Archiv der Kategorie:
Theologie und Kirchengeschichte

70 Jahre Darmstädter Wort: Irrwege der Kirche und des deutschen Volkes. Von Martin Stöhr

01/2018, Junge Kirc he 04/17

…Ihr Grundgesetz ist die Barmer Theologische
Erklärung von 1934. Sie bekennt, nur Jesus Christus
als die einzige Stimme Gottes zu hören und nur ihr
zu gehorchen. Also nicht jenen Führern und Kommandos,
denen sich zu unterwerfen Partei und
Staat verlangen. Diese völkischen Götzen werden in
Barmen als „Ereignisse und Mächte, Gestalten und
Wahrheiten“ genannt: Barmen 1934 und Darmstadt
1947 nennen sie falsche „gottlose Bindungen“.
Sechs Irrwege der Kirche und der Gesellschaft:

1. Ein deutscher Sonderweg der Selbstüberschätzung
versteht sich als Modell für andere. Die
Interessen und die Macht der eigenen „Nation“
werden zur letzten Instanz des politischen und
ökonomischen Handelns, setzen sich gewissermaßen
auf den „Thron Gottes“.
2. Eine Vorliebe für einen „starken Staat“ und
„militärische Machtentfaltung“ fördert…

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„Lächelnd scheidet der Despot“. Kritische, ironische und komische Salomobilder in moderner Lyrik. Hrsg. Prof. Susanne Gillmayr-Bucher

01/2018

Susanne Gillmayr-Bucher
Professorin für Alttestamentliche Bibelwissenschaft
Katholische Privatuniversität Linz

„Lächelnd scheidet der Despot,
Denn er weiß, nach seinem Tod
Wechselt Willkür nur die Hände,
Und die Knechtschaft hat kein Ende.“

Abstract
Modern lyrical portraits of Solomon continue and expand the critical and humorous aspects of king
Solomon, that are already established in the Bible. Reconstructing Solomon, these poems attribute
quite different characteristics to the biblical king that may present him as a ruthless tyrant, a witty
king, a superficial or simple-minded monarch. The deconstruction of the legendary biblical king
goes hand in hand with a humorous but often often severe criticism of contemporary social and
political conditions. In this way, Solomon is used to create a (distorting) reflection of present-day
society and culture.*..

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Martin Luther King. Promote non-violence, nuclear disarmament and the abolition of war.

Published by David Krieger at January 12, 2017

Martin Luther King, Jr. was one of the world’s great peace leaders. Like Gandhi before him, he was a firm advocate of nonviolence. In 1955, at the age of 26, he became the leader of the Montgomery bus boycott and two years later he was elected the leader of the Southern Christian Leadership Conference. Within a decade he would receive the Nobel Peace Prize at the age of 35. It came two years after he witnessed the terrifying prospects of nuclear war during the 1962 Cuban Missile Crisis…

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Martin Luther King Jr Day – Promote non-violence, nuclear disarmament and the abolition of war
January 15

I refuse to accept the cynical notion that nation after nation must spiral down a militaristic stairway into the hell of nuclear annihilation… I believe that even amid today’s mortar bursts and whining bullets, there is still hope for a brighter tomorrow… I still believe that one day mankind will bow before the altars of God and be crowned triumphant over war and bloodshed.
—Martin Luther King, Jr., Address in Acceptance of Nobel Peace Prize, 10 December 1964 …

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Buchbesprechung: Martin Arnold: Der Kirchenkreis Eschwege und der Nationalsozialismus. Einverständnis und Konfliktlinien zwischen Kirche, NSDAP und Staat. von Gernot Gerlach

01/2018, Hess. Pfarrerblatt 6/2017

 

…Große Aufmerksamkeit weckt das vierte Kapitel
„Blinde Flecken der Kirche“ (49-62). Die
entscheidenden Themen der nationalsozialistischen,
rassistischen, menschenverachtenden,
kriegsorientierten Diktatur werden mit dem
regionalen Bezug bearbeitet: Verfolgung und
Ermordung der Juden, Euthanasie und der
Angriffskrieg. „Aus Eschwege sind schon seit
März 1933 Übergriffe gegen Juden bekannt“
(50). Konkrete Hinweise zu Diskriminierungen
mit Bezug auf die Unrechts-Gesetzgebung
werden aufgeführt. Martin Arnold untersucht
nach den Pogromen vom 8. (!) November 1938
die Reaktion der Kirche bei dem am 16. November
stattfindenden Buß- und Bettag. Er
entdeckt „keine Spur einer Andeutung“ (53)
zu einer theologisch differenzierten Reaktion.
Zur großen Überraschung des Lesers zitiert er
eine Besinnung, die an jenem Tag zur Sprache
kam, in der es heißt: „[…] welch ‚gutes Regiment‘
im Sinne Luthers doch heute besteht…
Und sein Gebet verband mit dem Danke hier
für die Bitte an den Allmächtigen, dem Wirken
des Führers auch künftig den Segen zuteil
werden zu lassen, den er ihn bis heute in
so überreichlichem Maße zuteil werden ließ“
(53).
Ein Verweis auf die theologische Haltung
von Kreispfarrer Hermann Wepler (vgl. 51)
lässt erahnen, wie im Kirchenkreis theologisch
– oder besser nicht – gearbeitet wurde. Allerdings
können drei Pfarrer als Ausnahmen hervorgehoben
werden. …

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Eine Sau als Schande für die Kirche. In Stein gehauener Judenhass: Wie umgehen mit der so genannten Judensau? Thomas Klatt

06.01.18, zeitzeichen

Der EKD-Kulturbeauftragte Johann Hinrich Claussen wünscht sich beim Thema Judensau, dass die Kirche mit der jüdischen Gemeinde am Ort in einem guten und fortwährenden Gespräch ist. Solche Darstellungen seien kein rein innerchristliches Problem, sondern eine Angelegenheit der ganzen Gesellschaft. „Ich fände es interessant, wenn sich tatsächlich die Gremien der Stadt oder des Gemeinwesens damit befassen. Und ich fände es dann auch wichtig, jüdische Stimmen zu haben: also Stadt, Denkmalschutz, Verwaltung, Politik, Kirche und jüdische Gesprächspartner, das wär’s“, meint Claussen….

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Peter Frankopan: Der erste Kreuzzug. Buchbesprechung. „Altersfreigabe nötig“

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.12.2017

Als „brutalst“ bezeichnet Rudolf Neumaier das Buch des britischen Historikers und Byzantinisten Peter Frankopan. Wie der Autor die Geschichte der Kreuzzüge neu aufrollt, von Byzanz her nämlich, nicht von Rom, scheint ihm eine Altersfreigabe nötig zu haben.

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Über Martin Niemöller, Leserbrief von Prof. Martin Stöhr

Hess. Pfarerblatt 6/2017

 

Martin Niemöller predigt in seiner Zeit als
Kirchenpräsident der EKHN an jedem Sonntag;
er tauft, traut und beerdigt, er war und
blieb Pfarrer. Eine Einladung und sein voller
Terminkalender bestimmen wo, nicht aber
Kleinheit oder Größe der besuchten Gemeinde.

Das gilt auch für seine Auslandsaufenthalte,
die ihn nach 1945, addiert man die Tage, viele
Monate in westliche Länder sowie 8 Tage in
die Sowjetunion führen…

vgl. LESERBRIEF, S. 179

Anmerkungen zur Geschichte der deutschen evangelischen Pfarrervereine 1933-1946: Unerschütterliche Treue zu Volk und Vaterland?

11/2017, Deutsches Pfarrerblatt

Von: Peter Gbiorczyk

Die Geschichte des Verbandes der – wie es damals hieß – deutschen evangelischen Pfarrervereine in den Jahren 1933-1945 ist politisch stark belastet. Der Verband stellte im Blick auf den Widerstand gegen den Nationalsozialismus kein leuchtendes Beispiel dar – im Gegenteil. Peter Gbiorczyk fördert historisches Material zutage und fordert die angemessene historische Aufarbeitung dieser Phase aus der Geschichte des Verbandes.1

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Heinrich Böll als Katholik: “Nicht versöhnt”. Zum 100. Geburtstag des Dichters.

13. NOVEMBER 2017, Ein Hinweis von Christian Modehn.

…Aktuell und wichtig ist Bölls tief greifende Kirchenkritik bis heute: Insgesamt herrscht in der katholischen Kirche ein administrativer Umgang mit den Sakramenten vor, man denke an die Debatten um Mischehen und Wiederverheiratet Geschiedene, diese Themen, die angesichts des Zustands dieser Welt heute geradezu absurd und lächerlich erscheinen….

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Die liberale Theologie führt die Kirchen aus dem Getto. Drei Fragen an Prof. Wilhelm Gräb, Berlin

GESCHRIEBEN AM 12. NOVEMBER 2017 VON CM

Die Fragen stellte Christian Modehn

Ich möchte provozierend fragen: Hätte das Reformationsgedenken die liberale Theologie thematisiert, wäre vielleicht die Idee einer Zweiten Reformation deutlich geworden?

…Wovon liberale Theologie ausgeht, ist, dass Menschen grundsätzlich leben wollen, und sie wollen, dass ihr Leben gelingt. Liberale Theologie tritt deshalb energisch für die Beseitigung von Lebensumständen ein, durch die Menschen daran gehindert werden, sich selbstbestimmt entfalten und ein Leben in Würde und Freiheit führen zu können. Die Menschenrechte und die in sie eingeschriebene Religionsfreiheit sind ihr Credo. Ihre Leitfrage ist nicht mehr die nach dem gnädigen Gott, sondern die nach echtem, befreitem Leben….

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