Kirchenbanken: Probleme im Hintergrund bei der Fusion zum größten evangelische Geldinstitut in Deutschland?

Spiegel: „Die Kirchen wollen die Verwaltung ihres Vermögens schlagkräftiger machen. Zwei hauseigene Geldinstitute schließen sich deshalb zusammen – es entsteht eine Bank mit einer Bilanzsumme von acht Milliarden Euro.

…Um die Fusion zu stemmen, holen sich die beiden Institute Hilfe vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Der Branchenverband sichert mit einer Bürgschaft Risiken bis zu einer Höhe von 139 Millionen Euro ab. Dies sei eine Präventionsmaßnahme, betont EKK-Vorstand Katzenmayer. Keine der beiden Banken sei in der Not, Sicherungsmittel zu beantragen. Der BVR wollte sich nicht dazu äußern…“ Zum Artikel.

Die Süddeutsche schreibt am 26.06.14 zum selben Thema (nur in der Printversion):

„Auch die Kirchenbanken kämpfen mit sehr irdischen Problemen. So verlor die Acredobank, eines der ältesten kirchlichen Institute, bei Spekulationsgeschäften erst einen zweistelligen Millionenbetrag und dann seine Eigenständigkeit. 2005 wurde die Bank, die vor allem in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern aktiv war, von der EKK übernommen. Bei der Sanierungsfusion half auch der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken aus. Ganz anders soll es bei der aktuell anstehenden Fusion zwischen der EKK und der EDG sein.

Aus einer „Position der Stärke“ verhandelten beide Seiten, hieß es im Dezember, als
beide Häuser ihre Fusionspläne publik machten. Keine Rede war darin von Risi-
ken im Kreditportfolio der EDG oder der Sicherungsbürgschaft, die der Partner EKK
deswegen bei der Sicherungseinrichtung des genossenschaftlichen Bankenverban-
des beantragt hatte. Thomas Katzenmayer, Chef der EKK, verteidigt das dama-
lige Stillschweigen, verweist auf Zwänge der Verfahrensregeln…“

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