Archiv der Kategorie:
Religionen und Konflikte

Streng gläubig und stramm rechts. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland ist die christliche Rechte auf dem Vormarsch.

30. März 2018, Birgit Gärtner

Streng gläubig und stramm rechts

Die Macht der Kirchen
Der christliche Fundamentalismus
Aberglaube kann tödlich enden
Der Schutz des ungeborenen Lebens
„Für Gott und Vaterland“

Nicht nur in den USA, auch in Deutschland ist die christliche Rechte auf dem Vormarsch

Als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Sommer 2017 ankündigte, ab 2019 die Evolutionstheorie aus den Schulplänen streichen zu wollen, haben wir alle ganz tief eingeatmet. Doch Erdoğan ist mit seiner Ansicht nicht allein, denn laut einer Umfrage lehnen 70% der Befragten in der muslimisch geprägten Türkei die Evolutionstheorie nach Charles Darwin ab….

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Evangelische Friedensarbeit: Friedensthemen und Friedensfragen sind zu einem wichtigen Thema der evangelischen Kirche geworden

05.02.2018, von Dieter Junker

…Dass das Thema Frieden in der Arbeit der evangelischen Kirche eine zunehmende Rolle spielt, zeigt nach Ansicht von Renke Brahms, dem Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche, die Tatsache, dass die EKD-Synode im November beschlossen hat, Frieden zum Schwerpunktthema ihrer Herbsttagung 2019 zu machen und dies mit einem längeren und breit angelegten Prozess vorbereiten will….

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Bericht des Friedensbeauftragten des Rates der EKD auf der Konferenz der Friedensarbeit im Raum der EKD

4. Februar 2018

…4. EKD- Synode 2017 – 2019
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat im November 2017
beschlossen, „Frieden“ zum Schwerpunktthema der EKD-Synode im Herbst 2019
zu machen. Dem vorausgegangen waren verschiedene Gespräche mit der Präses
der Synode, Frau Schwaetzer, und mit anderen. Die Idee ist, die verschiedenen
Prozesse in der EKD und ihren Gliedkirchen in dieser Synode zu bündeln. Z…

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In Deutschland brennen Moscheen. von Elisa Rheinheimer-Chabbi

16.03.2018

Wo bleibt der Aufschrei darüber? Die Gleichgültigkeit in der deutschen Öffentlichkeit, bei den Kirchen und der Bundesregierung ist erschreckend. Die Gewalttaten gegen islamische und türkische Einrichtungen zeigen aber auch: Der Krieg zwischen Türken und Kurden in Syrien droht in deutschen Innenstädten anzukommen. Ein Kommentar…

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ZUKUNFT AUF GUTEM GRUND. Impulsreferat zur Ökumene bei der EKD-Synode. Von Dr. Christiane Florin

Hess. Pfarrerblatt 01/2018


Ich glaube, wesentlich schärfer als die
Trennlinie zwischen den Konfessionen ist die
Spaltung innerhalb der Konfessionen. Die
Pole der Polarisierung heißen nicht mehr katholisch
oder evangelisch, sondern autoritär
und liberal…

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Weltkirchenrat warnt vor Trumps Jerusalem-Politik. Jerusalem gleichermaßen als Stadt für Juden, Christen und Muslime. epd.

17.01.2018

Genf/Kairo (epd). Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, hat die Jerusalem-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Jerusalem dürfe nicht im ausschließlichen Besitz eines Volkes und einer Religion sein, sagte der norwegische Lutheraner Tveit bei einer Konferenz in Kairo….

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Christentum – beste Religion? Eine Auseinandersetzung mit Ralf Frischs „Was fehlt der evangelischen Kirche?“ Von Rainer Oechslen

Nr. 2 Februar 2018, Korrespondenzblatt Bayern

Pfr. Dr. Rainer Oechslen ist Islambeauftragter der ELK Bayern.


Damit sind wir beim letzten Punkt:
Frisch erweckt den Eindruck, wir
seien deshalb Christen, weil wir
erkannt hätten, dass das Christentum
die beste Religion sei. Davon
steht nichts im Gesangbuch und
im Katechismus. Lutheraner bekennen:
„Ich glaube, dass ich nicht
aus eigener Vernunft noch Kraft
an Jesus Christus, meinen Herrn
glauben oder zu ihm kommen kann,
sondern der Heilige Geist hat mich
durch das Evangelium berufen …“11
Was wäre denn, wenn uns jemand
beweisen würde, dass das Christentum
im Vergleich zu anderen
Religionen deutliche Schwächen
hätte – würden wir dann wie Hiobs
Frau reden: „Hältst du noch
fest an deiner Frömmigkeit? Fluche
Gott und stirb.“ (Hiob 2, 9

vgl. S. 25ff

ANDERS ALS DU GLAUBST. Tournee der Berliner Compagnie, deutschlandweit, bis zum 17. Mäz 2018.

01/2018

Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen Anschlag im postmortalen Niemandsland. Ist es die Vorhölle? Ist es der Weg ins Paradies? Natürlich streiten sie. Wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe….

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Der Spielplan.

Die Religionen und die Krankheit des Fundamentalismus – Ein Interview von Hansjörg Schulz mit Prof. em Hermann Häring.

02.01.2018

Hansjörg Schultz: Hermann Häring, im Namen von Religion wird weltweit sehr viel Unheil verbreitet. Im Namen eines Islamismus gibt es Terroranschläge. Es gibt brutale Regime wie in Saudi-Arabien. Es gibt rechtsradikale Gruppierungen in den USA, die oft von den Evangelikalen unterstützt werden. Es gibt die neue Rechte in Ländern wie Polen oder Ungarn, die von Christen stark mitgetragen wird, und es gibt, z.B. in Myanmar, den Fall, dass Buddhisten Muslime mit großer Brutalität verfolgen. Warum gerät die Religion immer wieder in den Strudel der Gewalt?

Hermann Häring: Ich meine, wir haben eine viel zu ideale Vorstellung von Religion. Das hat sich in unserer Tradition so entwickelt. Religion gilt als die ideale Höchstform einer Kultur. Wir übersehen aber: Zunächst ist Religion keine Höchstform von Kultur, denn Religion wächst Schritt um Schritt aus menschlichem Erfahren, menschlichem Fühlen, menschlichen Reaktionen, also aus allen menschlichen Antrieben heraus und sie nimmt alle in sich mit, integriert sie. So wiederholt sich in der Religion immer alles das, was in einer Gesellschaft geschieht. …

Schultz: Was wir in allen Religionen finden, ist Fundamentalismus. Woher kommt das?

Häring: Der Fundamentalismus im engeren Sinn ist ein Phänomen der Neuzeit. Meines Wissens ist die erste fundamentalistische Bewegung im 18. Jahrhundert im arabischen Raum entstanden. Es ist der sogenannte Wahhabismus; seine Entstehung hat viel mit westlichen Einflüssen zu tun.
Doch wir vergessen meistens, dass es auch einen verbreiteten christlichen Fundamentalismus gibt. Das ist die Bewegung, die dem Kind den Namen gegeben hat. Ich meine den Fundamentalismus, der zwischen 1910 und 1920 in den Südstaaten der USA entstanden ist. Abgesehen von massiven sozialen Verunsicherungen entstand er aus der beunruhigenden Erfahrung, dass eine kritische Schriftauslegung entstand. …
Zum massiven Problem wurde allerdings: Von Anfang an haben sich die Fundamentalisten geweigert, sich überhaupt auf einen Austausch von Argumenten mit anderen Auffassungen einzulassen. Diese Gesprächsverweigerung ist, wie mir scheint, der Kern aller impliziten und ausdrücklichen Gewalt, die sich später immer mehr durchgesetzt hat….

Hansjörg Schultz: …Woher kommt dieses Fanatische? Macht das auch Religion?

Häring: Ich komme noch einmal auf den Fundamentalismus, danach auf den Fanatismus zu sprechen. Der Fundamentalismus ist eine typische, wenn auch falsche Reaktion auf die Moderne. …
Eine Welt ohne Religionen wäre im Prinzip noch ungezügelter und wilder, weil die Flanken zur blinden Zerstörung noch offener und vielfältiger wären….

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