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Kaj Munks Drama „Das Wort“ soeben in deutscher Übersetzung erschienen. Von Okko Herlyn

08/2016

Es gehört offenbar zur spezifisch deutschen Provinzialität, dass künstlerische Werke anderer Länder und Kulturkreise hierzulande manchmal nur wenig Beachtung finden. Anders lässt sich wohl nicht erklären, dass etwa das dramatische Werk des dänischen Theologen und Dichters Kaj Munk in unseren Breitengraden bislang so gut wie unbekannt geblieben ist.

Munk (1898 – 1944), als Frühwaise in einem eher pietistisch-erwecklichen Milieu auf der Insel Lolland groß geworden, kommt schon in jungen Jahren mit den Gedanken Nicolaj Grundtvigs, des theologischen Begründers der dänischen Volkskirche, in Berührung. Er studiert Theologie und wird alsbald Pfarrer in Vedersø, einem kleinen Dorf an der jütländischen Küste…

Es ist das große Verdienst von Paul Gerhard Schoenborn, der sich seit vielen Jahren für ein angemessenes Gedächtnis des Theologen, Dichters und Widerstandskämpfers Kaj Munk engagiert, dass er nun eines seiner wichtigsten Schauspiele ins Deutsche übersetzt hat. Dabei gelingt es ihm, Munks eindringliche, ursprünglich eher spröde, ja kantige Sprache zu erhalten und so authentisch über die Bühne zu bringen… Mehr dazu.