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Freiräume zur Selbsterprobung. Warum eine moderne Gesellschaft auf die Lebensphase „Jugend“ nicht verzichten kann. Von Prof. Albert Scherr

01/2018, evangelische aspekte

 

…Dass es „die Jugend“ – also eine in sich homogene Gruppe der Gleichaltrigen – nicht gibt, sondern nur Jugenden im Plural, ist eine der grundlegenden Einsichten der Jugendforschung. Denn die Lebensbedingungen, die typischen Erfahrungen, die Lebensentwürfe und Zukunftsperspektiven Jugendlicher unterscheiden sich in Abhängigkeit vor allem von der sozialen Klassenlage, dem Bildungsniveau, dem soziokulturellen Milieu, dem Geschlecht und den regionalen Bedingungen in städtischen und ländlichen Kontexten. Gemeinsamkeiten, die es gleichwohl sinnvoll erscheinen lassen,

…Jugend ist so betrachtet keine Eigenschaft von Menschen einer bestimmten Altersgruppe, sondern eine genuin gesellschaftliche Einrichtung, die in dieser Form nur in modernen und ökonomisch entwickelten Gesellschaften existiert. Nicht nur die historische Forschung hat aufgezeigt, dass Jugend als eine Entwicklungsphase jenseits der Zwänge der Arbeit in vorindustriellen Gesellschaften nicht – oder jedenfalls nur für privilegierte Minderheiten – existiert hat. International vergleichende Studien stellen auch für die Gegenwart – mit dem Blick auf verbreitete Formen von Kinderarbeit, von sexueller Ausbeutung oder die Rekrutierung von Heranwachsenden als Soldaten für Bürgerkriege – noch fest: „Für einen großen Teil der jungen Menschen weltweit war und bleibt die Idee von ›Jugend‹ als universelles Stadium der Entwicklung unangemessen“, erläutern die englischen Jugendforscher J. Wyn und R.D. White….

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9/11. Die Zweifel des schweizer Historikers: Auf den Spuren des WTC7 – Dr. Daniele Ganser im Gespräch.

12/2017

Der Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER), Dr. Daniele Ganser, gilt als einer der unnachgiebigen Forscher der Terroranschläge vom 11. September 2001. Der Schweizer Historiker hinterfragt die offiziellen Erklärungen zum Einsturz der Gebäude.
Dabei legt Dr. Ganser ein besonderes Augenmerk auf die Analyse des Einsturzes vom sogenannten „dritten Turm“, das WTC7. Dieses dritte Gebäude im World Trade Center-Komplex, das ebenfalls an diesem Tag einstürzte, sei der Hauptstreitpunkt, so Ganser…

 

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Massenmord in Baptistenkirche in Texas: Der amerikanische Albtraum

6. November 2017

Ein Mann stürmt in eine Dorfkirche im texanischen Sutherland Springs und tötet 26 Menschen – inzwischen tragische Routine in den USA. Wer jedoch fassungslos zurückbleibt: die Angehörigen.

Von Sacha Batthyany und Beate Wild
Jeden Monat die selben Bilder. Die Absperrbänder. Die Kerzen. Die Trauer. Die Angehörigen der Opfer, die fassungslos in die Kameras blicken und sagen, sie hätten nie gedacht, dass so etwas ausgerechnet bei ihnen passiert. Doch auch an diesem Sonntag ist es wieder passiert. Nur trugen viele der Angehörigen dieses Mal Cowboyhüte…

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Mutlosigkeit

5.11.2017 Deutschlandfunk

Die evangelische Kirche hat sich viel vom Reformationsjubiläum erhofft. Sie könnte auch Fußballspieler, PolitikerInnen und Musiker finden, die als Botschafter durch das Land tingelten. Die verbliebenen Kirchgängerinnen ließen sich zu Festgottesdiensten zusammentreiben, Konfirmanden mobilisieren und Bildungsbegeisterte auf die Wartburg locken. Doch außerhalb ihrer selbst hat die Kirche niemanden erreicht. Was vielleicht auch daran liegt, das ihnen eines von Luther fehlt. Der Mut in einer Krise klare Worte zu sprechen.

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Zu klein gehofft

22.10.2017 Der Sonntag

Die sinkenden Mitgliederzahlen sind mittlerweile zu einem neuem Glaubensartikel der Kirchen geworden. Kirchen haben ihr Personal im vorauseilenden Gehorsam gekürzt. Damit könnten sie eine selbsterfüllende Prophezeihung in Gang gesetzt haben.

Für Sachsen erwartet das statistische Landesamt gut 100.000 evangelische Christen mehr als die Kirche.

Auch der Blick auf die Verwendung der aktuellen Mehreinnahmen ist interessant. Der am schnellsten wachsende Etat ist Verwaltung und Leitung.

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Kirche geht falsch mit ihrem Vermögen um

16.10.2017 Mitteldeutsche Zeitung

Der Sozialethiker Bernhard Edmunds spricht in einem Intrview zum Verhältnis von Kirche und Geld. Er kritisiert den Umgang der katholischen Bistümer mit ihrem Vermögen. Viele Bischöfe denken seiner Meiung nach noch in feudalen Verhältnissen.

Auch die Ansammlung des großen Vermögens des Bistum Kölns findet er für Zweifelhaft. Aktien und Immobilien ziehen die Kirche immer auch in ethische Konflikte.

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Kirche trägt Mitschuld an Radikalisierung

18.10.2017 Pro

Anette Schultner, Vorsitzende der Gruppe „Christen in der AfD“, hat die Partei verlassen. Sie sah das bürgerliche Lager als zu wenig wehrhaft gegenüber den nationalistischen Strömungen an. Den Kirche gibt sie eine Mitschuld an der Radikalisierung der Partei. Sie frühe Stigmatisierung habe zu falsche Solidarität geführt und gemäßigte Kräfte vertrieben.

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