Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann: »Es gibt nichts Besseres, als jeden Krieg zu verraten«

Warnung an Soldaten vor dem Vorwurf der Fahnenflucht im Februar 1945 in Danzig. Ende März 1945 wurde Danzig im Zuge der Schlacht um Ostpommern erobert.

92 Jahre und kein bisschen leise: Deutschlands letzter lebender Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann ermutigt zum Widerstand.

Die Lippe abgeplatzt, die Augen geschlossen. Aus einem Betonquader ragt ein Kopf mit Nato-Stahlhelm. So steht Deutschlands erstes Mahnmal für den »Unbekannten Deserteur« im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus Bremen-Vegesack. Selbst neben der nur 1,20 Meter hohen Stele sieht Ludwig Baumann schmächtig aus.

Doch innerlich ist der heute 92-Jährige zum Riesen gewachsen. Zum Riesen mit Rückgrat.

Denn vor allem er war es, der über Jahrzehnte trotz massivster Anfeindungen für die Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren und sogenannten »Kriegsverrätern« gekämpft hat. Letztlich mit Erfolg.

Dem Münchner Journalisten Norbert Joa hat der letzte lebende Wehrmachtsdeserteur jetzt seine Geschichte erzählt… Zum Bericht.

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