten war. Fritz Haber wird dadurch reich und verrät das gemeinsame Ideal zum Wohle der Menschheit zu wirken. Er ist für den Krieg begeistert. Clara als Pazifistin stemmt sich dagegen und muss entdecken, dass Fritz Haber heimlich die Giftgas-Forschung des Deutschen Reichs leitet. Es gelingt ihr nicht, ihn davon abzubringen. Auch ihr Sohn Hermann ist von Krieg und Uniformen und dem „übermächtigen“ Vater fasziniert und wendet sich von ihr ab. Als Fritz in ihrer prächtigen Villa in Berlin-Dahlem am 2. Mai 1915 den ersten erfolgreichen Giftgaseinsatz an der Westfront mit zigtausenden Toten und Verletzten mit einer großen Party feiert, nimmt sie in stillem Protest seine Offizierspistole und erschießt sich im Park der Villa.
Fritz Haber erhält 1918 den Nobelpreis für seine Verdienste um die industrielle Herstellung von Ammoniak. In seinem Institut wird nach Ende des 1. Weltkriegs das Insektenvernichtungsmittel Zyklon B entwickelt …  Zur Quelle.

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