Archiv der Kategorie:
Information und Manipulation

Aufklärung und Wendung im Fall Skripal ?

Am 30.05.2018 veröffentlicht

Vermutlich ungewollt hat eine BBC Dokumentation auf weitere Ungereimtheiten im Fall Skripal hingewiesen. Für die Dokumentation hatte der Sender Zugang zu den Ärzten, die die Skripals behandelt haben. Nach Aussagen der Mediziner gab es während der ersten beiden Tage den Verdacht, die Skripals litten an einer Fentanyl Vergiftung. Dementsprechend seien sie auch behandelt worden. Zudem gab es im Krankenhaus keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen, wie sie bei einem chemischen Kampfstoff zwingend notwendig gewesen wären. Dennoch haben nicht nur die Skripals überlebt, auch das Personal wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ein sehr abwegiges Szenario…

 

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Seit Wochen kommentiert der frühere britische Botschafter Craig Murray mit Geduld und Sachkunde den „Fall Skripal“: Da fällt dir nix mehr ein.

PUBLISHED ON 9. April 2018

Seit Wochen kommentiert der frühere britische Botschafter Craig Murray mit Geduld und Sachkunde den „Fall Skripal“. Nun ist auch er mit seinem Latein am Ende. Auf seinem Blog hat er gestern folgenden satirischen Text veröffentlicht:

Da fällt dir nix mehr ein …

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Biedere Barbaren. Von Prof. Konrad Paul Liessmann, NZZ.

8.2.2018, NZZ, von Konrad Paul Liessmann, Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien.

Die Barbaren sind mitten unter uns. Unter dem Vorwand, gegen Sexismus und Rassismus zu kämpfen, übermalen sie Gedichte, lassen Bilder aus Museen verschwinden, retuschieren Filme, boykottieren Konzerte…

 


Hinter der Kritik an angeblich moralisch zweifelhafter Kunst verbirgt sich neben vielem anderem auch eine veritable Kunstfeindschaft, der Hass auf ein Schönes, das sich einfachen Kategorisierungen und Zuordnungen entzieht. Die neuen Kunstfeinde möchten in einer Welt leben, in der alles eindeutig, idyllisch, sauber, unbefleckt, vertraglich geregelt, eintönig und irritationsfrei ist. Biedere Barbaren sind hier am Werk, gegen die etwa die Kleinbürger des Biedermeier ästhetisch aufgeschlossene Rebellen gewesen sind…

 

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„Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit“ „Friedenssicherung sollte Aufgabe aller Medien sein“, meint Prof. Ulrich Teusch.

01. Februar 2018

Impulsreferat auf der Tagung „Krieg und Frieden in den Medien“ am 27. Januar 2018 in Kassel (1).

…Gegenwärtig erleben wir eine Konfrontation zwischen einem dominanten, eher affirmativen politik-, staats-, und wirtschaftsnahen Journalismus und einem minoritären, wie auch immer gearteten kritischen Journalismus. Der eine ist bei den etablierten Medien angesiedelt, der andere bei alternativen Medien unterschiedlicher Couleur.

Diese Frontstellung, die zurzeit unvermeidlich ist, würde ich auf längere Sicht gerne auflösen und sie ersetzen durch eine fruchtbare Kombination aus multi-perspektivischem und diskursivem Journalismus. Das wäre der beste journalistische Beitrag zum inneren und äußeren Frieden, und hätten wir in den letzten 20, 30 Jahren diese Art von Journalismus gehabt, sähe es vermutlich nicht nur in diesem Land, sondern in der Welt etwas anders aus….

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„Der Evangelische Pressedienst (epd-Medien) hat die Gremienaufsicht der Sender längst für reformbedürftig erklärt…“

03. Februar 2018

Impulsreferat auf der Tagung „Krieg und Frieden in den Medien“ am 26. Januar 2018 in Kassel. von Daniela Dahn.

 

…Selbst der Evangelische Pressedienst (epd-Medien) hat die Gremienaufsicht der Sender längst für reformbedürftig erklärt. Er empfahl konsequente Politikerferne, mehr Transparenz in der Gremienarbeit, mehr externen Sachverstand und vor allem eine kontinuierliche Programmevaluierung durch die Zivilgesellschaft, z.B. durch Zuschauer oder Media-Watch Organisationen. …

Die Moderation des sogenannten Kanzler-Duells hat demonstriert, dass sich die Fragen und Themen von ARD und ZDF den Privatsendern vollkommen angepasst haben….

Eine Mitgliederbefragung der IG Medien unter Zeitungsjournalisten hat schon vor 15 Jahren ergeben, dass sich drei Viertel der Redakteure Eingriffen von Verlegern und Chefredakteuren ausgesetzt sehen, weit über die Hälfte außerdem aggressiver Einflussnahmen durch Inserenten, Verbände und Politiker….

Man erinnere sich nur an die von Whistleblower Daniel Ellsberg 1971 der Presse übergebenen Pentagon-Papiere, die das ganze Ausmaß an Desinformation offenbarten. Während eigenes Handeln und das der Verbündeten in weichzeichnendes Licht gerückt wird, werden auf der Gegenseite Feindbilder durch Lügen geschärft….

„Es wäre naiv anzunehmen, Indoktrination vertrage sich nicht mit Demokratie. Sie ist vielmehr ein Wesenszug der Demokratie“, beharrt Noam Chomsky und verweist auf die Fabrikation eines Konsenses durch herrschaftsgerechte Propaganda…

Nach einer Untersuchung der Universität Mainz von Ende 2016 sind drei Viertel der Befragten überzeugt, dass die Medien zumindest teilweise über Unerwünschtes nicht berichten. Doch löst dieser Befund die Unruhe aus, die die Kanzlerin angeblich erwartet? Sind staatlich finanzierte Studien zu dieser Demokratie gefährdenden Situation in Auftrag gegeben? Ist externer Sachverstand, wie von der epd gefordert, vielleicht unnötig, weil die diensthabenden Journalisten selbstkritisch mit der Situation umgehen? Weit gefehlt.

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Max Uthoff: Krieg und Frieden in den Medien

02/2018, Tagung „Krieg und Frieden in den Medien“

Medienkritik gibt es seit langem. Mit der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt hat sie drastisch zugenommen. Vor allem in den Sozialen Medien finden sich immer interessantere und tiefergehende Analysen. Dazu kommt das Kabarett – Gutes Kabarett war schon immer politisch, aber Max Uthoff und Claus von Wagner haben ‚Friedenskabarett‘ erfunden; eine neue Form von Pädagogik.
Bei der IALANA Medientagung am 26.01.2018 stellte sich Max Uthoff (Die Anstalt) der Frage: Wie schauen Kabarettisten auf Krieg und Frieden in den Medien?
Die Fragen stellten Daniela Dahn (Journalistin und Autorin) und Peter Becker (IALANA).

 

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NUR DIE „ANGEKLAGTEN“ FEHLEN. Bericht von der IALANA-Tagung „Krieg und Frieden in den Medien“. von Stefan Korinth.

03.02.2018

Die Friedensinitiative „IALANA“ versammelte vom 26. bis 28. Januar in Kassel eine große Zahl von Medienkritikern – darunter zahlreiche Prominente. Medienwissenschaftler, Künstler, Juristen, Historiker, Ex-Politiker und kritische Journalisten debattierten drei Tage lang über den Zustand der heutigen Medienlandschaft. Es ging unter anderem um Kriegspropaganda, Medienkonzentration und Programmbeschwerden. Vertreter des Mainstreams ließen sich trotz Einladung nicht sehen…

Knapp 30 Fachleute, die sich aus verschiedenen beruflichen Perspektiven kritisch mit den deutschen Medien befassen, waren (als Referenten) nach Kassel gekommen. Neben der zentralen Lage sprach für die Stadt auch das Vorhandensein pazifistisch engagierter Kirchenmitglieder, die mit der Juristen-Initiative IALANA und weiteren Gruppen die Tagung organisierten und mit der Jugendkulturkirche den passenden Konferenzort zur Verfügung stellten. An allen Tagen war die Kirche mit mehr als 350 Zuhörern sehr gut gefüllt; die Konferenz bereits Tage im Vorfeld ausverkauft.

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Die dunkle Seite der Wikipedia. Sendung von KenFM

12/2017

556.834 Aufrufe

Die dunkle Seite der Wikipedia.
Ein Film von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer

Download des kompletten Skriptes zum Film unter http://www.terzmagazin.de/terz/film/d…

Seit 2014 wird der Brockhaus, eines der renommiertesten Enzyklopädien der Welt, nicht mehr überarbeitet herausgegeben, also auf Papier gedruckt. Viele werden das gar nicht mitbekommen, denn sie informieren sich längst bei der Konkurrenz: Wikipedia, der größten Online-Enzyklopädie der Welt. Das revolutionäre an Wikipedia gegenüber dem Brockhaus ist die Art und Weise, wie Informationen gesammelt und archiviert werden.

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Ich wüsste gern, von wem wir regiert werden. Birgit Vanderbeke.

18. Juli 2017

…Seit etwa zwanzig Jahren empfinde ich die täglichen Nachrichten und die rituellen politischen Talksendungen als einen Angriff auf meinen Verstand. Beide nehme ich allerdings regelmäßig zur Kenntnis…
Noch einmal: Uns beschäftigt hier nicht die Frage, wie ich das finde, sondern was es bedeutet, dass Privatpersonen ab einer bestimmten Größe ihres Reichtums äußerst wirksam in die globale Geopolitik eingreifen können und die Menschheit auf Gedeih und Verderb davon abhängig ist, dass die Weisheit dieser Personen in halbwegs proportionaler Relation zur Größe ihres Vermögens steht und mit demselben zügig mitwächst…
Nach all diesen Befunden könnte es so aussehen, als wäre ich der Auffassung, wir hätten keine Wahl oder wieder einmal nur die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera.

Aber da hätte man die Rechnung ohne Immanuel Kant gemacht, der den Ausweg gekannt und genannt hat….
Kurz: wir sind in der großartigen Situation, dass wir uns auch heute noch immer unseres Verstandes ohne Leitung eines anderen bedienen könnten. Allerdings sollten wir uns bei der Benutzung unseres Verstandes keinesfalls auf die Hilfe unserer Leitmedien verlassen, deren Aufgabe es im übrigen auch nicht ist, unseren Verstand zu schärfen oder unserer Mündigkeit auf die Sprünge zu helfen, sondern Inserenten zu werben, die uns zum Kauf ihrer Suppe überreden wollen, also müssen sie uns logischerweise so verblöden, dass wir nicht mehr wissen, was man mit Wasser alles kochen kann. …
Aufklärung, dieser Ausweg aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, ist – genau, wie Immanuel Kant es gesagt hat – selbstverständlich eine Frage „der Entschließung und des Mutes“.

Das ist nicht erst seit gestern so. Vor uns gab es auch schon Menschen.

Bei Seneca könnte man zum Beispiel lesen:

„Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig.“

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Google und Facebook halten sich für Gott

2.7.2016 Süddeutsche Zeitung

Google und Facebook leben in digitalen Allmachtsfantasien. Theologin Julia Haberer kritisiert die Größen des Internets. Sie verhalten sich wie die Kirche im Mittelalter. Sie wollen alles wissen, alles bestimmen und schotten sich vor Blicken von außen ab. Die protestantische Theologie bietet daher eine gute Grundlage um sich mit den Allmachtsfantasien kritisch zu beschäftigen.

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