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Schlüsselposition PfarrerIn

Das ordinationsgebundene Amt – Teil I »Obgleich wir alle gleichermaßen Priester sind, können wir doch nicht alle predigen« Von: Dorothea Wendebourg, Deutsches Pfarrerblatt

Deutsches Pfarrerblatt 04/2018

Allgemeines Priestertum aller Getauften und ordinationsgebundenes Amt – das gilt vielen als Widerspruch oder zumindest als ungeklärtes Missverhältnis. Ein Missverständnis, wie Dorothea Wendebourg in ihrem Aufsatz zeigt, der als Vortrag beim diesjährigen Studientag des Pfarrverbandes in Kassel gehalten wurde. Um den gesamten Vortrag dokumentieren zu können, ohne den Rahmen zu sprengen, hat sich die Redaktion des »Deutschen Pfarrerblatts« für einen zweiteiligen Abdruck entschieden.*

…Öffentliche Verkündigung

So nachdrücklich Luther die Allgemeinheit des dem Christen eignenden Priestertums betont und so umfassend er die damit gegebene Vollmacht bestimmt, fügt er doch oft eine Klausel an: »Obgleich wir alle gleichermaßen Priester sind, können wir doch nicht alle […] predigen«15, oder: Alle Christen seien geistlichen Standes, es gebe unter ihnen »keinen Unterschied außer hinsichtlich des Amtes«16. Unter diesem Gesichtspunkt des Amtes gilt: »Es muß einem allein befohlen werden, und ihn allein muß man predigen, taufen, absolvieren und das Sakrament [sc. das Abendmahl] reichen lassen, die andern alle müssen damit zufrieden sein und einwilligen.«17…

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Kirchen am Rhein über Quereinsteiger in den Pfarrberuf. Vollversammlung beriet über das neue Berufsbild von PfarrerInnen.

3. Mai 2017

Bregenz (epdÖ) – Mit dem Pfarrberuf beschäftigte sich die Vollversammlung der Konferenz der Kirchen am Rhein bei ihrer Tagung vom 30. April bis zum 1. Mai in Bregenz. „Berufung – Pfarrberuf – Quereinsteiger“, war das Thema von Referaten und Arbeitsgruppen. „Es war interessant zu sehen, wie die unterschiedlichen Mitgliedskirchen mit diesem Thema umgehen, welche Wege bezüglich Quereinsteiger im Pfarrberuf beschritten werden“, sagt der Bregenzer Pfarrer Ralf Stoffers, der an der Konferenz teilnahm, im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst….

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ELK Bayern: Kürzungen beim Ruhegehalt der PfarrerInnen geplant

Korrespondenzblatt Bayern, 04/2018

Wider die falschen Signale durch Kürzungen
beim Ruhegehalt!

Die Landessynode wird sich bei ihrer kommenden Tagung mit einer
Vorlage befassen, deren Ziel es ist, die Ruhestandsversorgung aller Beschäftigten
mit Beamtenstatus (Pfarrerdienst, DiakonInnen, Religionspädagogik,
Verwaltung) in zwei Schritten abzusenken. Geplant ist, den
Höchstsatz von 71,75% auf 70% zu senken und die Anwartschaften
pro Dienstjahr entsprechend zu reduzieren; das Weihnachtsgeld soll
gesenkt und in einem zweiten Schritt gestrichen werden. Dies könnte
zu einer Absenkung der Ruhegehälter um bis 7,5 % (!) führen. …

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Landessynode Württemberg: „Abschied von vertrauten Verhältnissen“: Pfarrplan 2024 in Württemberg

03/2018, ELK Württemberg

PfarrPlan
Neben der Digitalisierung ist der Umbau der Kirche im Rahmen des PfarrPlans 2024 derzeit eine große Herausforderung. Landesbischof July würdigte die Anstrengungen, die von vielen Haupt- und Ehrenamtlichen auf unterschiedlichen Ebenen zu dessen Umsetzung unternommen werden. In diesem Zusammenhang wies er auf die unterstützenden Maßnahmen durch das Projekt SPI hin. July sprach aber auch die Sorgen an, die viele Beteiligten bezüglich des PfarrPlans hegen. „Wir sollten das nicht klein reden“, betonte er. „Wir nehmen Abschied von vertrauten Verhältnissen, und dieser Abschied tut zunächst weh.“ Dennoch rief er die Gemeinden zu verstärkten Kooperationen auf: „Wir haben einander so viel zu geben, betonte er….

vgl. Pfarrplan

 

vgl. dazu:

3.2 PfarrPlan
Einander sehen – ich will an dieser Stelle auch den PfarrPlan ansprechen, gerade weil, wie
es aus Zuschriften, Leserbriefen, Resolutionen und kleinen Demonstrationen hervorgeht, bei
manchen der Eindruck entstanden ist, als ob hier „die Anderen“, die Gemeinden, die Basis
von der Kirchenleitung nicht gesehen würden….

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Württembergische Landessynode. Studie: „Wie geht es den Pfarrerinnen und Pfarrern?“

03/2018, Frühjahrssynode ELK Württemberg

Bericht vor der 15. Landessynode in der Sitzung am 10. März 2018
Zu TOP 19: Überarbeitung des kirchlichen Gesetzes zur Ausführung und Ergänzung des
Pfarrdienstgesetzes der EKD für die Evangelische Landeskirche in Württemberg (Württembergisches Pfarrergesetz – WürttPfG)

„Also wurden mehrere tausend Pfarrer in ganz Deutschland befragt. Doch
auch hier ist das Bild uneinheitlich. Die Frage „Wie geht es den Pfarrerinnen und Pfarrern“ ergab ein differenziertes Bild:

• Druck und höheres Tempo: Die Veränderungen in der Kirche bewirken neue Arbeitslasten.
• Flächendeckende Versorgung ist kaum noch zu leisten.
• Die alten Spielräume werden durch Organisations-Zwänge innerhalb der größeren Einheiten
eher kleiner.
• Viele sind ermüdet durch endlose Kürzungs- und „Reform“-Debatten und sehnen sich nach
dem „Eigentlichen“.
• Viele reagieren zugleich allergisch auf jede neue Zumutung.
• Zynismus kehrt ein: Menschenliebe wird Überdruss.
• Nicht wenige werden konservativer: „Unter Druck bleibe ich bei dem, was immer schon war!“
• Die persönlichen Lebensumstände werden bei etlichen prekär.

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„Kirche ist und bleibt eine hierarchische Organisation.“ Interview mit Prof Dr. Thomas Klie.

02/2018

(Prof. Dr. jur. habil. Thomas Klie, geboren 1955 in Hamburg, ist Sozial- und Rechtswissenschaftler sowie Professor für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Er gilt als einer der führenden Sozialexperten in Deutschland und ist der Vorsitzende der Sachverständigenkommission des Zweiten Engagementberichtes der Bundesregierung)

 


Kirche ist und bleibt eine hierarchische Organisation, die sich der Ehrenamtlichen eben auch bedient, um ihre eigenen Strukturen aufrechtzuerhalten. In dieser starken Binnenorientierung muss sie achtgeben, dass sie nicht den Bezug zur Welt verliert….

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„Ehrenamtliche machen der Kirche deutlich, wie die Welt vor Ort aussieht.“
Ihre besondere gesellschaftliche Relevanz wird die evangelische Kirche nur aufrechterhalten, wenn sie sich in Zukunft nicht zu stark auf sich selbst konzentriert, meint Dr. Thomas Klie, …

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Baden: Zu versteuernde Mietwerte für Pfarrhäuser – Landeskirche kneift – Aufgabe müssen PfarrerInnen selbst übernehmen.

02/2018, Badisches Pfarrrvereinsblatt

Baden: Aus der Pfarrvertretung

…Wünschenswert wäre natürlich ein Überprüfungsverfahren
für alle Pfarrhäuser
der Landeskirche – die ursprüngliche
Festlegung der Mietwerte vor ca. 25 Jahren
hat sich in vielen Verfahren als zu
hoch erwiesen und war de facto eine Gehaltskürzung.
Da die landeskirchliche Initiative
allerdings gestoppt wurde, ist eine
individuelle Überprüfung durch die betroffenen
PfarrerInnen im Moment die beste
Alternative…

mehr dazu, vgl. S. 48f

Die Pfarrerin und der Pfarrer als öffentliche Person – Zeit für neue Perspektiven. Von Prof. Thomas Schlag.

11/12 2017, Bad. Pfarrvereinsblätter

 

… Drei Tugenden und ein Leitbild für die pastorale Präsenz will ich anbieten – und Sie müssen verzeihen, dass ich hier wiederauf die englischen Begriffe ausgreife:

Die kirchentheoretische und pastoraltheologische Theoriebildung ist im angelsächsischen Sprachraum – und das gilt von den USA, Grossbritannien ebenso wie von Südafrika und Australien – sehr viel weiter gediehen als in den hiesigen Verhältnissen:

6.1 Die pastorale Tugend
des Listening

6.2 Die pastorale Tugend
des Reframing

6.3 Die pastorale Tugend
des Enabling

Nun stellt sich aber die Frage, was denn von Seiten des Pfarrers und der Pfarrerin erfordert ist, um diese drei Tugenden in einen nochmals größeren Rahmen professioneller Wirksamkeit zu stellen…

7. Ein Leitbild: Das Bild des weisheitlichen und im Einzelfall auch des prophetischen Lebensbegleiters …

zum Vortrag, vgl. S. 451ff 

„derzeit etwa 290 Vikarinnen und Vikare pro Jahr in EKD-Kirchen ordiniert.“ Zwischenruf in Zeiten des Umbruchs. Von Andreas Kahnt.

12/2017 Deutsches Pfarrerblatt

 

…Der Veränderungsdruck ist da und er belastet. Deshalb fordert der Verband die Kirchen auf, gemeinsam mit Pfarrvereinen und Pfarrvertretungen nach Wegen zu suchen, die den Druck mindern und die Freude am Pfarrberuf mehren. Pfarrerinnen und Pfarrer wollen und müssen in allen Belangen gehört werden, in denen es um ihren Beruf geht. Es gilt, nicht über sie zu reden, sondern mit ihnen. Dem dürfen sich Personalverantwortliche und Kirchenjuristen nicht entziehen. Die Tendenz in einigen Kirchen, Personalverantwortung in die Kirchenkreise zu verlagern, mag Probleme in die mittlere Ebene transportieren. Gelöst werden sie nicht. Besonders dann nicht, wenn Pfarrvertretungen plötzlich keine Begleitung zu Personalgesprächen mehr anbieten können, weil Pfarrvertretungsgesetze nur für die landeskirchliche Ebene ausgelegt sind. Irritationen dieser und ähnlicher Art sind zu vermeiden, um das ohnehin oft angespannte Verhältnis nicht zusätzlich zu belasten. Wenn die Kirchen im Nachgang zum Reformationsjubiläum also aufbrechen sollen, dann werden sie das vernünftigerweise nicht ohne diejenigen tun, die aufgrund ihrer theologischen Kompetenz im täglichen Dienst Reformation ­leben und lehren….
Wenn die Zahlen stimmen, werden derzeit etwa 290 Vikarinnen und Vikare pro Jahr ordiniert. Das ist ein gutes Drittel des Bedarfs zur Besetzung freiwerdender Stellen. Regional gibt es Unterschiede, aber die Tendenz ist deutlich: Bei im Großen und Ganzen gleichbleibenden Voraussetzungen und Erwartungen an den Pfarrberuf wird die Zahl derer, die diese Erwartungen erfüllen sollen, deutlich kleiner…
Dem Pfarrberuf und damit der Kirche wird es guttun, wenn strukturell gesundheitsgefährdende und die Arbeitszufriedenheit belastende Bedingungen abgebaut und zügig unterbunden werden. Die Attraktivität des Berufs wird dadurch gesteigert, Pfarrerinnen und Pfarrer bleiben engagiert auch in schwierigen Arbeitsbereichen wie in der Fläche oder an urbanen Brennpunkten und wirken als Vorbild für andere. Gesellschaftliche Umbruchsituationen schrecken sie nicht, auch nicht die Vision einer Kirche, der nur noch 30% der Bevölkerung oder regional weniger, teils viel weniger angehören.

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13 Monate Diskussion über „EKD Zukunft Ehrenamt“

09/2017
In 13 Monaten Laufzeit von www.evangelisch-ehrenamt.de haben 5558 Besucherinnen und Besucher den 47 dort eingestellten Thesen insgesamt 743mal zugestimmt oder sie abgelehnt. Dazu haben sie 54 Kommentare aufgeschrieben und 59 Thesen hinzugefügt. Aus diesen Rückmeldungen ergeben sich für die Steuerungsgruppe zwei Schlussfolgerungen und fünf Empfehlungen.

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