Wolfgang Huber, einst: Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche.

01/2017

Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD Wolfgang Huber hatte Anfang der achtziger Jahre Anfragen an das kirchliche Finanzwesen gestellt, die unverändert gültig sind:

…gesellschaftlichen Reichtum die Freiheit der Gestaltung verliert, gibt damit zugleich in sehr weitgehendem Umfang die Freiheit der Verkündigung preis; dies zeigt sich am deutlichsten in all den Zusammenhängen, in denen die Freiheit der Verkündigung als gesellschaftskritische Freiheit zur Geltung kommen müsste. In einem solchen Fall besteht die »Babylonische Gefangenschaft« der Kirche darin, dass ihre materielle Struktur den Sieg über das ihr anvertraute Wort der Verheißung davonträgt, dass also im faktischen Vollzug kirchlicher Lehre und kirchlichen Lebens die materielle Struktur der Kirche zur norma normans und die Verkündigung zur norma normata wird. Strukturen aber, auf die eine solche Beschreibung zutrifft, verdunkeln das Bekenntnis zu Christus…. Mehr dazu.

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