Die (katholische) Kirche und die Gewalt gegen Kinder

29. Juni 2014 Von Stephan U. Neumann (Christ in der Gegenwart)

In Irland will die katholische Kirche den Fund von 800 Kinderleichen in einem Massengrab aufklären. Um Vergebung für sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen haben Polens Bischöfe gebetet. Gewalt gegen Kinder bleibt dennoch eine schreckliche gesellschaftliche Realität.

Achthundert Kinderleichen wurden achtlos und anonym weggeworfen wie Abfall in eine ehemalige Klärgrube. Die Bevölkerung im katholischen Irland ist schockiert – mal wieder. Denn bereits seit mehr als einem Jahrzehnt berichten ehemalige Heimkinder von Verwahrlosung, Gewalt und sexuellem Missbrauch in staatlich finanzierten und „kontrollierten“ Einrichtungen, die in den überwiegenden Fällen von katholischen Ordensgemeinschaften geführt wurden (vgl. CIG Nr. 24/2009, S. 271). Noch bis weit ins letzte Jahrhundert hinein mussten Frauen, die unverheiratet Kinder gebaren, als „gefallene Mädchen“ in sogenannten Magdalenen-Wäschereien unter sklavenähnlichen Bedingungen schuften… Zum Artikel in „Christ in der Gegenwart“.

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