Eine Bilanz des Reformationsjubiläums. Von Hans-Gerhard Klatt, Junge Kirche

01/2018, Junge Kirche

 

…Pollack hielt als wichtigste Erkenntnis
des Jubiläums fest, eine wie fremde Gestalt
uns Luther mit seinem Menschenbild der
prinzipiellen Sündhaftigkeit und seinem Gottesbild
der Gerichtsinstanz geworden ist. Er folgert
daraus: „Das größte Problem der Kirche ist ein
Glaubensproblem.“ Insofern richte sich eine vorrangige
Aufgabe der Zukunftsfindung nach dem
Jubiläum an die Theologie. Sie habe die Frage zu
bearbeiten, was heute an die Stelle des einstmaligen
Sündenbewusstseins treten könne, die uns die
Frage nach Gott so dringlich mache, wie sie Luther
war. Dazu freilich sei das Wagnis einzugehen, in
theologischen Streit zu geraten, was nach den unguten
Erfahrungen mit dem ersten Versuch einer
Positionierung des Jubiläums in der Schrift „Rechtfertigung
und Freiheit“ 2014 im Jubiläum selbst
tunlichst vermieden wurde. Pollacks hoffnungsvoller
Schlusssatz: „Aber das wissen wir ja bereits,
dass ein gewisses Maß an Streit der Kirche vielleicht
auch guttun kann.“…

Mehr dazu: Klicke auf: Ausgabe 01/2018 Beten, danach den entsprechenden Artikel (mittlere Spalte) anklicken

 

 

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