Kommentare zur Online-Petition des Wormser Wortes

Seit 29.12.14 steht das Wormser Wort als Online-Petition im Netz. An dieser Stelle veröffentlichen wir dort platzierte Kommentare zur Petition:

Harald W.
Ich habe unterzeichnet, weil ich seit 13 Jahren Kirchengemeinderat bin, und diese Entwicklung mit Sorge beobachte. Unsere Daseinsberechtigung ist die Verbreitung des Evangeliums, somit sind wir eine Vertriebsgesellschaft mit der tollsten Ware, die man sich vorstellen kann. Aber wir stellen den Vertrieb auf den Außenstellen ein, und werden somit unserem Auftrag nicht mehr gerecht. Lasst uns umkehren, und uns nicht selbst Abschaffen.

Dr. Hans-Jürgen F.
Ich habe unterzeichnet, weil der Reformprozess eine Anpassung von Kirche und Gemeinde an die entsolidarisierte vermarktlichte Gesellschaft erreichen will anstatt aus der Friedlichen Revolution in der DDR zu lernen, in der die Kirche die treibende Kraft war, weil sie eine klare Alternative zur totalitär verstaatlichten Gesellschaft des SED-Staates bot. Heute käme es darauf an, eine solidarische Alternative zur nahezu totalitär vermarktlichten Gesellschaft zu gestalten.

Michael R.
Ich habe unterzeichnet, weil für mich das Leben in und mit meiner Gemeinde für mich von überragender Bedeutung ist und ich durch die ins Auge gefassten organisatorischen Änderungen, die letztlich nur dem wirtschaftlichen Denken geschuldet sind, die große Gefahr einer zunehmenden Anonymiesierung des Gemeindelebens entstehen sehe. Ich denke, es wäre wahrhaftiger, wenn die Landeskirche ihren Gemeinden sagen würden, dass diese zum Teil den Aufwand für Ihre Seelsorger selbst tragen sollten.

Dorothea u Fritz R.
wie in der Politik hat sich die Leitungsebene der Kirche längst von der Basis entfernt Wir als Laien wollen uns den Menschen in unserer Gemeinde zuwenden. Kranke besuchen,mit Menschen seelsorgerlich über ihre Probleme sprechen, mit ihnen beten, Gruppen leiten, so lang man uns lässt und mit Gottes Hilfe versuchen, das Lebenslicht Jesu in das Leben der Menschen zu bringen und uns selbst immer wieder von diesem Licht die Kraft dazu holen

Bert D.
Die Lebensfähigkeit einer Kirche wird nicht bemessen durch ökonomische Effizienz, sondern durch gemeinsame Sinn-Entwicklung. Die Kirche muss lernen, die Schnittstelle zwischen ihrem Sinngrund und der ökonomisch definierten Welt zu gestalten. Das gelingt nicht durch das einfache Übernehmen der ökonomischen Prinzipien, weil sie dadurch ihren Sinngrund verlieren würde.

willi m.
Ich habe unterzeichnet, weil ich der Meinung bin,dass durch den kontinuirlichen Abbau von Pfarrstellen die Bindung zur Basis, zu den immer größer werdenden Gemeinden verloren geht. Gleichzeitig wird der Verwaltungsaufwand immer mehr aufgebläht. Das kann nicht Sinn und Zweck unserer Kirche sein, sondern in erster Linie sollte Seelsorge und Verkündigung stehen. 

Dirk H.
Menschen gehen uns durch Ihren Frust verloren. Als Kirche Jesu Christi müssen wir alle, in Ihren jeweiligen Lebenslagen beteiligen. Wir Leben von der Kirchenstruktur; von oben nach unten!

Hier noch ein Kommentar zum Text der Petition auf der Seite des Portals KirchenBunt:

Danke. Gut formuliert und präzise auf den Punkt gebracht.
Wolfgang Fleißner

 

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