Profil und Konzentration (PuK) – das neue Reformkonzept der ELKB. Gründe für PuK.

07/08 2017, Korrespondenzblatt Bayern

von Thomas Prieto Peral, Pfr., theologischer
Planungsreferent der ELKB.

 

Die Organisationstheorie benennt
zwei gravierende Folgen für Organisationen,
die sich stetig weiter
ausdifferenzieren und allmählich
ihre innere Kohärenz verlieren.
Zum einen ist ein immer größeres
Anwachsen der Bürokratie zu
beobachten, da die verschiedenen
Arbeitsbereiche über immer komplexere
Regelungen zusammengehalten
werden müssen. Beispiele
aus der Kirche erübrigen sich. Die
zweite Folge ist noch einschneidender:
Organisationen gehen mit
innerem Kohärenzverlust und immer
höherer Komplexität irgendwann
von der inhaltlichen Steuerung
zu einer Ressourcensteuerung
über. Kirchenleitungen fragen dann
nicht mehr: Was müssen wir im
Rahmen unseres Auftrags erledigen
und was nicht, sondern: Was können
wir uns noch leisten und wie
können wir unsere laufende Arbeit
billiger machen? Dieser Punkt war
bei den evangelischen Kirchen in
Deutschland irgendwann um die
Jahrtausendwende erreicht….

PuK schlägt vor, Personal- und Finanzplanungen
zu dezentralisieren
und so weit wie möglich dorthin
zu geben, wo kontextbezogene
inhaltliche Debatten laufen. Im
PuK-Sprech sind das die „Räume“
(ein Begriff, der zugegebenermaßen
noch zu formal ist). Räume können
Dekanatsbezirke sein, aber auch
Kooperationen von Dekanatsbezirken
oder Kirchengemeinden. …

vgl. S. 133ff

Mehr dazu.

 

Vgl. dazu auch den Beitrag der Vors. des Pfarrvereins Bayern, Corinna Hektor.

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