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Das Märchen von den bedrohten Weihnachtsmärkten

Alle Jahre wieder braucht die Springerpresse einen Aufreger vor Weihnachten. Damit die Auflage weniger sinkt, braucht es ein emotionales Thema. Etwas, dass jeder kennt und mag und dazu einen großen, linken Schurken.

Weihnachtsmärkte eigenen sich im Advent hervorragend als Aufhänger. Jeder kennt und mag die kleinen Buden aus denen uns die zehn immer gleichen Weihnachtslieder berieseln. Dann fehlt nur noch der große, linke Schurke, der unsere geliebten Glühweintankstellen verbieten will.

Dafür eignet sich nichts besser, als unser Staat. Der ist ja von Linken, Grünen, politisch Korrekten und Gutbürgern nur so durchsetzt. Für das große BamS und BILD Weihnachtsmärchen braucht es also nur eine Behörde, die Weihnachtsmärkte verbietet. Schon hat man eine Geschichte, über die jeder spricht. Sie wird in allen sozialen Netzwerken geteilt und dient jedem Stammtisch als Vorlage für Hetztiraden.

Der einzige Nachteil: Es gibt keine bedrohten Weihnachtsmärkte und auch keine bösen Politiker, die sie uns wegnehmen wollen. Aber seit wann ist Wahrheit, Toleranz und Rücksicht wichtiger als die Auflage für Springerblätter. Und so beglücken sie uns wieder mit dem Märchen der Weihnachtmärkte, die politisch korrekten Wintermärkten weichen müssen. Und auch andere steigen wider besseres Wissen in die Geschichte ein.

Das einmal in die Welt gesetzte Gift ist dann schwer wieder zu entfernen. Meistens musste ich die entsprechenden Artikel ausdrucken um sie den entsetzten KommilitonInnen zu überreichen, die sich gerne über die Islamisierung unserer Gesellschaft aufregten. Und auch dieses Jahr werde ich immer wieder eine Priese Wahrheit als Antidot für die giftigen Lettern der Springerblätter brauchen.

Zum Glück schreibt BILD-Blog ausführlich, warum auch dieses Jahr kein Quäntchen Wahrheit an dem Märchen ist.

Kirchenverwaltung überlässt Pfarrerin der BILD-Berichterstattung

Die Bild-Zeitung ist für ihre tendenziöse Berichtserstattung berüchtigt. Daher will man niemanden wünschen, das ein persönlicher oder beruflicher Konflikt einseitig in diese Zeitung transportiert wird. Es ist kaum auszumalen welche Konsequenzen das für die Betroffenen haben kann. Eine breite Öffentlichkeit ist plötzlich von der einseitigen Darstellung überzeugt. Eine Richtigstellung ist dann kaum mehr möglich und der Schaden für die Person und die Kirche immens.

In Zschernitz sprach die Kirchenverwaltung mit der Bild-Zeitung. Doch statt sich schützend vor die eigene Mitarbeiterin zu stellen, fand die Sichtweise der Pfarrerin keine Berücksichtigung.

Lesen sie hier die Hintergründe bei D.A.V.I.D.

Griechenland: Lügen nach Zahlen

In Griechenland leidet der Großteil der Bevölkerung unter den Sparmaßnahmen und dem damit verbundenen Einbruch der Wirtschaft. Haushalte können sich nur stundenweise Strom leisten oder verfeuern ihre Möbel um um Winter zu heizten.

Dennoch wartet die Bild-Zeitung mit der Schlagzeile auf, das die griechischen Haushalte über mehr Vermögen verfügen, als die deutschen. Dies gelingt nur durch eine selektive Nutzung der Statistik.

Michalis Pantelouris zeigt auf, wie die Manipulation funktioniert. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie scheinbar neutrale Zahlen zur Agitation verwendet werden.