Weltmissionskonferenz 2018: Wie sich die missionstheologische Landschaft verändert. Von: Daniel Lenski, Deutsches Pfarrerblatt

06/2018

Über 1000 Vertreter von Kirchen aus aller Welt trafen sich vom 8. bis zum 13. März 2018 zur Weltmissionskonferenz der Kommission für Weltmission und Evangelisation im tansanischen Arusha. Unter dem Titel »Vom Geist bewegt – zu verwandelnder Nachfolge berufen« brachten die Delegierten ihr aktuelles Verständnis von Mission und Evangelisation zum Ausdruck.

…Diese Beispiele machen deutlich, wie sehr sich der Missionsdiskurs gegenüber der ersten Weltmissionskonferenz in Edinburgh 1910 verändert hat. Gehörte damals das Verständnis einer von Europa in die Welt hinauszutragenden Mission zum common sense,7 betrachten es unter dem Stichwort der »reverse mission« gerade immer mehr evangelikale Gruppen des globalen Südens als ­ihre Aufgabe, den Glauben in ein Europa »zurückzutragen«, das in ihrer Wahrnehmung durch den Verfall christlicher Werte, eine liberale biblische Hermeneutik sowie umstrittene sexualethische Entscheidungen immer mehr zur Missionsregion werde.8 In diesem Sinn werden afrikanische Migrationsgemeinden in Europa als Beitrag zur Erneuerung des christlichen Glaubens verstanden.9…

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