Archiv der Kategorie:
Europa

Christoph Bergner: Europas christliche Wurzeln. Beiträge zur Gestaltung der EU in der Krise. Eine Buchbesprechung.

Hess. Pfarrerblatt 01 (Februar) 2018

„Die heutige Gestalt unseres Gemeinwesens
ist ohne die christlichen Kirchen nicht
denkbar. Und sie ist nicht denkbar ohne die
Reformation.“ Was der ehemalige Bundesprä-
sident Joachim Gauck anlässlich des Festaktes
„500 Jahre Reformation“ am 31. Oktober 2016
sagte, ist insofern ungewöhnlich, als in der EU
über religiöse Fragen nicht gesprochen wird.
In ihrem Selbstverständnis kommt Religion
nicht vor. Der französische Präsident Emmanuel
Macron hat am 26. September 2017 in
seiner großen Rede über die Zukunft Europas
kein Wort verloren über die Bedeutung des
Christentums für Europa und der Integration
des Islams. …

mehr dazu, vgl. S. 21

Ivan Krastev: Europadämmerung. Ein Essay. Rezension in der Süddeutschen.

10. August 2017, 14:26 Uhr
Migration
Offenheit ist hier kein Versprechen, sondern eine Drohung

…Bedeutsamer sind die Linien, die Krastev von dieser historisch-faktischen Lagebeschreibung zum Demokratieverständnis der beteiligten Gesellschaften zieht. Warum sind autoritäre Varianten der Demokratie in Osteuropa so attraktiv? Hier entfaltet der Begriff der „bedrohten Mehrheit“ seine Kraft. Demokratie hat überall die Möglichkeit, illiberal zu werden. Aber Mehrheiten, die sich bedroht fühlen, werden, so Krastev, weniger kompromissbereit, sie setzen auf „Sieg“ statt auf „Verhandlung“, sie suchen Gemeinschaft statt Vielfalt, sie halten am Vertrauten fest und misstrauen dem Zwang zur Veränderung. Offenheit ist hier kein Versprechen, sondern Drohung, Grenzen werden als physische Notwendigkeit erlebt, als Schutz, nicht als Beengung….
Ivan Krastev: Europadämmerung. Ein Essay. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Suhrkamp Verlag, Berlin 2017. 144 Seiten, 14 Euro

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Europäische Friedensordnung und das Verhältnis zu Russland. Rede von Matthias Platzeck auf dem Egon Bahr Symposium 2017.

Montag, 12. Juni 2017
…Im vergangenen Jahr zog Horst Teltschik auf diesem
Symposium die ernüchternde Bilanz: „Letztlich hat keine
Regierung im Westen in den mehr als 20 Jahren ernsthaft den
Versuch unternommen, das Ziel einer gesamteuropäischen
Sicherheitsordnung weiter zu verfolgen.“

Das zeigte sich in der zügigen Erweiterung der Nato, bei der
Russland vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, ebenso
wie auch darin, dass Russland in internationalen Fragen, zum
Beispiel bei den Interventionen im Kosovo oder in Libyen,
übergangen wurde. …
Heute müssen wir von einer neuen Ost-West-Konfrontation
sprechen und uns die Frage stellen, wie es auf dem
europäischen Kontinent mit unserem Nachbarn Russland
weitergehen soll: Was können wir tun, um die Situation zu
entspannen? Welche Wege stehen uns überhaupt noch zur
Verfügung? …
Erstaunlicher als das Interesse der Wirtschaft ist das Interesse
der Bürger am Verhältnis zwischen Deutschland und
Russland.
In einer Umfrage der Körber-Stiftung vom vergangenen Jahr
hat sich eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent der
Deutschen für engere Beziehungen zwischen den beiden
Ländern ausgesprochen…

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Evangelische Aspekte: Schwerpunkt: Weltmächte

07/2017

Wer bzw. was bewegt die Welt? In der Politik sind die Weltmächte aufgrund globaler Machtverschiebungen heute nicht mehr so eindeutig zu bestimmen. Manche behaupten, die eigentliche Macht liege ohnehin bei internationalen Finanzorganisationen und Konzernen. Für Christen zählt bei alledem nach wie vor der Glaube, dass „Gottes Macht sich durchsetze in aller Welt“ (Ps 72,19).

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Vorschläge zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN.

Mai 2017
Dr. Maren Heincke (Dipl.-Ing. agr.), Referentin für den Ländlichen Raum
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Vorschläge zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union
Mai 2017
Dr. Maren Heincke (Dipl.-Ing. agr.), Referentin für den Ländlichen Raum
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau…

…Zukünftige Ziele der GAP
Eine multifunktionale, nachhaltige Landwirtschaft sollte für die anstehende Reform der
Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) das Leitbild darstellen. Kriterien dafür sind
der Erhalt von Böden, Wasser, pflanzlichen und tierischen genetischen Ressourcen, Umweltund
Klimaschutz, betriebs- und volkswirtschaftliche Rentabilität, soziale, kulturelle,
verbraucherpolitische und entwicklungspolitische Verträglichkeit sowie ein an
Nachhaltigkeitskriterien orientierter Einsatz neuer Technologien und sonstiger Innovationen.
Ziel sollte die Stärkung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Resilienz der
Betriebe sein. …

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EU: Jugendarbeitslosigkeit bei 21%. Themenausgabe Jugendarbeitslosigkeit bei denk-doch-mal.

04/2017, denk-doch-mal

Editorial
Jugendarbeitslosigkeit in Europa – Phänomene, Realitäten und Ge­genstrategien
Von: Ulrich Degen (Ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesinstituts für Berufsbildung, Bonn)

…Die Quoten der Jugendarbeitslosigkeit sind dramatisch hoch: 53,8 Prozent in Spanien, 22,2 Prozent in Irland. Deutschland kommt mit 7,7 Prozent noch ausgesprochen gut weg. Die Euro-Zone insgesamt weist eine Quote von 23,5 Prozent auf und die EU eine von 21,6. Es besteht also dringender Handlungsbedarf….

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WeMove.EU: Europa in der Krise

12/2016

Viele Menschen fühlen sich machtlos, wenn europäische Institutionen oder nationale Regierungen in weiter Ferne Entscheidungen hinter verschlossenen Türen treffen. WeMove.EU bringt Bürgerinnen und Bürger aus ganz Europa zusammen, um die Europäische Union zu besseren Entscheidungen zu bewegen.
Ich stehe ein für ein besseres Europa; für eine Europäische Union der sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit; eine Vorreiterin in ökologischer Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie. Mehr dazu.

Jugendarbeitslosigkeit in Europa – Phänomene, Realitäten und Ge­genstrategien. Von Ulrich Degen

11/2016, in: DENK-doch-MAL

von Ulrich Degen – Ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesinstituts für Berufsbildung, Bonn

Die 850 Mitarbeiter von EUROSTAT, dem Statistischen Amt der Europäischen Union in Luxemburg, registrierten Ende des Jahres 2014 eine gigantische Zahl: 5,3 Millionen Jugendliche unter 25 Jahre sind in der EU von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Kommentare in der Öffentlichkeit fallen entsprechend aus: Europas Jugendarbeitslosigkeit ist eine Zeitbombe; Jugendarbeitslosigkeit hinterlässt lebenslange Narben und für die Gesellschaft ein Tod auf Raten. Selbst die UN spart nicht mit harschen Worten: verlorene Generation, Gefährdung der Demokratie und warnt, dass der Frust enorme politische Konsequenzen haben wird.

Hat die Jugend in Europa wirklich keine Perspektive? Dieser Frage widmet sich eine neue Ausgabe von DENK-doch-MAL. Mehr dazu.

Europa in Solidarität – Evangelische Impulse.

10/2016, ekd

Europa eine Seele geben…

Wenn heute von Europa geredet wird, dann meist im Zusammenhang von ungelösten Herausforderungen und Krisen. Die Zahl der unbearbeiteten Großbaustellen ist kaum noch zu überschauen: Euro- und Finanzkrise, erst drohender Grexit, dann beschlossener Brexit, Vertrauensverlust in die proeuropäischen Parteien der Mitte, zunehmender Rechtspopulismus und Nationalismus, ein hilfloses Agieren Europas als internationaler Akteur, offener Streit der Mitgliedstaaten über den Umgang mit Flüchtlingen und nicht zuletzt die Brüsseler Bürokratie. Die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung bei den zurückliegenden Europawahlen und der sprunghafte Anstieg bei den euroskeptischen Parteien verstärken das Bild von Europa in einer tiefen Krise… Mehr dazu.