Schlagwort-Archive: UN

Der Mann, der 1983 die Welt rettete. Von einem, der den Atomkrieg nur knapp verhinderte, und von der Wahrscheinlichkeit, dass die Raketen das nächste Mal treffen.

05/2017,Von: Rolf Wischnath, Deutsches Pfarrerblatt,

 

Nordkorea, Pakistan, Irak, Iran – Nuklearwaffen in der Hand von unberechenbaren Potentaten haben etwas zutiefst Beunruhigendes, ganz gleich, ob sie tatsächlich vorhanden sind oder nur vermutet werden. Tatsächlich jedoch sind Atomwaffen immer eine Bedrohung für das Leben auf diesem Globus und sollten daher komplett abgeschafft werden. Rolf ­Wischnath erinnert an ein gefährlich schlummerndes Vernichtungspotential.

Am 26. September jährte sich zum dritten Mal der von der UN-Versammlung ausgerufene »Internationale Tag für die vollständige Abschaffung von Atomwaffen«. Was für Waffen? Und warum am 26. September?1 Zum Artikel.

Wie müsste eine gerechte und nachhaltige Globalisierung aussehen?

04.05.2017, Gegenblende
Die ökonomische Globalisierung erlebt ihre Götterdämmerung. Angesichts der Risiken dieses sozial und ökologisch nicht nachhaltigen und demokratiegefährdenden Wirtschaftsmusters gilt es daher umfassend umzudenken.

Ideen für eine andere Globalisierung existieren bereits
Als Orientierung für diesen Paradigmenwechsel in der internationale Finanz-, Handels- und Wirtschaftspolitik können das Pariser Klimaabkommen und die von der UN-Vollversammlung verabschiedete Globale Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung dienen. Beide wurden 2015 als Selbstverpflichtungen von der internationalen Völkergemeinschaft verabschiedet….

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WCC (World Council of Churches ) book featured in UN discussion on gender, religions and health.

16 September 2016

“Dignity, Freedom, and Grace: Christian Perspectives on HIV, AIDS and Human Rights,” a book published earlier this year by the World Council of Churches (WCC), will be among reports discussed at a 20 September event with the theme “Keeping the Faith in Development: Gender, Religions & Heath.”

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Weltwirtschaft braucht auch Weltpolitik. Interview mit Gregor Gysi in agora42.

09/2016, agora

… Einzelnen Menschen, die einem ethisch und auch inhaltlich eine Orientierung geben, sind äußerst selten geworden, zumindest weltweit nicht bekannt. Es gibt derzeit keinen Gandhi, keinen Schweizer. …

Ein Leitbild mit einer klaren Orientierung ist dann nur schwer zu entwickeln, wenn die Interessen so unterschiedlich gestaltet sind, wie wir das bei verschiedenen Staaten ergeben, die am Syrienkrieg beteiligt sind. Wie soll dort ein Leitbild entstehen?…  Das vollständige Interview.

Apocalypse no! Weshalb ein Kernwaffenverbot der UN alles ist, aber keine Schnapsidee.

05.09.2016, Von Sascha Hach

Der globale Süden gegen den globalen Norden – im August hat im Genfer Völkerbundpalast eine deutliche Mehrheit atomwaffenfreier Staaten gegen die Minderheit von Atomwaffenbesitzern und deren Alliierten aufbegehrt. Eine überwältigende Zahl an UN-Mitgliedstaaten forderte per Kampfabstimmung in den Vereinten Nationen ein Verbot von Atomwaffen und will hierzu bereits im Jahr 2017 Verhandlungen aufnehmen….

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Erlassjahr: SCHULDENMANDAT FÜR UNCTAD GESICHERT!

22. Juli 2016, von Kristina Rehbein Kristina Rehbein, erlassjahr.de
Die UNCTAD14-Konferenz ist nach einer arbeitsreichen Woche zu Ende gegangen, UNCTAD hat ein erneuertes Mandat für die nächsten vier Jahre. Am Donnerstag sah es noch so aus, als ob die Delegierten ihren Aufenthalt verlängern müssten, denn bei vielen Punkten, sei es bei den Herausforderungen für die Weltwirtschaft oder beim eigentlichen Mandat, gab es noch keinen Konsens. Der kenianische Präsident schickte gegen Ende sogar eine offizielle Anordnung, dass die Delegierten sich unverzüglich auf einen Text einigen sollten; ein Scheitern, also ein Ende ohne einen vereinbarten Abschlusstext, wäre eine Schmach gewesen… Zum Bericht.

Did the CIA Kill U.N. Secretary-General Dag Hammarskjöld?

AUGUST 03, 2016, Democracy Now!

Meanwhile, U.N. Secretary-General Ban Ki-moon is expected to propose reopening an inquiry into allegations that former U.N. Secretary-General Dag Hammarskjöld was assassinated by a South African paramilitary organization supported by the CIA and British intelligence. …

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Verurteilung Habrés schreibt Rechtsgeschichte.

Von Dr. Julia Duchrow am 30.05.2016

Heute ist ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Urteil im Senegal gegen Hissène Habré ergangen: Mit dem Verfahren gegen den ehemaligen Diktator des Tschad, der für schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen in den Jahren 1982 bis 1990 verantwortlich ist, hat das Gericht Rechtsgeschichte geschrieben. Habré wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Eine späte Wiedergutmachung für die Opfer wurde dadurch ermöglicht und ein Meilenstein für die universelle Jurisdiktion geschaffen. Mehr dazu.

UN: 700.000 Kinder verhungern bis Ende 2015 in der Sahel-Zone

11/2015, evangelisch.de

Etwa 700.000 Kinder werden nach UN-Schätzungen bis Ende des Jahres in der Sahel-Zone verhungert sein.

Die Erderwärmung trifft laut dem UN-Koordinator die Sahel-Zone besonders hart. Wiederkehrende Dürren, eine Verschlechterung der Bodenqualität und Überschwemmungen ließen die Anbauflächen und das Weideland immer weiter schrumpfen. Gleichzeitig werde sich die Einwohnerzahl in der Region von heute 150 Millionen bis zum Jahr 2045 auf 300 Millionen verdoppeln.
…  Zum Artikel.

UN Milleniumskampagne. Wie sieht das Resultat der UN-Milleniumskampagne aus ?

10/2015

1. Halbierung des Hungers

dazu FAZ, 2003

Trotz Fortschritten in einigen Ländern ist die Zahl der Hungernden in den vergangenen Jahren nahezu gleich hoch geblieben. Das geht aus dem neuen „Bericht zu Hunger und Unterernährung 2003“ hervor, den die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am Dienstag in Berlin veröffentlichte. Demnach hatten im Meßzeitraum von 1999 bis 2001 etwa 842 Millionen Menschen nicht ausreichend zu essen, obwohl genügend Lebensmittel für alle Menschen dieser Erde produziert werden könnten.

Die absolute Zahl liegt damit zwar niedriger als noch vor einem Jahrzehnt, trotzdem spricht die FAO von einem „Rückschlag beim Kampf gegen den Hunger“, weil sich das Problem in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre wieder verschärft hat, die Zahl der Hungernden sogar wieder gestiegen ist. Das gilt vor allem für Nordafrika und den Nahen Osten. Ohne zusätzliche Anstrengungen wird sich das Ziel der Vereinten Nationen, bis zum Jahr 2015 die Zahl der Mangelernährten zu halbieren, nach diesen Angaben kaum verwirklichen lassen. Zum Artikel.

2. Primarschulbildung für alle

Bildung ist ein Schlüssel für eine gerechtere Welt. Wer Wissen hat, wer lesen, schreiben und rechnen kann, wer sich informieren kann, ist weniger auf andere angewiesen, weniger anfällig für Ausbeutung und kann Gelegenheiten nutzen, sich selbst aus der Armut zu befreien.

3. Gleichstellung der Geschlechter

Für Frauen ist Bildung besonders wichtig. Denn Bildung macht selbstbewusst. Und selbstbewusste Frauen bilden leichter Netzwerke und begehren schneller gegen ungerechte Situationen auf.
4. Senkung der Kindersterblichkeit

Tick, tack, tot. Tick, tack, tot. Tick, tack, tot: Alle drei Sekunden stirbt ein Kind. Die Todesursache ist oft eine vermeidbare Krankheit, die durch mangelhaften Impfschutz, verschmutztes Wasser oder unhygienische Lebensbedingungen hervorgerufen wird.
5. Gesundheitsversorgung der Mütter

In den Entwicklungsländern stirbt eine von 48 Frauen bei der Entbindung. Die schockierende Quote hängt auch damit zusammen, dass Frauen dort oft viel zu früh – etwa im Alter von 12 bis 14 Jahren – verheiratet werden.

6. Bekämpfung von AIDS, Malaria etc.
Allein Malaria tötet in Subsahara-Afrika alle 30 Sekunden ein Kind. Nimmt man weitere Krankheiten hinzu, wird die Statistik noch schockierender.
7. Ökologische Nachhaltigkeit
Im Kampf ums Überleben und beim Aufbau einer blühenden Wirtschaft ist die Umwelt scheinbar nur im Weg. Ein fataler Trugschluss.

8. Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung
Was ist Entwicklungshilfe: Milde Gabe, Schaffung neuer Absatzmärkte oder Mittel zur Armutsbekämpfung? Ziel 8 überträgt den Industrie- und Entwicklungsländern die gemeinsame Verantwortung für den „global deal“ der Armutsbekämpfung.   Mehr dazu.
Armutszeugnis. Terre des hommes. Halbzeitbilanz zu den Milleniumszielen, 2007

Hinzu kommt, dass viele der quantitativen Ziele der Millenniumserklärung in UN-Beschlüssen früherer Jahre weiter gingen und eher erreicht werden sollten. Mit dem neuen Zeitziel 2015 wurde ihre Verwirklichung lediglich ein weiteres Mal vertagt. Dies reflektiert das resignierte Eingeständnis der Regierungen, nur kleinere Brötchen backen zu können – eine Haltung, die zwar realpolitisch verständlich ist, mit der sich zivilgesellschaftliche Organisationen aber nicht ohne Not zufrieden geben sollten….