Veruntreuungsfall im Kirchenkreis Berlin-Spandau über 1 Mio. €

16. Novenber 2014. Berlin (epd)/EKBO.

Im evangelischen Kirchenkreis Berlin-Spandau soll eine Mitarbeiterin größere Summen Geld veruntreut haben. Die Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Heike Krohn, bestätigte am Samstag entsprechende Berichte der Boulevardzeitungen „B.Z.“ und „Bild“. Die betreffende Mitarbeiterin sei bereits entlassen worden, bei der Staatsanwaltschaft sei Anzeige erstattet worden. Zudem laufe eine Untersuchung des kirchlichen Rechnungshofes.

Eine konkrete Summe bestätigte die Sprecherin nicht. Nach Informationen der beiden Zeitungen geht es um 800.000 Euro, vielleicht sogar eine Million Euro. Mit dem Geld sollten in 18 Gemeinden mit knapp 60.000 Mitgliedern Pfarrer bezahlt und Kirchen repariert werden, schreibt die „B.Z.“. Der Gesamtetat pro Jahr im Kirchenkreis Berlin-Spandau liege bei zehn Millionen Euro.

Die Sprecherin der Landeskirche bestätigte, dass der Leiter des zuständigen Verwaltungsamtes vorerst nicht im Dienst sei. Krohn sagte wörtlich: „Zu unserem Bedauern hat es im Kirchenkreis Spandau einen Fall von Veruntreuung gegeben, so dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden muss. Obgleich in unserer Kirche weitreichende Vorkehrungen bestehen, um unkorrektes Verhalten zu verhindern – das Vier-Augen-Prinzip ist eines davon – konnte die Unterschlagung hier nicht rechtzeitig erkannt werden.“ Nun würden Sicherheitsvorkehrungen nochmals überprüft, um vergleichbare Fälle künftig auszuschließen, fügte sie hinzu. Zur Quelle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.