Archiv der Kategorie:
Kirche Theorie, Reform, Umbau

Großwetterlage der Ev. Luth. Landeskirche in Bayern

06/2018, Korrespondenzblatt

Die Großwetterlage
Frühjahrsbericht des Vorstands

Das sind im Moment viele Themen,
Fragen, Entscheidungen: PuK,
Landesstellenplanung, Doppik für
Kirchengemeinden, Miteinander
der Berufsgruppen, Assistenz im
Pfarramt, Immobilienkonzepte,
Verwaltungsdienstleistungsgesetz,
Vorsteuerung – um nur ein paar
wesentliche Beispiele zu nennen.
Jede Menge Prozesse laufen gleichzeitig,
überlagern sich, manchmal
konterkarieren sie sich auch.

vgl. S. 121 – 131 (print)

 

Baden: 6 Jahre Amtszeit der Pfarrvertretung gehen zu Ende: Rechenschaftsbericht für die Amtsperiode 2012 – 2018

06/2018, Pfarrverein Baden

mit den Themenfeldern:
– Übernahme zusätzlicher Dienste in
der Gemeinde für die PfarrerInnen im
Schuldienst
– Ruhestand mit 67
– Umstellung von Landes-auf Bundesbeamtenbesoldung
– Arbeitsbelastung und Pfarrrbildprozess
– Dienstgruppen-Rechtsverordnung
– Salutogenese

u.a.

mehr dazu, vgl. S. 212-214 (print)

 

Hannover: Kirche kaputtreformiert ?

06/2018, korrespondenzblatt Bayern

Aktenstück 98 – ein Papier verändert die Landeskirche Hannovers

von P. Andreas Dreyer, Vorsitzender des
Hannoverschen Pfarrvereins

Hannover: Rechte aus einer Stelleninhaberschaft
und einer Bestallungsurkunde
weitgehend aufgegeben

Ein Bestandsschutz
für Pfarrstelleninhaber*innen,
stets leitendes Prinzip bei früheren
Reformvorhaben, wurde nun
nicht mehr gewährt. Damit waren
aus pastoraler Sicht die zentralen
Rechte aus einer Stelleninhaberschaft
und einer Bestallungsurkunde
weitgehend aufgegeben…

In einigen besonders betroffenen
Kirchenkreisen wurde der Pfarrstellenbestand
auch über die zunächst
anvisierten 25% hinaus reduziert,
regional bis zu 50%. …

: statt eines kirchlichen
Aufbruches und einer von lebendigen
Regionen getragenen Landeskirche
„im Aufbruch“ waren nahezu
überall spürbare Rückgänge
kirchlicher Aktivität zu verzeichnen
– und zwar stärker als in anderen
Landeskirchen! …

Einzelne Kirchenkreise
hatten für einen Zeitraum von 1995
2015 bis zu 40% (!)der Kirchenmitglieder
eingebüßt, während andere
ihre Mitgliederzahl ungefähr stabil
halten konnten, …

mehr dazu, vgl. S. 133-136

 

Zu den Wirkungen des neoliberalistischen Gesellschaftskonstrukts auf die evangelische Kirche Kirche im Zeitalter des Neoliberalismus. Von: Frank Weyen, Dt. Pfarrerblatt

05/2018, Dt. Pfarrerblatt, – PD Dr. theol. Frank Weyen, Jahrgang 1965, Privatdozent an der Universität Zürich und Gemeindepfarrer in Wanne-Eickel (Ruhrgebiet).

Das neoliberalistische Wirtschaftsmodell hat seinen Siegeszug durch die westlichen Gesell­schaften ungebremst vollzogen. Die Kirchen blieben davon nicht verschont. Frank Weyen stellt in seinem Beitrag zunächst die Grundlagen neoliberalistischen Denkens dar. In einem zweiten Schritt arbeitet er heraus, wie neoliberalistische Denk- und Gestaltungsformen in kirchlichen Debatten und Verlautbarungen Einzug hielten, um daran anschließend zu skizzieren, zu welchen absehbaren Konsequenzen diese Strategien in der Kirche führen werden.

 

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Anm. F.S.: Lange hat es gedauert. Nun konstatiert man auch in der Universitätstheologie die Einbettung der kirchlichen Reformprozesse im Gefolge von „Kirche der Freiheit“ in die neoliberalen, globalen Veränderungsprozesse.  Dass hier weiterer Forschungsbedarf besteht ist offensichtlich. Freunde oder Förderer werden sich vermutlich wenige finden. Dass der Protestantismus in alte, überwunden geglaubte Denkmuster, etwa im Verhältnis Kirche -Staat, zurückfällt ist nicht nur bedauerlich, sondern gefährlich. Man vergleiche dazu nur die merkwürdige, gestrige Haltung des Bischofs Bedford-Strohm gegenüber dem „Kreuzzug“ Söders.

 

Reformatorische Impulse für Gegenwart und Zukunft. Von: Ralf Kötter

04/2018, Deutsches Pfarrerblatt

In der zeitgenössischen Theologie wird gerne auf den historischen Graben zwischen Reformation und Gegenwart hingewiesen. Luthers Denken bewege sich ausschließlich auf einer theologischen Ebene, die mit den heutigen Kontexten inkompatibel sei. Der Mensch stehe als verzweifelter Sünder vor Gott, dessen Rechtfertigung allein aus Gnade die Angst vor dem endzeitlichen Strafgericht überwinde. Deshalb könne heute nur eine klare Absage an Versuche gemacht werden, moderne Herausforderungen als Thema reformatorischer Theologie und Kirche anzuerkennen. Ralf Kötter formuliert sechs Thesen als Denkanstöße, den historischen Graben nicht gar zu »garstig« werden zu lassen.*

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ELK Sachsen: Initiative „Zurück auf Los“ fordert Korrekturen an der Strukturreform der Landeskirche.

04/2018, Beitrag vom 5. April 2018 von kirchenbunt

Initiative von Pfarrern, Kirchenvorstehern und engagierten Gemeindegliedern veröffentlicht, Eingabe an die Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Die Initiative „Zurück auf Los“ bittet die Synode ihrer Landeskirche, die Gesetzesvorlagen zur Strukturreform zu ändern. Dabei soll u.a. auch die angestrebte Regionalisierung nicht – wie vorgesehen – in die Kirchenordnung aufgenommen werden. Weitere Forderungen sind u.a.: „ein Höchstmaß an finanzieller Eigenverantwortung in Ausgaben und Einnahmen“ der Kirchengemeinden, Rückverselbständigung von Kirchengemeinden die sich zum Kirchspiel oder zur Fusion drängen ließen, „um die Chance auf die Besetzung der Pfarrstelle zu erhöhen“ und die Möglichkeit, „alternativ zu landeskirchlichen Finanzierungen eigenständige Lösungen aus Stiftungsmitteln, Spenden, Pachten, etc. zu finden“…

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Zum neuen Reformprozess PuK (Profil und Konzentration) in Bayern: Es puk-ert in unserer Kirche

04/2018, Korrespondenzzblatt Bayern

So viel scheint klar: PuK ist schon da. Alle kirchenleitenden Organe haben die Leitsätze des Programms beschlossen. Da geht es um eine Aufgaben- statt Ressourcenorientierung der kirchlichen Arbeit, um die Konzentration der Arbeit „im Raum“ – nicht zuletzt im „digitalen Raum“, um „geistliche Profilierung“ und Stärkung der diakonischen Arbeit sowie um „vernetztes Arbeiten“ in multiprofessionellen Teams. Was genau das alles heißt, scheint aber nach wie vor reichlich unklar.

vgl. S. 73 (print)

 

Turm der Garnisonkirche Potsdam. Baustart bei Sturm und unter Protest.

29.10.2017, Märkische Allgemeine

Der Baustart für den Turm der Garnisonkirche ist am Sonntag in Potsdam unter freiem Himmel gefeiert worden. Wolfgang Huber, Altbischof und Vorsitzender des Kuratoriums der Baustiftung, betonte in seiner Predigt, dass der neue Turm werden solle, was er noch nie war: „ein Zentrum für Frieden und Versöhnung“. Rund 100 Protestierer hielten lautstark dagegen…

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Der Umbau der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Von Thomas Schlegel

02/2018, Deutsches Pfarrerblatt

…Erprobungsräume werden inzwischen vermehrt eingefordert, gerade an den Stellen, an denen die gewohnte Praxis ins Stocken gerät. So werden in Erprobungsregionen andere Formen des pastoralen Miteinanders ausprobiert (z.B. klassisch im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin4)….
Die Erprobungsräume der EKM gehen bewusst einen anderen Weg. Denn juristische Engführungen verhindern i.d.R. nicht eine veränderte Praxis. Wichtiger als ein vorauseilendes Außer-Kraft-Setzen von Regeln ist die Motivation von Akteuren, Neues auszuprobieren. …

…Damit wird die entscheidende Frage thematisiert, wer eigentlich Subjekt der Erprobung ist: Erprobt dort das Landeskirchenamt neue Ideen oder probieren Christen vor Ort, das Evangelium auf neue Weise zu kommunizieren? Versucht die Landeskirche beispielsweise, durch einen veränderten Einsatz von Pfarrerinnen und Pfarrern in Modellregionen für ihre künftige Personalpolitik zu lernen? Dies wäre im Grunde ein zentralistisches und hierarchisches Modell, weil die Fäden »oben« zusammenlaufen. Anders, wenn Christen vor Ort mit neuen Wegen experimentieren, Kirche zu sein. Dazu lädt sie die EKM mit den Erprobungsräumen ein. Christen in Städten und Dörfern sind die Subjekte der Erprobungen. Die Landeskirche versucht, die Prozesse freizugeben und tritt dabei als Ermöglicher auf….

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Barrenstein (McKinsey) reloaded: Ralf Frisch „Was fehlt der evangelischen Kirche?“

01/2018

 

So nicht! – Eine Auseinandersetzung mit dem Buch des Theologischen Referenten der Landessynode der ELKB.

Von Dr. Karl Eberlein

Vorliegendes Werk ist seitens der Präsidentin der Landessynode, Dr. Annekathrin Preidel, sehr anerkennend gewürdigt worden.[1] Also bin auch ich mit einer ausgesprochen positiven Erwartungshaltung an die Lektüre herangegangen: Erwartet habe ich mir eine seriöse, sicher auch kritische kirchliche Bestandsaufnahme. Erwartet habe ich weiter Denkanstöße,

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