Wie macht man die Welt frisch? Der große Soziologe Zygmunt Baumann blickt im Gespräch zurück auf die misslungene Moderne und unsere misslungene Postmoderne. Von Andreas Zielcke, SZ.

6. November 2017,

Gesellschaft und Individuum
Nach dem Muster des Mietkaufs

Wenn ich in Kürze sterben werde“, erklärte Zygmunt Bauman seinem Gegenüber, dem Schweizer Essayisten und Reporter Peter Haffner, „weil ich ein sehr alter Mann bin, werde ich unerfüllt und unglücklich sterben. Weil es eine Frage gibt, mit der ich gerungen habe, um eine überzeugende Antwort zu finden, und mir ist es nicht gelungen. Ich weiß, dass ich die Antwort nicht mehr finden werde, ich habe keine Zeit mehr. Die Frage ist sehr simpel: Wie macht man die Welt frisch? Diese Frage stammt aus der Bibel, dem Neuen Testament. ‚Seht, ich mache alles neu‘, wird Jesus in der Offenbarung des Johannes zitiert. Es ist die Frage, wie man Worte in Taten verwandelt.“

 

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