Schlagwort-Archive: Mobbing

Pfarrerschaft: Radikale Vereinzelung bei zunehmender Entsolidarisierung.

09/2015, Pastorenausschuss Hannover, Herbert Dieckmann

‚„Nur ich habe dieses Problem!“
So reagiert zunächst einmal jene KollegIn,
-die auf unverständliche Anweisung ihres Sups zu ihrer KG von 3.000 GG noch zwei weitere vakante Kirchengemeinden mit dann insgesamt 7.800 GG pastoral versorgen soll,

-die kurz vor ihrem 57. Geburtstag mit einem Sup-Versetzungsantrag bedroht wird,

-die vom KV und Sup so bedrängt wird, dass sie in die Psychiatrie flüchten muss,

-die keine Chance sieht, dass ihre sanierungsbedürftige Dienstwohnung endlich renoviert wird,

-die über Jahre mehrere Tausend Euro an Nebenkosten zu viel bezahlt hat,

-die von ihrem Sup. öffentlich in der Zeitung angegriffen wird,

-die sich von ihrem KKA (Kirchenkreisamt)-Leiter gezwungen sieht, ein ungünstiges Wlan-System und einen unvorteilhaften PC-Wartungsvertrag mit dem KKA beizubehalten.

„Bei der KollegIn ist das auch kein Wunder! Mir kann so etwas nicht passieren.“‚

Zum Bericht.

Blog eines Ehepaars in Weimar mobbt katholischen Geistlichen. Ein Leserbrief: „Wir müssen in Zukunft wachsam sein und uns wehren.“

15. AUGUST 2015, TLZ (Thüringische Landeszeitung)
Die Diskussion über die Versetzung von Pfarrer Carsten Kämpf geht weiter. Jetzt schrieb uns Steffi Engelstädter einen Leserbrief. Sie kritisierte unter anderem das Agieren eines Ehepaares, das den Blog „Katholisch in Weimar“ betreibt. Mit Eifer würden Missstände angeprangert.


Über Jahre wurde aufgelistet, kritisiert und süffisant kommentiert: Wo, wann, wie und warum Pfarrer Kämpf agiert, wo er Urlaub macht, wen er in das Gemeindehaus einlädt, welchen städtischen Aktivitäten er nachgeht, ob er in Zivil gekleidet oder als Priester erkennbar ist …
Ich bin als bekennende Christin in der DDR aufgewachsen, kenne so etwas von bestimmten Staatsorganen und bin fassungslos über die Duplizität der Ereignisse… Zum Artikel.

„Mobbing und das Leben danach“. Tagung des Vereins D.A.V.I.D. gegen Mobbing in Eisenach.

Die nächste Jahrestagung findet am 7. und 8. November wieder im Logotel in Eisenach statt. Dazu sind alle D.A.V.I.D.-Mitglieder und interessierte Gäste herzlich eingeladen.

Das Thema der Tagung lautet:

„Mobbing und das Leben danach“
Es ist uns gelungen, Frau Kluwe-Schleberger (Diplompsychologin) vom Thüringer Trauma Netzwerk in Meiningen zu gewinnen, die uns am Samstag Nachmittag einen Vortrag halten und danach im Plenum zu einer ausführlichen Aussprache zur Verfügung stehen wird.

Der Ablauf der Tagung ist in unserem Einladungsflyer abgedruckt und kann per Mausklick hier herunter geladen werden.

Wesentliche Grundsätze unseres christlichen Glaubens „mit buchhalterischer und formaljuristischer Selbstgewissheit mitunter von den Rechts- und Personalabteilungen der Kirchen“ übergangen. Vortrag von Prof. Andreas von Heyl.

06/2015

Vortrag „Aus dem Dienst gemobbt – was macht das mit mir? Was kommt danach? Wie geht es weiter?“  Vortrag gehalten auf der Jahrestagung des Vereins D.A.V.I.D. in Eisenach (9.-10.11.2014)

Schon seit etlichen Jahren haben sich diese so genannten „Kooperationskrisen“ zwischen Pfarrern und dem engeren Mitarbeitendenkreis verschärft. Hartmut Stoll, der Gründungsrektor des Haus es Respiratio auf dem Schwanberg, wo viel e derer, die solche Dinge erlebt haben, schließlich für einige Zeit Zuflucht finden, schrieb in seinem Rechenschaftsbericht anläßlich seiner Emeritierung vor etwa zehn Jahren, ich zitiere: „Neben den Erschöpfungskrisen (Burn-out-Syndrom), Beziehungskrisen und den existenziellen und spirituellen Krisen (Sinn-, Berufungs-, geistliche Erschöpfungskrisen), die uns in unserer Arbeit im Haus „Respiratio“ begegnen, mehren sich in den letzten Jahren die Kooperations-Krisen. So vergeht kaum ein Kurs, in dem nicht einer oder mehrere unserer Gäste in einen sehr zugespitzten Konflikt in der Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand oder Kirchengemeinderat, mit Kollegen, Kolleginnen oder Vorgesetzten verwickelt sind. Nach meiner Wahrnehmung werden solche Konflikte häufiger und nehmen auch massivere Formen an.

Der vollständige Text des Vortrags.

 

Verein zur Unterstützung evangelischer Theologinnen und Theologen, die von Mobbing, Abberufung und Entlassung betroffen sind.

06/2015

§ 2 Vereinszweck
1) Zweck des Vereins ist es,
a) den Erfahrungsaustausch Betroffener untereinander zu ermöglichen
b) die Belange Betroffener in der Öffentlichkeit bekannt zu machen
c) betroffene Theologinnen/Theologen, andere kirchliche
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und deren Familien zu beraten, sowie psycho-sozial
und seelsorgerlich zu begleiten
d) Abberufungen aus der Pfarrstelle möglichst zu verhindern
e) gegen Psycho-Streß und Mobbing in der Kirche zu wirken
f) willkürlicher Handhabung des Rechts in der Kirche entgegenzuwirken,
und damit einen Beitrag zur Erhaltung des freiheitlich-demokratischen
Rechtsstaates zu leisten und die Freiheit der Verkündigung des Wortes Gottes in
der Kirche sichern zu helfen.
Die angestrebte rechtliche Sicherheit und Fairness bei Konflikten zwischen
Christen versteht der Verein auch als Verpflichtung für seine internen Umgangs-
und Arbeitsweisen.
2) Der Verein verfolgt seine Zwecke
a) durch Aufklärung über Mobbing,
b) durch Seelsorge an Mobbingopfern,
c) durch Arbeit an Themenstellungen wie „das Verhältnis von Theologie und
Recht, das Verhältnis von Staat und Kirche, das Verhältnis von Kirche und Recht“.
In Verfolgung seines Zweckes organisiert der Verein Diskussionsveranstaltungen,
Tagungen, Seminare, Begegnungen, Selbsthilfegruppen und Pressekonferenzen
für alle an der Thematik interessierten Bürger, Christen, kirchliche Mitarbeiter,
Theologen, Juristen, Politiker und Mobbingopfer.
Der Verein betreibt oder fördert Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen
und Literatur oder anderen Medien.
Der Verein führt Gespräche mit kirchlichen, politischen, staatlichen oder
sonstigen gesellschaftlichen Instanzen und Einrichtungen, verfaßt und übergibt
Eingaben oder führt Interviews. (vgl. auch § 4 Zusammenarbeit)
Der Verein begleitet exemplarische Streitfälle und trägt mit seinen Mitteln und
Möglichkeiten im Sinne des Vereinszweckes zur Durchführung bei. Dazu kann er
auch Musterprozesse führen oder fördern.Er richtet nach Bedarf und Möglichkeit Beratungsstellen ein und stellt die
erforderlichen Einrichtungen (z.B. Büro…) und Mitarbeiter, Seelsorger und
Berater bereit.

Zum Portal des Vereins.

Mit Mobbing-Strategien zum Erfolg. Wenn’s offen nicht klappt, geht man eben hintenrum.

01/2015 von Ingrid Ullmann.

Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft über einen längeren Zeitraum hinweg vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen. Die sozialen, physischen und psychischen Folgen von Mobbing sind heute wissenschaftlich erwiesen und als Faktum anerkannt. Das öffentliche Problembewußtsein wird aufgeschreckt durch spektakulären Fälle wie der Freitod einer jungen Polizistin in München. Doch zwischen Suizid und Krankheit, Abwehr und Resignation, Verstörung und Depression, gibt es ein sprachloses Heer von Betroffenen, die oft nachhaltig sozial, materiell und psychisch geschädigt werden. Die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen geht von 10% der Erwerbstätigen aus, die schon einmal körperlichen oder seelischen Belästigungen am Arbeitsplatz ausgesetzt waren. Mobbing in der Kirche hat noch einmal eine besondere Problematik… Zum Bericht.

Das Zivilcourage-Portal

Das Zivilcourage-Portal stellt ein Forum zum Thema Zivilcourage dar, das den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördern soll. Es bietet allgemeine Informationen zum Thema Zivilcourage. Es wird ein Einblick in motivations- und sozialpsychologische Forschungsfragen im Zusammenhang mit Zivilcourage gegeben. Forscher erhalten hier eine Plattform, ihre Arbeit und Materialien interessierten Studierenden und Wissenschaftlern zugänglich zu machen. Zudem werden Angebote zu Zivilcourage-Trainings im deutschsprachigen Raum präsentiert und verschiedene Internetseiten zum Thema Zivilcourage verlinkt. Zum Portal.

Arbeitskonflikte und Mobbing in der Kirche

Timo Rieg, Alsfeld. Informationen für Betroffene und Kollegen zum Vorbeugen und Handeln
Handreichung des IPOSKonflikte am Arbeitsplatz: „Der Erfahrung nach kommen die meisten ein halbes Jahr zu spät. Die tragen viel aus, versuchen alles mögliche, und es dauert sehr lange, bis sie sich entschließen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.“ Das sagt Gerd Bauz, Leiter des Instituts für Personalberatung und Organisationsentwicklung (IPOS). Und er macht deutlich: in verfahrenen Konfliktsituationen Hilfe in Anspruch zu nehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität.
Sabine Sunnus betont darüber hinaus die notwendige Öffentlichkeit bei Konflikten. Das vertrauliche 4-Augen-Gespräch könne ins Desaster führen. Sie rät: Wo immer jemand unfaire Konflikte beobachtet, sollte er dies offen benennen. Das ist Zivilcourage, die Sunnus viel zu selten in der Kirche erlebt. Über 500 Mobbing-Fälle hat ihr Verein seit seiner Gründung in Wiesbaden vor 13 Jahren betreut. Sunnus ist nachhaltig erschüttert, welche Umgangsformen sie in der Kirche erlebt.  Zum Artikel.

Sabine Sunnus, Verein D.A.V.I.D., über Mobbing in der Kirche: Ursachen, Fälle, Auswege

10.03.2014 Sabine Sunnus über Mobbing in der Kirche: Ursachen, Fälle, Auswege
Seit 13 Jahren berät Sabine Sunnus Mobbingopfer. Das Besondere: alle Fälle ereigneten sich innerhalb der evangelischen Kirche. Ausgend von einem umfangreich dokumentierten Fall in Wiesbaden hat sich vor 13 Jahren der Verein „D.A.V.I.D.“*) gegründet. Seine Aufgaben laut Satzung sind u.a. „Beratung, Beistand in Konfliktsituationen, Gespräche mit Beteiligten, Öffentlichkeitsarbeit“ und „Angebote zur Krisenaufarbeitung und sozialen Kompetenzerweiterung“. Etwa 500 Mobbingfälle haben die Mitarbeiter des Vereins bisher begleitet. Ein Gespräch über Formen und Ursachen von Mobbing innerhalb der Kirche.

Zum Interview.

Virtuelle Verletzungen, realer Schmerz

Cybermobbing, Internet, Facebook, Youtube, Schüler Bild vergrößern
Facebook und Co. sind überall: Für Opfer von Cybermobbing gibt es kein Entkommen.

Beleidigt, verleumdet, ausgegrenzt: Etwa 17 Prozent aller Schüler sind einer Studie zufolge schon mal Opfer von Cybermobbing geworden. Jedes vierte Opfer leidet noch heute unter der Attacke. Eltern und Lehrern ist das Problem zwar bewusst – doch sie fühlen sich hilflos.

Mehr dazu in der SZ.