Archiv des Autors: Alexander

Kirche ist ratlos

14.10.2017 Der Tagesspiegel

Die Kirche am Tiergarten in Berlin ist schon immer eine Kirche an einem sozialem Brennpunkt. Bisher gab es eine friedliche Koexistenz mit den Bedürftigen rund um die Kirche. Doch dieses Verhältnis hat sich durch Sprachprobleme getrübt. Die Gemeinde ist ratlos.

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Kultruelle Konterrevolution

5.10.2017 FAZ

In Russland nähert sich der einhundertste Jahrestag der Revolution. Die Symbolik dahinter ist umstritten.

Nun wurde mit staatlicher Unterstützung ein Film über den letzten Zar Nikolaus II. gedreht. Die Unfähigkeit das Land zu verwalten wurde nicht angesprochen. Statt dessen geht es um die Liebe des noch nicht gekrönten Zaren zu einer Tänzerin Mathilde.

Das Thema stößt der russisch orthodoxen Kirche auf. Für sie ist Nikolaus ein Nationalheiliger. Affairen stören da das Weltbild.

Viele Kinos wollen den Film nicht zeigen. Sie haben Angst vor religiös-nationalistischen Anschlägen.

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Kirche muss sich einmischen

28.9.2017 Cicero

Immer wieder wird der Kirche vorgeworfen, sie wäre zu politisch. Vor allem, wenn sich ihr politisches Engagement nicht mit der eigenen Meinung deckt. Markus Dröge antwortet auf diesen Vorwurf und zeigt auf, dass die Kirche sich nicht anders verhalten kann.

Der Einsatz für den Nächsten ist immer schon Teil des biblischen Zeugnis. Die theologische Erklärung zu Barmen ist eine der Bekenntnisgrundlagen. Die Kirche muss sich daher einmischen oder sie stellt sich gegen ihre eigenen Wurzeln.

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Jung geht den einfachen Weg

30.9.2017 Frankfurter neue Presse

Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN spricht über das Wahlergebnis der Bundestagswahl.

Es fällt auf, wie einfach es ist auf der AfD herum zu hacken. Wo war der große kirchliche Protest, als die CDU in den Neunzigern mit ihrer „Das Boot ist voll“ Rhetorik stimmen fing? Wird die EU ausgeladen weil das DublinII abkommen es faktisch verhindert, dass jemand in Deutschland Asyl beantragen kann? Wie war es als Rot-Grün das Asylrecht durch noch mehr sichere Drittstaaten ausgehebelt hat?

Das Recht auf Asyl haben alle Parteien bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Auf der AfD herum zu hacken ist einfach aber auch billig.

Wurde das Reformationsjubiläum vergeigt?

15.9.2017 katholisch.de

Der Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann wirft der Kirche vor das Reformationsjubiläum „vergeigt“ zu haben. Erstmals wurde es von Kirchenfunktionären maßgeblich geplant. Dabei verzichteten sie auf die Rückbindung an die wissenschaftliche Theologie. Gerade die hat sich in Deutschland durch die Vielzahl der Konfessionen als wichtige Stützte erwiesen. Sie zähmte die selbsternannten Propheten und Schwärmer.

Angesichts der neuen mit Religion aufgeladenen Konflikte wäre das eine wichtige Erkenntnis.

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Wahrscheinlich keine weiter ökumenische Annäherung zum Reformationsjubiläum

24.9.2017 Süddeutsche Zeitung

In Fulda trifft sich die Deutsche Bischofskonferenz. Dort wird wahrscheinlich Schluss mit der Annäherung an die Protestanten sein. Zum Jubiläum der Reformation wurden immer mehr Gemeinsamkeiten betont. Es stand sogar im Raum ausgewählte Ehegatten zur Kommunion zuzulassen. Doch damit wird nun wahrscheinlich Schluss sein.

Woelki kritisiert die Annäherung als zu einseitig. Er möchte nicht über Glaubenswahrheiten verhandeln.

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Kirche muss ihre Gebäude verlassen

24.9.2017 Deutschlandfunk

Ute Pfeiffer ist Kiezpfarrerin in Potsdam. Sie fordert, dass Kirch sich aus ihren Gebäuden heraus wagen muss. Immer mehr Arbeit wird wegen angeblichem Personalmangel komprimiert. Dazu komme fachfremde Arbeiten auf Pfarrer zu.

Die Folge ist, dass die Gemeinde viele nicht mehr erreicht.

Pfeiffer fordert wieder wie Jesus auf die am Randstehenden zuzugehen. Zu den Kranken und denen, die sich abgehängt fühlen. Dazu müssten die Ressourcen umgeschichtet werden. Der aktuelle Sparkurs führt nicht weiter.

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