Wo es an Plausibilität von Umbauprozessen mangelt, muss Leitung lernen mit Widerstand und Pragmatismus umzugehen. Ein aufschlussreiches Fortbildungsangebot von IPOS, Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN.

02/2016, Leiten heißt, mit dem Widerstand (um-)gehen
Leitungskräfte sind immer wieder selbst von Veränderungen in Strukturen, Prozessen und Systemen betroffen und haben gleichzeitig die Umsetzung dieser Veränderungen mit den Mitarbeitenden sicherzustellen. Hier geraten sie mitunter an Grenzen: Ein Teil der Beteiligten leistet offen Widerstand gegen die Veränderungen oder hält sich vornehm bedeckt. Ein anderer Teil der Beteiligten ist bereit für die Veränderungen und möchte zügig die Veränderungen vorantreiben. Wie können Leitungspersonen in solchen Situationen verantwortlich mit Widerstand umgehen?

In dieser Fortbildung/diesem Modul werden wir:

Widerstandsphänomenen anhand mentaler Landkarten nachspüren
Über eigene Widerstandserfahrungen nachdenken
Modelle präventiver Widerstandsbearbeitung kennen lernen
Ansätze für ein widerstandssensibles Management erarbeiten
Wir arbeiten aus einer Mischung von kurzen Theorieinputs, Reflektionsphasen, Übungen und kollegialem Austausch.

Leitung: Andreas Klein, Pfarrer und Organisationsentwickler, IPOS, Friedberg
Anja Beckert-Hoss, Juristin und Organisationsberaterin, IPOS, Friedberg
Ort: Haus Friedberg
Termine: 12. Oktober 2016 und 9. November 2016

ZUr Quelle.

2 Gedanken zu „Wo es an Plausibilität von Umbauprozessen mangelt, muss Leitung lernen mit Widerstand und Pragmatismus umzugehen. Ein aufschlussreiches Fortbildungsangebot von IPOS, Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN.

  1. Anna Reinhardt

    Ha, ha, ha! Was für ein Fundstück. Wir von der außersynodalen Opposition der Gemeinden sollten uns auch fortbilden: Seminar über die Barmer Erklärung, Vernetzung und Widerstandsformation. :))

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  2. Johannes Dengler

    Aha! Nachdem sich immer mehr die Einsicht durchsetzt, dass der Reformismus und die Fusionitis der vergangenen Jahre der Kirche deutlich mehr geschadet als – trotz hochtrabender Versprechungen und Einsatz enormer Finanzmittel – genützt haben, werden im IPOS der EKHN die letzten Getreuen eines überholten Reformkurses fürsorglich und soft „geschult“, mit diesen immer noch existierenden lästigen und uneinsichtigen Widerständlern nun in neuer Weise doch verantwortlich umzugehen. Dabei ist ein neues „Plaste-und-Elaste-Wort“ kreiert worden: „Widerstandssensibles Management“. Klingt irgendwie nach aggressiv-empathischem Handeln einer dem eigenen Produkt nicht mehr trauenden Unternehmensführung. Dabei geht es darum „Widerstandsphänomenen anhand mentaler Landkarten nachzuspüren“. In der Tat: phänomenal! Erst einmal sollten sich die Protagonisten über ihre eigene festgelegte Landkarte im Kopf klar werden: Widerstand gegen die Veränderungen – das gilt es zu überwinden.
    Eine Differenzierung, dass Widerstand Reaktion auf unterschiedliche phänomenologische Entwicklungen sein kann, wird bei der Ausschreibung nicht erwähnt. Welche Widerstandserfahrungen würde wohl Dietrich Bonhoeffer als Teilnehmer dieses Seminars einbringen und welches Modell präventiver Widerstandsbearbeitung er wohl für 220,- € präferiert hätte? Vielleicht kann einer von den kurzen Theorieinputs in Verbindung mit einer Reflektionsphase und praktischer Übung darauf eine Antwort geben.

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