„Wie viel Zeit wir uns nehmen, ist eine politische Machtfrage“ Fünf Fragen an den Philosophen und Kulturhistoriker Rüdiger Safranski.

15. Oktober 2015, Von Johan Schloemann, SZ

Wir Menschen sollten uns dem Zeit-Diktat moderner Technik nicht beugen, findet Rüdiger Safranski. Ein Gespräch über den Wert der Langeweile – und die gefährliche Geschwindigkeit der Finanzmärkte.
„… Aber der Uhr entkommen Sie doch auch nicht. Was macht die Uhr mit uns, mit der Zeit?

Die Uhr bewirkt die Vergesellschaftung der Zeit. Die vergesellschaftete Zeit stimmt aber oft nicht mit unserer eigenen Zeiterfahrung überein – und auch nicht mit unseren körperlichen Rhythmen. Bei ihren Aufständen in den englischen Fabriken haben die Arbeiter im 19. Jahrhundert nicht nur die Maschinen angegriffen, sondern auch die Fabriksuhr. Und unsere Kinder gehen morgens immer noch zu früh zur Schule, obwohl eigentlich alle wissen, dass das falsch ist….“  Zum Interview.

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