Wie die Investmentbanker reich wurden. Ein Veteran der Londoner City schildert, wie sich seine Branche in den vergangenen Jahrzehnten in einen Selbstbedienungsladen verwandelt hat.

FAZ …Als die Banker zu Angestellten wurden
Die Zeitreise in die Bankengeschichte beginnt in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts: „Ihr werdet reich sein. Aber erst wenn ihr sechzig seid“, das sei die Ansage seines damaligen Arbeitgebers, eines großen amerikanischen Instituts, gewesen, erinnert sich der Banker. Investmentbanken waren zu jener Zeit üblicherweise nicht börsennotiert. Die Banker waren als Partner Miteigentümer, ähnlich wie das heute noch etwa bei Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern üblich ist. „Die Boni waren viel niedriger als heute“, sagt der Bankenveteran. Dafür konnte man in den alten Tagen, wenn man in den Ruhestand ging, darauf hoffen, seinen Unternehmensanteil in einen Batzen Geld umzutauschen. „Als Miteigentümer hatte man eine Gesamtverantwortung. Anders als bei den Boni-Zahlungen von heute war man nicht nur an den Gewinnen, sondern auch an den Verlusten beteiligt, und das hatte natürlich Einfluss auf das Risikobewusstsein“, sagt er…
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