Archiv der Kategorie:
Nachkriegszeit (50iger-60iger Jahre)

70 Jahre Darmstädter Wort: Irrwege der Kirche und des deutschen Volkes. Von Martin Stöhr

01/2018, Junge Kirc he 04/17

…Ihr Grundgesetz ist die Barmer Theologische
Erklärung von 1934. Sie bekennt, nur Jesus Christus
als die einzige Stimme Gottes zu hören und nur ihr
zu gehorchen. Also nicht jenen Führern und Kommandos,
denen sich zu unterwerfen Partei und
Staat verlangen. Diese völkischen Götzen werden in
Barmen als „Ereignisse und Mächte, Gestalten und
Wahrheiten“ genannt: Barmen 1934 und Darmstadt
1947 nennen sie falsche „gottlose Bindungen“.
Sechs Irrwege der Kirche und der Gesellschaft:

1. Ein deutscher Sonderweg der Selbstüberschätzung
versteht sich als Modell für andere. Die
Interessen und die Macht der eigenen „Nation“
werden zur letzten Instanz des politischen und
ökonomischen Handelns, setzen sich gewissermaßen
auf den „Thron Gottes“.
2. Eine Vorliebe für einen „starken Staat“ und
„militärische Machtentfaltung“ fördert…

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Martin Luther King. Promote non-violence, nuclear disarmament and the abolition of war.

Published by David Krieger at January 12, 2017

Martin Luther King, Jr. was one of the world’s great peace leaders. Like Gandhi before him, he was a firm advocate of nonviolence. In 1955, at the age of 26, he became the leader of the Montgomery bus boycott and two years later he was elected the leader of the Southern Christian Leadership Conference. Within a decade he would receive the Nobel Peace Prize at the age of 35. It came two years after he witnessed the terrifying prospects of nuclear war during the 1962 Cuban Missile Crisis…

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Martin Luther King Jr Day – Promote non-violence, nuclear disarmament and the abolition of war
January 15

I refuse to accept the cynical notion that nation after nation must spiral down a militaristic stairway into the hell of nuclear annihilation… I believe that even amid today’s mortar bursts and whining bullets, there is still hope for a brighter tomorrow… I still believe that one day mankind will bow before the altars of God and be crowned triumphant over war and bloodshed.
—Martin Luther King, Jr., Address in Acceptance of Nobel Peace Prize, 10 December 1964 …

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Über Martin Niemöller, Leserbrief von Prof. Martin Stöhr

Hess. Pfarerblatt 6/2017

 

Martin Niemöller predigt in seiner Zeit als
Kirchenpräsident der EKHN an jedem Sonntag;
er tauft, traut und beerdigt, er war und
blieb Pfarrer. Eine Einladung und sein voller
Terminkalender bestimmen wo, nicht aber
Kleinheit oder Größe der besuchten Gemeinde.

Das gilt auch für seine Auslandsaufenthalte,
die ihn nach 1945, addiert man die Tage, viele
Monate in westliche Länder sowie 8 Tage in
die Sowjetunion führen…

vgl. LESERBRIEF, S. 179

Heinrich Böll als Katholik: “Nicht versöhnt”. Zum 100. Geburtstag des Dichters.

13. NOVEMBER 2017, Ein Hinweis von Christian Modehn.

…Aktuell und wichtig ist Bölls tief greifende Kirchenkritik bis heute: Insgesamt herrscht in der katholischen Kirche ein administrativer Umgang mit den Sakramenten vor, man denke an die Debatten um Mischehen und Wiederverheiratet Geschiedene, diese Themen, die angesichts des Zustands dieser Welt heute geradezu absurd und lächerlich erscheinen….

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Evangelische Kirche feiert 70. Jahrestag des „Darmstädter Worts“: Ein „Manifest der Erneuerung“

19.08.2017
DARMSTADT – Orientierungshilfen für kirchliches Handeln in der Nachkriegszeit soll das „Darmstädter Wort“ geben, das der Bruderrat der Evangelischen Kirche in Deutschland am 8. August 1947 im Diakonissenhaus des Elisabethenstiftes verfasst hat. Im Rückblick auf die Nazizeit heißt es darin: „Wir sind in die Irre gegangen in unserem politischen Wollen und Handeln“. Diese Irrwege werden präzise und selbstkritisch benannt. Eine treibende Kraft bei der Formulierung des „Manifestes der moralischen Erneuerung“ war Martin Niemöller, der erste Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)…

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70 Jahre Darmstädter Wort. Dem Evangelium verpflichtet. Von Präses Rekowski.

08/2017

Vor 70 Jahren, am 8. August 1947, verabschiedete der Bruderrat der EKD das „Darmstädter Wort“. Es bekennt das Versagen der evangelischen Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus und formuliert Grundsätze für eine Entwicklung von Kirche und Gesellschaft. Präses Manfred Rekowski über die bleibende Bedeutung dieser Erklärung.

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Markstein für ein neues Denken. Dekanat feiert 70. Jahrestag des Darmstädter Worts.

25.07.17/ Von Daniel Baczyk, Darmstädter Echo

 
DARMSTADT – Die Tinte auf der Kapitulationserklärung war noch nicht trocken, die Trümmerwüsten der deutschen Städte rauchten noch, da verkündete der württembergische evangelische Landesbischof am 10. Mai 1945 in Stuttgart einer dankbar lauschenden Menschenmenge: „Das Herz des deutschen Volkes schlug für den Frieden, der Krieg war ein Parteikrieg. Eben deshalb sollte man nicht das ganze deutsche Volk als verantwortlich für die Gewalt- und Schreckensmethoden eines Systems ansehen, das von einer weit überwiegenden Mehrheit innerlich abgelehnt worden ist.“…

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Anm. F.S.: Das Ev. Dekanat Darmstadt-Stadt also feiert das „Darmstädter Wort“. Seit der Einführung der Reformation in Hessen (und ergo auch in Darmstadt) ist das Darmstädter Wort das bedeutendste kirchengeschichtliche Ereignis, das mit der Stadt und gleichermaßen der Landeskirche verbunden ist. Martin Niemöller war wohl der Initiator, der die Granden unter den Nachkriegstheologen nach Darmstadt holte: Karl Barth und Hans-Joachim Iwand. Das von ihnen wesentlich entworfene Wort wurde dann am 08. August 1947 vom Bruderrat der Bekennenden Kirche veröffentlicht. So viel Erneuerung, so viel Erkenntnis aus der Geschichte, so viel Bekenntnis des eigenen Versagens traute sich die EKD allerdings nicht zu. Genauso wenig wie sich die heutige EKHN zutraut, eine entsprechende Gedenkveranstaltung auf Landeskirchenebene auszurichten. Kirchenpräsident Jung ist eben nicht Niemöller.

Die Braunschweiger Landeskirche in den 70er Jahren: Der Grundsatzstreit: Wie ist die Bibel zu lesen und zu verstehen?

05/2017

Kapitel 5

Die lesende Gemeinde. Der Grundsatzstreit: Wie ist die Bibel zu lesen und zu verstehen? 1

Die kritische Theologie dringt in die Gemeinden / Die Gegenbewegung / Die Braunschweiger Thesen zu Bibel und Bekenntnis März 1966 / Innerkirchliche Reaktionen auf die Braunschweiger Thesen / Die öffentliche Diskussion / Die theologisch bewegte Landeskirche / Dem Bruch entgegen / Heintzes Vortrag über „Gottes Wort in Menschenmund“ / Das Kranzbacher Bischofsgespräch / Die Landessynode Mai 1967 / Vortrag Heintzes „Was heißt: ich glaube an Jesus Christus?“ / Die Artikelserie von Eberhard Fincke „Jesus ist anders.“

Wie die Bibel zu lesen und zu verstehen sei, war in der Braunschweigischen Landeskirche seit langem geklärt: die einen so, die andern anders. Der eine wörtlich, der andere mehr liberal; aus der Bibel könne man alles herauslesen, meinte der Volksmund. Man lebte und predigte Unterschiedliches, aber nebeneinander her, ohne sich zu verketzern. Man hatte eine Bibel im Haus, aber im Konfirmandenunterricht zum letzten Mal benutzt, wenn überhaupt. Passende Bibelsprüche hatte man auswendig gelernt und brauchte nicht nachzuschlagen. „Der Herr ist mein Hirte“, zum Beispiel. Dieser gemütliche und unangefochtene volkskirchliche Zustand änderte sich in den 60er Jahren….

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