Kosten von Fusionen am Beispiel des Pfarrvereins Thüringen

Das notorische Argument pro Fusionen lautet: Einsparung von Kosten. Allerdings wird das von Seiten der Leitungen weder rechnerisch noch empirisch belegt. Das ist wohl in der Regel auch nicht möglich. Die EKHN hat das jüngst eingeräumt. Wir bemühen uns immer wieder, dies empirischen zu belegen. Heute ein Beispiel aus einem Teilbereich der Kirche, des Pfarrvereins Thüringen. Es geht dabei nicht um die (geringen) Summen, sondern um das Prinzip. Und die Erkenntnis: Fusionen sind ökonomisch nicht zu begründen:

„Nachdenklich machen uns die Kosten, die durch die neue Pfarrvertretung (für Thüringen und Kirchenprovinz Sachsen, Anm. d. Red.) entstehen. Bisher hat das in Thüringen im Wesentlichen der Verein getragen. Die Wege waren vergleichsweise kurz, die nötigen Beratungen Bestandteil unserer Vorstandssitzungen. Lediglich eine Aufstockung der für soziale Aufgaben des Vereins gezahlten Summe um 5000 € pro Jahr hat es gegeben, um die halbe Sekretärinnenstelle mit zu finanzieren. Diese Summe ist auch 2011 noch einmal aus Versehen, aber nach unserer Auffassung durchaus zu Recht, gezahlt worden, denn weil die halbe Stelle zu meiner Entlastung nicht bereitgestellt wurde, hat Frau Tomschke-März in den letzten Monaten noch weit mehr für die Pfarrvertretung arbeiten müssen als bisher. Dafür sei ihr an dieser Stelle herzlich gedankt. Den heftig vorgetragenen Rückforderungswünschen hat der Vereinsvorstand folglich nicht entsprechen können und wollen. Zukünftig werden werden wohl jährliche Aufwendungen von mindestens 45.000 € zu erwarten sein. Die Fusionsrechnung 1+1=1,5 dürfte hier wohl in den Geruch von Propaganda geraten und einer kleinen Korrektur bedürfen: 1+1=9!“ . Vorstandsbericht 2011

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