Cameron bekennt sich zum „christlichen Großbritannien“

Thomas Pany 22.04.2014
Kritiker werfen ihm vor, dass seine Äußerungen zu Entfremdung und Spaltungen im Land führen könnten
Ob christliche Werte auf Politiker wie den britische Premierminister Cameron einen großen Einfluß bei Entscheidungen haben, die sich auf Sozialleistungen auswirken, ist nach der Praxis zu urteilen, eine rhetorische Frage. Tun sie nicht; die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist wichtiger, die Kosten für derlei Idealismus sind zu hoch. Insofern dürfte sich kaum jemand von der an Cameron adressierten Bitte der 45 anglikanischen Bischöfe und 600 Kirchenführer um bessere Löhne und ein besseres Sozialsystem eine andere Politik versprechen. Auch wenn Cameron zum Osterfest laut proklamiert hat, dass Großbritannien ein christliches Land sei… Mehr dazu.
Kritik an Camerons Glaubensbekenntnis
Sebastian Borger 21. April 2014

Atheisten haben nach der Aussage David Camerons, Großbritannien sei ein „christliches Land“, eine Gegenoffensive gestartet

Lässt sich Großbritannien als „christliches Land“ beschreiben? Premierminister David Cameron hat dies kürzlich beteuert und seine Landsleute zu klarer Sprache aufgefordert: „Wir sollten überzeugt und selbstbewusst über einen Glauben sprechen, der uns zur Hilfe für andere Menschen zwingt.“ Nun sieht sich der Konservative mit einer Gegenoffensive prominenter Atheisten wie dem Bestsellerautor Terry Pratchett und dem Philosophen Anthony Grayling konfrontiert. Die Insel sei pluralistisch und überwiegend „nichtreligiös“, behauptet die mehr als 50-köpfige Gruppe in einem Brief: „Etwas anderes zu
behaupten trägt zur Spaltung unserer Gesellschaft bei.“… Mehr in Der Standard/Wien.

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