Schlagwort-Archive: EKD

Die Basis der Kirche bröckelt leise. Kirchensteuer zeigt ein Rekordhoch. Von Mattthias Drobinski, SZ.

21. Juli 2017
Von Matthias Drobinski

Tatsächlich sind die Austrittszahlen beider Kirchen gesunken: Verließen 2015 noch 210 000 Menschen die evangelische Kirche, waren es ein Jahr später nur noch 190 000. Bei den Katholiken gab es 2015 noch 182 000 Austritte und 2016 noch 162 000. 21,9 Millionen Menschen gehören nun der evangelischen Kirche an, 23,6 Millionen der katholischen;…

In jeder Hinsicht erfreulich für die großen Kirchen ist die Entwicklung der Kirchensteuer: Dank der guten Konjunktur nahm die katholische Kirche 2016 6,15 Milliarden Euro ein, die evangelische 5,45 Milliarden – erneut ein Rekordhoch…

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Immobilien- Statistik „auf der Basis der Erhebung von 1994“

07/2017

In Ihrer aktuellen Statistik gibt die EKD sämtliche Gebäude der Kirche –
mit Ausnahme der Kirchengebäude selbst – auf der Basis der Erhebung von 1994 an.

Wir hatten im letzten Jahr schon auf diese Peinlichkeit hingewiesen.
Geht die EKD davon aus, dass die Zahlen ohnehin nicht gelesen werden?

Dazu der eigene Kommentar der EKD:
Statistik hilft uns, wahrzunehmen,
was wir sonst gern übersehen.
(vgl. S. 40)
** Auf Basis der Erhebung 1994

mehr dazu, vgl. S. 35

TRAUMJOB MILITÄR­PFARRERIN. Dein Beruf. Das volle Leben. – Aus eine EKD-site.

07/2017

Ein Portal der ekd.

… DARUM IST DAS EIN TRAUMJOB:

„Ich frage mich, wie wir uns als Kirche aus der eigenen Komfortzone herausbewegen können. Bevor ich Militärseelsorgerin wurde, habe ich als Pfarrerin an einer Gesamtschule in einem sozialen Brennpunkt gearbeitet. ..

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Ist Luther nur etwas für die Deutsche Bahn? Anworten der von Thies Gundlach angegriffenen Theologen in der Welt.

Von Matthias Kamann | Veröffentlicht am 03.03.2017 |

Weiter beklagt Kaufmann, die EKD habe die akademischen Theologen bei der Jubiläumsvorbereitung in einem „praktisch handlungsunfähigen“ wissenschaftlichen Beirat „düpieren und kaltstellen“ wollen. Und was Gundlachs Kritik am Beharren der Theologen auf historischer Exaktheit betrifft, so kontert Kaufmann: „Offenbar ist es Ihnen noch immer nicht vorstellbar, dass man sich zu einem Phänomen wie der Reformation im Horizont gegenwartsverantworteter Theologie nicht anders als differenziert äußern kann und muss.“…

Zum Artikel.

EKD-Synode: Offensichtlich kontroverse Diskussion um „Bilanz der Kirchenreformen“.

11/2016

Die Ankündigung des Themas erscheint in der Presse überaus zahlreich. Allein die Ergebnisse sucht man vergebens.

Die folgenden, überall veröffentlichten Informationen sprechen allerdings überdeutlich von einem Resultat der „Reformen“:

u.a. Focus:
…Ziel der kontrovers diskutierten Reform „Kirche der Freiheit“ war es, das kirchliche Profil etwa mit einer Verbesserung von Predigt und Musik zu schärfen, zugleich aber die Strukturen zu straffen. Dennoch ist die Zahl evangelischer Christen weiter gesunken. 2015 waren es bundesweit 22,3 Millionen, zehn Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 25,4 Millionen… Zur Quelle.

„Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen“ Präses Annette Kurschus eröffnet EKD-Kampagne für den Pfarrberuf.

22. September 2016, ekd

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wirbt ab heute mit einem Internetauftritt für den Pfarrberuf. Die stellvertretende Ratsvorsitzende, Präses Annette Kurschus, eröffnete die Kampagne mit einem persönlichen Statement. „Nach wie vor kann ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen als Pfarrerin zu sein“, sagte die leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Westfalen. „Weil dieser Beruf das volle Leben umfasst und dazu einlädt, es immer neu zu entdecken.“…

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War die Reformation bloß ein Missverständnis? Zum Reformationsjubiläum von Prof. Martin Ohst

27. September 2016, SZ, von Martin Ohst (Professor für evangelische Theologie an der Bergischen Universität Wuppertal)

500 Jahre später will man „Erinnerung heilen“. Aber der Versöhnungsversuch zwischen Protestanten und Katholiken ist historisch irreführend.


Auf dem Weg zum Jahr 2017 soll ein normatives Bild der konfessionellen Pluralität etabliert werden. Man will die Entstehung und Entwicklung dieser Vielfalt des Christentums in Erinnerung rufen und zugleich den Gegensätzen die Schärfe nehmen. Es artikuliert sich also hier eine Mentalität, die sehr gern von Pluralismus und Alterität redet – die aber die Wahrnehmung von Differenzen nur dann ertragen kann, wenn diese sich als Spielarten von Gemeinsamkeiten verstehen lassen….

Gerade am Thema „Freiheit“ ließe sich allerdings leicht zeigen, dass hier mit Tricks gearbeitet wird, die allem redlichen historischen Verstehen Hohn sprechen. In Wahrheit waren da die Gegensätze in der Reformationszeit fundamental. …  Mehr dazu.

Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen

16.9.2016 Taz.de

Das erste mal seit fast 500 Jahren haben sich die evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland auf einem gemeinsamen Text zur Reformation geeinigt. „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“ soll den Kirchen eine Grundlage für das Reformationsjubiläum geben.

Es enthält auch ein gegenseitiges Schuldbekenntnis für ökumenische Gottesdienste:

In diesem Entwurf wird dem katholischen Priester vorgeschlagen, unter anderem folgendes Schuldbekenntnis zu sprechen: „Ich bekenne, dass die Freude des Glaubens in Hochmut verkehrt worden ist. Wo es um Gottes Ehre gehen sollte, stand menschlicher Stolz im Vordergrund.“ Und der oder die evangelische Geistliche kann beten: „Ich bekenne, dass Christen und Christinnen in Eifer und Unduldsamkeit Krieg gegeneinander geführt haben. … Die Geschichte der Verletzungen endet nicht, wo die Waffen niedergelegt werden. Wir haben an ihr teil, wenn wir einander in Gedanken, Worten und Werken verachten, verletzen und verurteilen.“

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