Schlagwort-Archive: Vatikan

Prof. H. Wolf: Konklave. Das Buch rezensiert für H-Soz-Kult von Ansgar Frenken, Ulm

05/2017
Dezidiert nimmt Wolf zu den Problemen des heutigen Papsttums Stellung und reibt sich gerade auch an den beiden Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. und ihren Entscheidungen. Selbst wenn sich beide, worauf Wolf mehrfach hingewiesen hat, gerne auf die Tradition der katholischen Kirche beriefen, weist der Kirchenhistoriker auf die Brüche hin, die sie mit ihren Entscheidungen zur Papstwahl bzw. von diesem Amt zurückzutreten hervorgerufen haben….
Als Historiker bedauert der Münsteraner Forscher darüber hinaus die ausdrückliche Anordnung Papst Johannes Pauls II., alle Akten und Aufzeichnungen über die Papstwahlen auf ewig für die Forschung zu sperren. „Statt der vielbeschworenen Transparenz wird durch diese Archivpolitik Geheimniskrämerei betrieben und wilden Spekulationen Tür und Tor geöffnet“…

Mehr dazu.

Bannon, Chefberater von Donald Trump: „Wir brauchen wieder die traditionelle ‘militante Kirche’…“

18.02.2017, Publik-Forum,

An Steve Bannon kommt keiner vorbei. Niemand im Weißen Haus hat mehr Einfluss auf Donald Trump als der 62 jährige, zweimal geschiedene Hardliner. Er brachte es vom Chorknaben aus einem irisch-katholischen Arbeiterhaushalt zum omnipotenten Chefstrategen. Weltpolitik macht er auch im Vatikan…

Mehr dazu.

VATIKAN – Statistiken der katholischen Kirche 2016.

11/2016,

– Katholiken
Zum selben Datum (31. Dezember 2014) betrug die Anzahl der Katholiken insgesamt 1.272.281.000 das bedeutet einen Anstieg um 18.355.000, etwas weniger als im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl stieg auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Europa. …

In Europa sinkt die Zahl der Katholiken Europa (-57.000)
– Priester
Die Zahl der Priester stieg weltweit um 444 und liegt damit bei 415.792. Einen Rückgang verzeichnet erneut Europa (- 2.564) und in geringerem Ausmaß in Amerika (-123) und Ozeanien (-86) während es in Afrika (+1.089) und Asien (+2.128) Anstiege gab.

Mehr dazu.

Anm. F.S.: Hier wäre nun auch die Entwicklung in unterschiedlichen Ländern Europas interessant. Denn ganz offensichtlich muss es auch hier Wachstumsregionen geben. Denn anders ist nicht zu erklären, dass allein in Deutschland in den zurückliegenden Jahren ab 2013 allein durch Austritte  fast ca. 200.000 Mitglieder verloren gingen. Also nicht nur 57.000 wie die Europastatistik des Vatikan angibt. Mehr noch: In Deutschland dürften auch die Sterbeziffern die Taufen bei weitem Übersteigen. Die Abweichung von der offiziellen Statistik des Vatikan erhöht sich dadurch allein durch die Entwicklung in Deutschland noch mehr. Erklärt werden kann das dann nur durch Zuwachsraten in anderen Ländern Europas. Und die würde man doch auch gerne kennen.

Reformierte wollen Erklärung zur Rechtfertigungslehre beitreten.

25.10.2016

Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen will im Juli 2017 in Wittenberg der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ beitreten, die der Vatikan und der Lutherische Weltbund 1999 unterschrieben haben….

Mehr dazu.

Ernesto Cardenal – Kämpfer für die Liebe. Ein Interview in Christ & Welt.

06/2016

»Wir sind der Spiegel Gottes, geschaffen, damit Gott in uns einkehren kann.« Ernesto Cardenal, gefeierter Dichter und linker Priester, spricht über Befreiungstheologie, den Zölibat, Frauenordination und seinen Zwist mit dem Vatikan….

Tipp: schnell lesen oder screenshot erstellen! Der Text ist nur eine begrenzte Zeit sichtbar. Hier klicken.

„Unbefugte Leute haben immer wieder die Finger drin“. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann kritisiert die Art und Weise, wie die katholische Kirche ihre Bischöfe bestellt.

08.05.16, Badische Zeitung

„Unbefugte Leute haben immer wieder die Finger drin. Echte Reformen fangen an, wenn solche Dinge verschwinden“, betont Lehmann in einem bei Herder in Freiburg als Buch erscheinenden Interview des früheren ZDF-Intendanten Markus Schächter.

Der aus dem Erzbistum Freiburg stammende Theologe war viele Jahre Mitglied der Bischofskongregation im Vatikan. Sie sichtet vor der Ernennung des neuen Bischofs durch den Papst die Vorschlagslisten der jeweiligen Domkapitel. Und auch die Namen, die der Apostolische Nuntius – der Botschafter des Papstes im betreffenden Land – hinzufügen kann. Lehmann berichtet offen, „wie oft“ habe er in dieser Kongregation Einwände aus dem Vatikan oder gar von außen gegen einen Personalvorschlag erlebt. „Im Namen des Rechts müssen die Seiteneinflüsse, die nicht legitim sind, zurückgedrängt werden, damit die zu Wort kommen, die die Vorschläge machen und die nachher auch mit dem gewählten Kandidaten leben müssen“, fordert der Kardinal.
Ohne die Vorgänge vor zwei Jahren in Freiburg und in Köln explizit zu erwähnen, lastet Lehmann dem Vatikan „eine schwer erträgliche Missachtung der Kirche im Land“ an, Vorschlagslisten der Domkapitel komplett zu ignorieren und diese den Bischof aus einer Dreierliste mit völlig neuen Namen wählen zu lassen...
Lehmann stellt überdies die Frage, ob der Treueeid des Bischofs gegenüber dem Staat „in der heutigen Form sinnvoll ist“. Auch Stephan Burger musste ihn 2014 vor der Landesregierung leisten.  Zum Artikel.

Vatikanstadt: Unerwünschte Informationen

24. November 2015
Im Kirchenstaat stehen nun zwei italienische Journalisten vor Gericht, weil sie Papiere aus dem Inneren der Kurie veröffentlicht haben.

…Die meiste Aufmerksamkeit der Medien gehört aber den Reportern und der Frage, ob es zulässig sei, dass ein absolutistischer Staat wie der Vatikan zwei Pressevertreter aus einem demokratischen Land wie Italien belangen darf. Das Recht bestimmt im Vatikanstaat der Papst, er bestimmt auch die Richter… Mehr dazu.

VATIKAN ERMITTELT GEGEN AUTOREN VON ENTHÜLLUNGSBÜCHERN.

12.11.2015
Die vatikanische Justiz hat Ermittlungen gegen die Autoren von zwei Enthüllungsbüchern über den Vatikan eingeleitet. Sie geht dem Verdacht einer „möglichen Mitwirkung an der Verbreitung vertraulicher Informationen und Dokumente“ durch die beiden italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi nach, heißt es in einer vatikanischen Erklärung vom Mittwochabend. Beide veröffentlichen in ihren jüngsten Büchern vertrauliche Dokumente über die vatikanischen Finanzen. Diese belegen Misswirtschaft und Korruption. Die Werke waren vor einer Woche erschienen… Mehr dazu.

Die Familiensynode in Rom wird auch das protestantische Familienbild beeinflussen

Thomas Schirrmacher wird die Familiensynode in Rom als Vertreter für die Evangelikalen besuchen. In einem Interview mit der Deutschen Welle spricht er über die Probleme die verschiedenen Lebensrealitäten der Katholiken in einem Standpunkt zu bündeln. Für die evangelischen Kirchen wird das Spektrum der Meinungen noch einmal vielfältiger. Die Einladung zur Synode ist für Schirrmacher wichtig: „Und so wie das, was die Protestanten machen, die Katholiken mehr beeinflusst, als ihnen manchmal lieb ist, ist das umgekehrt natürlich genauso.“

Vor der Familiensynode ist keine gemeinsame Position in Sicht

06.08.2015 Die Zeit

Nächsten Monat beginnt die Familiensynode in Rom. Bisher hat sich der Wunsch von Papst Franziskus nach einer Diskussion nicht erfüllt. Das liberale und das konservative Lager haben sich ihrer Positionen nur vergewissert. Eine Kampfabstimmung scheint wahrscheinlich.

Doch dann braucht das liberale Lager eine Zweidrittelmehrheit oder der Papst muss sich in die Debatte einmischen.

Lesen Sie hier den Artikel.