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Bern: Der Nuntius Erzbischof Thomas Gullickson im Zwielicht.

Von Erwin Koller, 05.01.2016
Erzbischof Thomas Gullickson
Der neue Botschafter des Vatikans in Bern entpuppt sich als Traditionalist und Verfechter eines totalitären Katholizismus. Für die Katholiken in der Schweiz eine Hypothek.


Aufhorchen lässt Gullicksons Behauptung in der NZZ vom 24. Dezember 2015: «Vielleicht haben die Traditionalisten das Zweite Vatikanische Konzil richtig verstanden.» Und ebenso, dass er auf Twitter eine Empfehlung abgibt für die Lektüre des antimodernistischen Standardwerkes «Liberalismus ist Sünde», das der spanische Priester Félix Sardá y Salvany 1884 verfasst hat….

In seiner Einleitung beschwört Félix Sardá y Salvany mit Berufung auf die Kirchengeschichte schon fast in IS-Manier einen kriegerischen Katholizismus im Kampf gegen teuflische Mächte…
Félix Sardá y Salvany hat freilich einen überragenden Kronzeugen für seine Sicht der Dinge. Es ist Pius IX., ein Reaktionär auf dem Stuhl Petri von 1846 bis 1878….

Seinen Höhepunkt erreichte der Integralismus unter Pius X., der 1910 von jedem, der in der Kirche Verantwortung trug, den «Anti-Modernisten-Eid» abverlangte (die Vorschrift galt bis 1967)… Der Nestor der katholischen Soziallehre, Oswald von Nell-Breuning (1890–1991), nannte dies einen «religiösen Totalitarismus»…. Zum Artikel.

Entführung im Namen der Kirche

8.11.2015 Deutschlandradio Kultur

1858 lässt Papst Pius IX einen jüdischen Knaben durch die Polizei entführen. Eine Bedienstete hatte ihn vorher ohne Einwilligung seiner Eltern notgetauft.

Für das Seelenheil des Jungen war es nach der Ansicht des Papstes notwendig, das er katholisch erzogen wird.

Lesen Sie hier die Geschichte der Entführung.