BAP-Sänger Wolfgang Niedecken sieht Religionen skeptisch

26.07.2014, Osnabrücker Zeitung

Osnabrück. Wolfgang Niedecken (63), Sänger der Kölner Kultband BAP, ist skeptisch gegenüber Religionen: «Ich finde, mit Religion wird viel Schindluder getrieben. Denken Sie nur an die religiös motivierten Kriege auf der ganzen Welt», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung» vom Samstag… Zum Beitrag.

Differenziert legt Wolfgang  Niedecken seine Haltung zu Religion/ kath. Kirche in einem Interview am 25.07.14 in Publik Forum dar. Es kann als ein Kommentar zur Rezension „Theologische Religionskritik“ in dieser Ausgabe der wort-meldungen gelesen werden:

»Barmherzigkeit ist das Allerwichtigste« Bloß keine Korinthenkackerei im Namen Gottes! Das ist seine Leitschnur in Glaubenssachen. Der Musiker Wolfgang Niedecken, Frontmann von BAP, lässt lieber mal Fünfe gerade sein. Und macht aus lauter Liebe ein neues Lied. Peter Otten hat Niedecken besucht und im Interview Überraschendes erfahren… Zum Artikel in Publik Forum.

Zum selben Thema auch ein etwas älteres Interview mit Wolfgang Niedecken aus 2012:

…Sie galten in Köln einst als der Südstadt-Dylan, Ihr großes Idol Bob Dylan, selbst immer wieder auf neuer Sinnsuche, kam oft nach dürren Schaffensphasen mit neuen Ideen auf die Bühne zurück. Sie aber sind sich, in all den Jahren, in all der Zeit, musikalisch weitgehend treu geblieben.

Hatten Sie keine Lust auf derart Ausflüge, zum Beispiel in den Gospel, wie Dylan?

Nein. Ich habe das alles nachvollzogen, was er da gemacht hat. Ich finde auch einiges davon wirklich gelungen, aber einiges ist auch recht bescheiden. Dieses Album „Saved“, das war ein tolles Gospelalbum, ich weiß, aber die Texte berühren mich eher weniger. Wenn jemand so religiös überzeugt ist, dann soll er das ruhig machen. Amerika ist ein freies Land.

Religion ist was ganz, ganz, ganz Wichtiges, ja. Aber ich persönlich habe bei Missionaren immer ein merkwürdiges Gefühl. Sobald mich einer missionieren will, sträubt sich etwas bei mir in den Nackenhaaren. Das geht nicht unbedingt….

Das vollständige Interview (aus 2012).

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