Was bleibt von der Lutherdekade hängen?

12.10.2017 Deutschlandfunk

Stefan Fries befragt Hannes Leitlein, Redakteur bei Christ und Welt, zum Reformationsjahr. Die Kirche hatte große Erwartungen an das Jubiläum. Sie können nicht erreicht werden.

Luther und der Thesenanschlag ist ein bekanntes Symbol. Doch nach einer ganzen Lutherdekade setzt sich der Überdruss ein. Der Kirche ist es vor allem nicht gelungen über die Historie hinaus Interesse zu wecken.

Lesen Sie hier das Interview.

Ein Gedanke zu „Was bleibt von der Lutherdekade hängen?

  1. Volker Bethge, Pastor in Lübeck

    Den Leuten auf‘s Maul schauen. Es ist interessant, dass da vor allem die Digitalisierung einfällt. Klar, es ist ein Problem der Kirchen, dass sie sich dem öffentlichen Diskurs verweigern. Einschließlich der modernen Medien. Die eigentlichen Probleme liegen aber in der inhaltlichen Profilierung, bzw. in deren Nichterkennbarkeit: wofür steht Kirche , wofür setzt sie ihre Mittel ein? Und besonders: mit welchen Strukturen will sie den massiven gesellschaftlichen Umbrüchen und Verwerfungen in die Zukunft hinein begegnen. Seit langem hat man ihre „häretischen Strukturen“ diagnostiziert. Es geht ja nicht nur um das kulturelle Erbe der Reformation. Es geht darum, mit neuen „Kirchenordnungen“ auf neue inhaltliche Herausforderungen zu antworten. Zentral wird es dafür sein, veränderte Strukturen der Nähe zu den Menschen und den zu finden und sich in den modernen Netzwerken zu vernetzen, die für die längst erkannten Schwerpunkte stehen: Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung.

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