Archiv der Kategorie:
Ökumene

EKiR: (neue) Ökumene als Bußübung: „… dass unser ganzes Leben eine Buße sein soll“…

22.11.17

Ein ökumenisches Wegzeichen des Bistums Trier
und der Evangelischen Kirche im Rheinland
aus Anlass des Reformationsgedenkens 2017

Das Anliegen der Reformation des 16. Jahrhunderts
und die Feierlichkeiten des Reformationsfestes 2017
erinnern alle christlichen Kirchen daran, dass Buße, Umkehr
zu Jesus Christus und die Erneuerung durch sein
Evangelium, eine bleibende Aufgabe aller Kirchen ist.
Wir bekräftigen, uns auch weiterhin regelmäßig über
die Reformprozesse in unseren Kirchen auszutauschen,
dabei noch mehr voneinander zu lernen und auch die
Erfahrungen der Gemeinden in den Mitgliedskirchen
der ACK einzubeziehen und zu würdigen.
Wir vereinbaren, einander darin zu helfen, wieder neu
im Glauben auskunfts- und sprachfähig zu werden. …

Mehr dazu.

dazu passend: Themenpaket der EKiR zur Wallfahrt „Heiliger Rock“

Ökumenisches Lernen – ein aktuelles Erbe von Ernst Lange und Paulo Freire

Korrespondenzblatt Bayern, 01/2018

Von Wolfgang Döbrich

…Wie kann eine Moral entwickelt
werden, die den universalen Aufgaben
von heute gerecht werden
kann? Das Gewissen der Menschen
ist immer noch auf die kleine Welt
ausgerichtet, die der Mensch unmittelbar
erfährt in der Nachbarschaft,
Region oder vielleicht noch
in der Nation. In Genf konnte Lange
für ein ökumenisches, ein globales
Bewusstsein arbeiten. „Die Menschen
sollen über ihre Grenzen
hinaussehen, hinausfühlen, hinausleben
lernen. Sie sollen auf ihre
Feindbilder verzichten. Das Fremde
soll nicht mehr fremd sein für
sie. Veränderung soll gesegnet und
nicht mehr gescheut oder gar verflucht
werden.“4

Mehr dazu vgl. S. 10ff.

Das Ringen zwischen Iranern und Saudi-Arabern mischt den Palästinakonflikt auf. Es könnte die Zweistaatenlösung kippen. Von Joschka Fischer, SZ.

27. Dezember 2017


Nie waren die Konfliktparteien dem Frieden so nahe wie zwischen der Unterzeichnung der beiden Oslo-Vereinbarungen 1993 und 1995 und der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin am 4. November 1995. In beiden Vereinbarungen blieb allerdings der Status von Jerusalem offen, weil dieser Punkt zu heikel und kompliziert zu sein schien. Er sollte daher erst in späteren Verhandlungen gelöst werden…

Zwar sprechen Diplomaten nach wie vor vom Nahost-Friedensprozess. Doch über die Jahre hinweg gab es kaum mehr Fortschritte, sodass sich weder Frieden noch ein Prozess finden ließen. Die einzig theoretisch denkbare Lösung, die den Interessen beider Nationen entsprechen würde – nämlich zwei Staaten – wird mit dem Ablauf der Zeit und dem Ausbau der israelischen Siedlungen im Westjordanland immer unrealistischer. Die einseitige Festlegung der USA in der Jerusalemfrage könnte diesen Glaubwürdigkeitsverlust so verstärkt haben, dass damit das Ende der Zweistaatenlösung faktisch besiegelt ist.

Ob diese Entwicklung im Interesse Israels liegt, muss mit guten Gründen bezweifelt werden. ..

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Ist der Protestantismus am Ende? Eine nach-trägliche Notiz zum Reformationsjubiläum. Von Andreas Mertin.

12/2017


Die ökumenische Sorge bei den Reformationsfeierlichkeiten hätte also nicht lauten dürfen, wie schnell feiern wir das gemeinsame Abendmahl oder wann feiern wir endlich das Fest der Einheit, sondern, welche gegenseitigen Impulse gibt es und welche Infragestellungen sind noch nicht beantwortet bzw. abgearbeitet? Und da wäre viel zu nennen. Insbesondere in Sachen interreligiöse Gespräche mit dem Islam empfinde ich den Katholizismus als weit über protestantische Initiativen hinaus.[4] Auch in vielen Fragen der Sozialethik finde ich den Katholizismus oftmals fortschrittlicher. In Sachen der Verurteilung von Genderforschung ist er dagegen nahezu mittelalterlich, geradezu vorreflexiv – zumindest in den offiziellen kirchlichen Verlautbarungen.[5] …

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„Der israelische Staat raubt ihnen ihre Identität“. Die israelische Autorin Lizzie Doron, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen in ihrem Land, kennt die bedrückende Realität der Palästinenser im Ostteil der Stadt.

7. Dezember 2017, SZ

Interview von Thorsten Schmitz


SZ: Haben Sie inzwischen einen israelischen Verlag gefunden, der Ihr Buch „Sweet Occupation“ druckt?

Lizzie Doron: Nein, man druckt mich in Israel nicht, weil mein Thema jetzt nicht mehr der Holocaust ist, sondern die Geschichte unseres Feindes, der Palästinenser. Wer aber, wie ich, die Perspektive wechselt und anstatt über jüdische Narrative zu schreiben, die Geschichte der Palästinenser erzählt, der gilt als Verräter…

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Die Raketenwarnung kommt per SMS. Von Elisa Rheinheimer-Chabbi, Publik-Forum

02.12.2017

Siebenhundert Meter sind es vom israelischen Grenzübergang Erez rüber nach Gaza. Nachdem wir die Sicherheitskontrollen in dem flughafenähnlichen Terminal passiert haben, laufen wir zu Fuß durch einen siebenhundert Meter langen Gang, umgeben von Gitterstäben und Draht und Niemandsland. Über uns fliegt eine Drohne …

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Öffentliches Bekenntnis statt versöhnter Verschiedenheit. Kardinal Woelki zum Stand der Ökumene.

25.09.2017, domradio

Kardinal Woelki zum Stand der Ökumene

Der Kölner Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki, zieht zum Ende des Reformationsjahres eine kritische Bilanz des ökumenischen Verhältnisses zwischen evangelischer und katholischer Kirche in Deutschland.

 

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Ökumenischer Brief an die Gemeinden des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bischofs von Aachen

09/2017


Wir wollen die Feier eines ökumenischen „Christusfestes“ zum Reformationsjubiläum
2017 zum Anlass nehmen, angesichts großer gesellschaftlicher und
kirchlicher Umbrüche zu einer weiteren Vertiefung der ökumenischen Zusammenarbeit
zu ermutigen. Sie ist grundgelegt in der einen Taufe, deren zentrale
Bedeutung als Band der Einheit mit der gemeinsamen „Vereinbarung zur gegenseitigen
Anerkennung der Taufe“ zwischen den katholischen Bistümern
in NRW und der Evangelischen Kirche im Rheinland (26. März 1996) und der
Magdeburger Tauferklärung von elf Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft
Christlicher Kirchen ACK Deutschland (29. April 2007) bekräftigt wurde….

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„Die israelische Gesellschaft ist krank“. Avraham Burg über Erinnerungskultur in Israel und die Rolle der Geschichte in der heutigen Politik.

29.08.2017

Avraham Burg ist israelischer Schriftsteller und ehemaliger Politiker. 2007 veröffentlichte er sein kontroverses Buch Hitler besiegen: Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss, in dem er schrieb, das Erbe des Holocaust sei fehlinterpretiert und manipuliert worden. Karl Gärber sprach mit ihm über den Einfluss des Buches und über die Rolle der Geschichte in der heutigen Politik.

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