Kritik am Stellenabbau bei Siemens

Chaostage in München

 

Zur aktuellen Lage bei Siemens:

 

„Die Lage ist so verworren, dass Lothar Adler die Dinge mit wachsender Sorge sieht. Adler ist Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates und Mitglied des Aufsichtsrates. Ihm ist die Entwicklung im Konzern nicht mehr geheuer: „Ich vermisse eine nachhaltige zukunftsorientierte Unternehmenspolitik“, sagt er. Siemens brauche „einen Kurswechsel, bei dem wieder der Mensch im Mittelpunkt steht“, sagte Adler der SZ. So klare Worte sind bei Simens selten. Adler treiben die Dinge um. Er attackiert Löschers Effizienz- und Sparprogramm ‚Siemens 2014‘, mit der der Unternehmenschef Kosten und Arbeitsplätze reduzieren will. Das sei nur eine „kurzfristige Portfolio-Politik, bei der allein die Marge im Mittelpunkt steht“, moniert Adler. Die von Löscher eingeführte Umorganisation der Unternehmensbereiche führe zu einer Angstkultur im Unternehmen. Kaum einer der mittleren Führungskräfte traue sich noch wirklich, seine Meinung zu sagen und Probleme zu benennen. Adler ist alarmiert:“Wir brauchen eine neue Unternehmenskultur.“ Es brodelt bei Siemens.

SZ, 20./21.07.13, S. 21 Chaostage in München, KH Büschemann, C Busse

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