Landessuperintendent Hans-Christian Brandy über wachsende Bürokratie

Ein leitender Mitarbeiter stöhnt am Telefon, er kämpfe in Nachtarbeit mit der Abrechnung für ein längst abgeschlossenes, von der EU (dankenswerterweise!) gefördertes Projekt. Immer neue Bescheinigungen werden nachgefordert, Abrechnungs-
modalitäten haben sich stillschweigend geändert. Trotz größter Sorgfalt sei ein Weg aus dem Verfahrensdschungel noch nicht in Sicht.

Am selben Tag eine Mail: Für ein Arbeitsfeld werden jetzt Bundesmittel freigegeben. Die Projekte dürfen noch nicht begonnen haben. Anträge werden an enge Vorgaben geknüpft und sind nur durch mehrere Einrichtungen gemeinsam möglich – erfordern also intensive Absprachen. Die Mittel müssen aber noch 2014 ausgegeben werden. Und diese Nachricht kommt im September. Wie soll das gehen? Eine gut gemeinte Absicht mutiert zu einem bürokratischen Schildbürgerstreich. Und kein Verantwortlicher verhindert das… Zum Kommentar.

Anm: Und wie steht es um das selbstproduzierte Wachstums des Bürokratiemonsters innerhalb der Kirchen? man vgl. z.B nur den folgenden Beitrag:

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