Archiv der Kategorie:
Aktionen in der Zivilgesellschaft

ELK Württemberg: Top 30 – Beitritt der Landeskirche zur „Aktion Aufschrei“

28.11.2017

Der Oberkirchenrat wird gebeten, im Namen der Landeskirche der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ beizutreten. Das hat die Synode nach ausführlicher Diskussion mit 44 Ja-Stimmen zu 15 Neinstimmen bei 18 Enthaltungen beschlossen.

Mehr dazu vgl. 4. Sitzungstag, TOP 30

 

Aufruf: abrüsten statt aufrüsten. Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde.

11/2017

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart.

Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.

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Brot für die Welt: Über 650 Chöre singen für die Eine Welt

11/2017

Die „500 Chöre“-Challenge ist ein weiteres Projekt der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ und der Mitmachkampagne #reformaction2017 des Internetportals evangelisch.de zum Reformationsjubiläum. Der Chor „Fetz Domino“ ist am letzten Gospelkirchentag in Braunschweig darauf aufmerksam geworden. Von der Idee, ein gutes und wertvolles Projekt unterstützen zu können, waren alle direkt begeistert. …

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Sozial, demokratisch, ökologisch: So wollen 75.000 Menschen leben. Ihre Ideen haben wir in 10 Forderungen zusammengefasst. Damit mischen wir den Wahlkampf auf.

08/2017

Aufbruch 2017: Der Kompass und seine 10 Forderungen
Sozial, demokratisch, ökologisch: So wollen 75.000 Menschen leben. Ihre Ideen haben wir in 10 Forderungen zusammengefasst. Damit mischen wir den Wahlkampf auf.

Lesen Sie hier, warum es einen solchen Aufbruch jetzt dringend braucht

Lesen Sie hier im Detail, wie der Kompass entstanden ist

Sozialer Fortschritt: Ein gutes Leben für alle sichern.
Globalisierung und Digitalisierung erhöhen den Druck auf Arbeit und Leben. Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir eine soziale Absicherung ausbauen, die allen ein gutes Leben ermöglicht.
1. Das Gesundheitssystem nachhaltig und gerecht gestalten…
2. Eine auskömmliche Rente einführen…
3. Den Bahnverkehr attraktiver machen…

Demokratischer Fortschritt: Faire Regeln für alle durchsetzen.
Intransparente Handelsabkommen, Konzerninteressen statt Bürgerbegehren: Mehr und mehr Menschen verlieren ihr Vertrauen in die Demokratie. Mit fairen Regeln für alle können wir das ändern.
4. Lobbyismus bekämpfen, z.B. durch ein zentrales Lobbyregister.
5. Keine undemokratischen und unfairen Freihandelsabkommen abschließen.
6. Steuerflucht konsequent verfolgen und bestrafen.
Ökologischer Fortschritt: Den Krisen zuvorkommen.
Unsere Wirtschaftsweise verschärft Klimawandel, Ressourcenknappheit und globale Ungerechtigkeit – und damit die Krisen rund um den Globus. Wir dürfen den ökologischen Umbau nicht länger verschleppen.
7. Den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv beschleunigen.
8. Einen schnellen Ausstieg aus der Kohle verankern.
9. Massentierhaltung einschränken.
10. Plastikmüll reduzieren.

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G20-Gipfel in Hamburg: Wie bringen sich kirchliche Organisationen ein?

Wie bringen sich kirchliche Organisationen ein?
Wenn nächste Woche die G20-Staaten an einem Tisch sitzen, würden viele NGOs und Aktivisten gerne mitdiskutieren. Auch kirchliche Organisationen wollen sich Gehör verschaffen.

Von: Markus Kaiser
Stand: 30.06.2017

Der G20-Gipfel versetzt kirchliche Organisationen in Bewegung. Sie wollen mit ihrer Stimme bis zu den Verhandlungspartnern durchdringen, wenn sie schon keinen eigenen Stuhl am Verhandlungstisch bekommen.

Seit diesem Mai gab es in und um Hamburg rund 50 Veranstaltungen vom kirchlichen Bündnis global.gerecht.gestalten, das sich extra für den G20-Gipfel gegründet hat. Es gab unter anderem Vorträge von Menschen aus hochverschuldeten Ländern, die über ihre Probleme sprechen; Podiumsdiskussionen zu Themen wie Klima und Ernährung, Abendgebete und Ökumenische Gottesdienste.

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G20- Gipfel: Zorniger Protest muss erlaubt sein. Kommentar von Matthias Drobinski, SZ.

4. Juli 2017
Regiert beim G-20-Gipfel die Vernunft und bei den Demonstranten die Unvernunft? Selten war das so unklar wie heute – und selten war der Protest so berechtigt.

Kommentar von Matthias Drobinski

Nun, auf dem Hamburger Gipfel, muss Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Amerikas Donald Trump so höflich umgehen wie mit Recep Tayyip Erdoğan aus der Türkei, Wladimir Putin aus Russland oder Chinas Präsident Xi Jinping; so sind aus gutem Grund die Regeln der Diplomatie. Umso dringender notwendig sind da Demonstranten, die all die Gefährder von Weltfrieden und Weltklima auspfeifen, die Autokraten und Menschenrechtsverletzer…

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Spenden in Deutschland 2016: 5,3 Milliarden

28. Februar 2017, SZ
Eine im Auftrag des Deutschen Spendenrats erstellte Studie zeigt, dass die Deutschen noch immer großzügig sind, wenn es darum geht, Hilfsorganisationen zu unterstützen. Der Rekordwert des Vorjahrs aber wird nicht erreicht.
…Die Anteile evangelischer Organisationen wie World Vision, „Brot für die Welt“ oder Johanniter sanken allerdings auf 16,1 Prozent (minus 1,4 Prozentpunkte). Bei den katholischen Werken wie Caritas, Misereor oder Malteser wurde hingegen ein Zuwachs um 2,5 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent registriert. … Mehr dazu.

Lifeboat – zur Rettung von Bootsflüchtlingen: „Ich sehe in erster Linie den Menschen in Not.“ Karl Treinzen, Initiator von Flüchtlingen auf See

10/2016

Ich sehe in erster Linie den Menschen in Not.
Und wenn es in meiner Macht steht zu helfen, dann helfe ich.
Als Mensch, als Segler, als Bürger Europas kann und will ich nicht wegsehen, wenn es um die Sicherung grundlegender Menschenrechte vor unserer Haustüre geht.
Karl Treinzen, Initiator von Flüchtlingen auf See
„Nach 13 Tagen auf See ist die ‚Minden‘ mit ihrer Crew wieder zurück auf Malta. Während der letzten drei Tage dieser Mission entwickelte sich eine Situation, die alle Einheiten in der SAR-Zone an ihre Grenzen brachte – und darüber hinaus.

Drei Tage ruhiges Wetter und südliche Winde im Anschluss an eine längere Periode rauher Wind- und Seegangsverhältnisse führten dazu, dass ca. 11.000 Menschen auf allem was schwimmt und mit Menschen vollgestopft werden kann auf die offene See geschickt wurden.

Wir haben drei Tage ohne Unterbrechung gearbeitet bis die Tage sich anfühlten wie ein einziger langer Tag, an dem ab und zu die Sonne auf- und wieder unterging.“ Zum Portal.

Degrowth Bewegung(en)

07/2016

Zum Projekt

Degrowth ist nicht nur ein neues Label für eine Diskussion über Alternativen oder eine akademische Debatte, sondern auch eine im Entstehen begriffene soziale Bewegung. Trotz vieler Überschneidungen mit anderen sozialen Bewegungen gibt es sowohl bei diesen als auch in Degrowth-Kreisen noch viel Unkenntnis über die jeweils anderen. Hier bietet sich viel Raum für gegenseitiges Lernen…. Mehr dazu.

Zwanzig Jahre „Stiftung Weltethos“. Von Stephan Schlensog.

06/2016

„Diese eine Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende und verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele.“ Dieses Zitat des Theologen Hans Küng umreißt die Mission der von ihm 1995 gegründeten „Stiftung Weltethos“. Wo steht das Projekt heute?

Es geht der Stiftung nicht – wie in manchen uninformierten Kreisen bis heute kolportiert – um Vereinheitlichung oder Gleichmacherei zwischen den Religionen, sondern es geht um interreligiösen Dialog als Voraussetzung für Verständigung und Frieden. Und es geht um Werte, die in allen großen religiösen und humanistischen Traditionen seit Jahrtausenden im Mittelpunkt stehen und die bis heute Voraussetzung gelingenden Miteinanders sind – ob in einer Familie, einem Kindergarten, einer Schule, einem Unternehmen oder in der Zivilgesellschaft überhaupt.

Von der Idee zur Stiftung

Was zunächst als Arbeitshypothese des in Tübingen lebenden Schweizer Theologen Hans Küng formuliert wurde – erstmals vorgestellt 1990 in seinem Buch Projekt Weltethos –, erhielt schon kurze Zeit später internationale Anerkennung über die Grenzen der Religionen und Kulturen hinweg: 1993 verabschiedete das „Parlament der Weltreligionen“ in Chicago die „Erklärung zum Weltethos“, in der – inspiriert von Hans Küngs „Projekt Weltethos“ – jene Prinzipien und Werte als Kern einen „Weltethos“ formuliert wurden, die religiöse wie nichtreligiöse Menschen verbinden und die bis heute nichts von ihrer Relevanz eingebüßt haben: die Prinzipien „Menschlichkeit“ und die erstmals vom chinesischen Weisen Konfuzius formulierte „Goldene Regel“ (oft verwechselt mit Kants „kategorischem Imperativ“) und – daraus abgeleitet – die Werte „Gewaltlosigkeit“, „Gerechtigkeit“, „Wahrhaftigkeit“ und „Partnerschaft“.
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