Erzbistum Köln: „Die Briefkastenfirma des Erzbistums“

Am 13.02.14 erschien in der ZEIT ein mehrseitiges Dossier über Finanzen, Investitionsstrategien, Macht und – Machenschaften im Erzbistum Köln. Titel: Der Geldsegen. Die Zusammenfassung: „Unter Erzbischof Joachim Meisner, der nun in Ruhestand geht, mehrte das Bistum Köln sein Vermögen mit fragwürdigen Investments. Bei den Bedürftigen wurde dagegen gespart.“  Zum Dossier.

Das Thema wird in der Presselandschaft aufgenommen, u.a. im Bonner Generalanzeiger: Die Briefkastenfirma des Erzbistums

Von Delphine Sachsenröder
KÖLN.  Das Erzbistum Köln besitzt eine niederländische Briefkastenfirma. Diese Konstruktion hat dem Bistum geholfen, Steuern beim Kauf der Immobilie für das Domforum im Jahr 1991 zu sparen.
Niederländische Besitzgesellschaft: Die Briefkastenfirma des Erzbistums

Das Erzbistum legt sein Geld unter anderem in Kaufhausimmobilien in besten Innenstadtlagen an, aber auch in Aktienfonds; so gehört etwa das ehemalige Bonner Bouvier-Haus einer kirchlich getragenen Immobiliengesellschaft. Immer wieder wird kritisiert, das Erzbistum spare an sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, während auf der anderen Seite der Gewinn maximiert werde. Mehr dazu.

13. Februar 2014, Die Stellungnahme des Erzbistums Köln zum Dossier:

– Für alle Anlagen des Erzbistums Köln bestehen seit vielen Jahren eindeutige ethische Vorgaben. Wie im „Die Zeit“-Artikel („Geldsegen“, „Die Zeit“ vom 13. Februar 2014) angegeben, entsprach der Warburg-Fonds der Pax Bank fälschlicherweise und kurzzeitig nicht diesen Vorgaben. Dieser Fehler wurde behoben. Es gibt umfangreiche Mechanismen, die solche Fehler nach menschlichem Ermessen zukünftig auszuschließen. Das eingesetzte Kapital dient unter anderem als Rücklage für Pensionen und selbstverständlich fließen alle Erlöse in den Wirtschaftsplan des Erzbistums Köln ein und dienen damit den Mitarbeitern und Menschen vor Ort…

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