Archiv der Kategorie:
‚Nachwuchs‘ – Mangel

Wie es einem ergeht, der Priester werden will: Warum ein 24-Jähriger sich dem katholischen Glauben verpflichten will

02.01.2018, Von dpa

Köln. In Deutschland gibt es 23 Millionen Katholiken, aber kaum jemanden, der Priester werden will. Eine der wenigen Ausnahmen ist Henrik Land. Er ist 24 Jahre alt und steht kurz vor seiner Verpflichtung. Lebenslang…

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Berufsziel Pfarramt – Prognose: Sehr gut. EKD Werbung für die „Schlüsselprofession“ PfarrerIn.

12/2017

Pfarrerin oder Pfarrer – ein Beruf wie jeder andere? Sicher nicht, denn: Schon das Studium ist besonders vielfältig. Pfarrerin Dagmar Kelle, Theologische Referentin und stellvertretende Abteilungsleiterin in der Ausbildungsabteilung im Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, erklärt Einzelheiten zur Ausbildung fürs Pfarramt…

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„derzeit etwa 290 Vikarinnen und Vikare pro Jahr in EKD-Kirchen ordiniert.“ Zwischenruf in Zeiten des Umbruchs. Von Andreas Kahnt.

12/2017 Deutsches Pfarrerblatt

 

…Der Veränderungsdruck ist da und er belastet. Deshalb fordert der Verband die Kirchen auf, gemeinsam mit Pfarrvereinen und Pfarrvertretungen nach Wegen zu suchen, die den Druck mindern und die Freude am Pfarrberuf mehren. Pfarrerinnen und Pfarrer wollen und müssen in allen Belangen gehört werden, in denen es um ihren Beruf geht. Es gilt, nicht über sie zu reden, sondern mit ihnen. Dem dürfen sich Personalverantwortliche und Kirchenjuristen nicht entziehen. Die Tendenz in einigen Kirchen, Personalverantwortung in die Kirchenkreise zu verlagern, mag Probleme in die mittlere Ebene transportieren. Gelöst werden sie nicht. Besonders dann nicht, wenn Pfarrvertretungen plötzlich keine Begleitung zu Personalgesprächen mehr anbieten können, weil Pfarrvertretungsgesetze nur für die landeskirchliche Ebene ausgelegt sind. Irritationen dieser und ähnlicher Art sind zu vermeiden, um das ohnehin oft angespannte Verhältnis nicht zusätzlich zu belasten. Wenn die Kirchen im Nachgang zum Reformationsjubiläum also aufbrechen sollen, dann werden sie das vernünftigerweise nicht ohne diejenigen tun, die aufgrund ihrer theologischen Kompetenz im täglichen Dienst Reformation ­leben und lehren….
Wenn die Zahlen stimmen, werden derzeit etwa 290 Vikarinnen und Vikare pro Jahr ordiniert. Das ist ein gutes Drittel des Bedarfs zur Besetzung freiwerdender Stellen. Regional gibt es Unterschiede, aber die Tendenz ist deutlich: Bei im Großen und Ganzen gleichbleibenden Voraussetzungen und Erwartungen an den Pfarrberuf wird die Zahl derer, die diese Erwartungen erfüllen sollen, deutlich kleiner…
Dem Pfarrberuf und damit der Kirche wird es guttun, wenn strukturell gesundheitsgefährdende und die Arbeitszufriedenheit belastende Bedingungen abgebaut und zügig unterbunden werden. Die Attraktivität des Berufs wird dadurch gesteigert, Pfarrerinnen und Pfarrer bleiben engagiert auch in schwierigen Arbeitsbereichen wie in der Fläche oder an urbanen Brennpunkten und wirken als Vorbild für andere. Gesellschaftliche Umbruchsituationen schrecken sie nicht, auch nicht die Vision einer Kirche, der nur noch 30% der Bevölkerung oder regional weniger, teils viel weniger angehören.

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Herbstsynode ELK Württemberg: Stipendium bei „alternativem Zugang zum Pfarrdienst“.

12/2017

…Ab dem Wintersemester 2016/2017 haben diejenigen, die in den nicht konsekutiven Masterstudiengang Evangelische Theologie an den Universitäten in Marburg oder Heidelberg eingeschrieben sind und die gleichzeitig auf der Liste der Württembergischen Kandidaten für die genannten Studiengänge eingetragen sind, die Möglichkeit ein Stipendium zu erhalten.

Dieses beläuft sich auf einen monatlichen Betrag von 500 €…

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Quereinsteiger gesucht Himmel hilf! Wie die evangelische Kirche versucht, des Pfarrermangels Herr zu werden – und daran scheitert

Von Konstanze Nastarowitz, DIE ZEIT
15. September 2017, 7:56 Uhr

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ein Nachwuchsproblem. Den Landeskirchen droht in den kommenden Jahren der Pfarrermangel. Bis 2030 gehen Hunderte Pastorinnen und Pastoren in Rente. Allein in Hessen-Nassau werden zwischen 2019 und 2029 etwa 80 bis 100 Pfarrer jährlich in den Ruhestand gehen. Sie hinterlassen offene Pfarrstellen, die nicht neu besetzt werden können, sollte der Nachwuchs weiterhin ausbleiben.

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Quereinstieg in Bern

09/2017

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, die Theologische Fakultät der Universität Bern und die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern führen ab Herbst 2015 einmalig ein vierjähriges Ausbildungsprogramm für Akademikerinnen und Akademiker mit Berufsziel Pfarramt (ITHAKA Pfarramt) durch. (ITHAKA = Intensivstudium Theologie für Akademikerinnen und Akademiker) Damit soll dem sich ab 2020 abzeichnenden Pfarrmangel begegnet werden.

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Landeskircheninterner Wettbewerb um den PfarrerInnennachwuchs

06/2017, Korrespondenzblatt, von Corinna Hektor, 1. Vors. Pfarrer- und Pfarrerinnenverein Bayern

… Manche suchen ein Examen, das weniger Schrecken birgt als das Ansbacher, andere reagieren auf Freundlichkeit, gefühlte oder tatsächliche Härten und Benachteiligungen – und nicht zuletzt auf Geld und Arbeitsbedingungen. Hessen-Nassau bezahlt deutlich höhere Vikariatsgehälter, Kurhessen ein Stipendium im Studium, die Nordkirche wirbt erfolgreich mit einem leichteren Examen und Hannover mit offensiv freundlichem Auftreten. Der interne Wettbewerb hat längst begonnen.

mehr dazu, vgl. S. 100 (print)

Synode Württemberg: „Notwendige Anpassungsvorgänge guten Mutes gestalten“: Reduktion der Pfarrstellen um ca. 2% p.a. bis 2024 bei aktuellen Höchstwerten der Kirchensteuereinnahmen.

Tagung der 15. Evangelischen Landessynode
vom 16. bis 18. März 2017

„Bis zum Jahr 2024 13,2 Prozent weniger Pfarrstellen vorgesehen, obwohl die Kirchensteuereinnahmen momentan Höchstwerte erreichen. Zur Entlastung sind 30 Vollzeit-Diakonenstellen, die auf die Kirchenbezirke der Landeskirche geplant…“

„In seinem Bericht warb Oberkirchenrat Wolfgang Traub darum, „notwendige Anpassungsvorgänge an sich vollziehende Entwicklungen nicht zu dramatisieren, sondern guten Mutes, im Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit zu gestalten“.

Mehr dazu, vgl. S. 1

Gebet für Priesterberufungen: Entwicklung der Priesteramtskandidaten 2003 bis 2015

03/2016

Statistik der Deutschen Regentenkonferenz zum 31.12.2015
… Es ist in diesem Jahr genau 90 Jahre her ist, dass in Freiburg engagierte Frauen im Nachklang des 1. Weltkrieges das Gebet für Priesterberufungen initiiert hatten. Für die Verantwortlichen in der Berufungspastoral ist dies der Anlass, das Gebet in diesem Anliegen neu in den Blick zu nehmen. Mit verschiedenen Initiativen soll die eucharistische Anbetung in diesem Anliegen gefördert werden. … Mehr dazu.

Prognostizierter Pfarrermangel in der reformierten Schweiz.

03/2017

„In den letzten Jahren konnte ein grösserer Pfarrmangel durch Zuwanderung von Pfarrpersonen insbesondere aus Deutschland abgewendet werden. Inzwischen herrscht auch im nördlichen Nachbarland ein Unterbestand an Pfarrerinnen und Pfarrern, weshalb viele von ihnen keine Stelle in der Schweiz mehr in Betracht ziehen…“

Beispiel Kantonalkirche St. Gallen:
In den letzten 15 Jahren waren jeweils zwischen 93 und 105 Pfarrerinnen und Pfarrer in den
Gemeinden der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen angestellt…
„Eine Welle von Pensionierungen wird in den nächsten 15 bis 20 Jahren eine enorme Lücke im
Pfarrbestand hinterlassen. Geburtenstarke Jahrgänge rücken Richtung Ruhestand – darunter auch jene, die ihr Studium in den 80er Jahren absolvierten, als Theologie zu studieren «normaler» war –, während relativ kleine Jahrgänge nachrücken. Absehbare Stellenkürzungen werden den Mangel kaum aufheben, da mehr neu ordinierte Pfarrpersonen eine Teilzeitanstellung wünschen. «So kommt es, gesetzt einmal, die Bedingungen bleiben stabil, dass in den Zwanzigerjahren jeweils rund 20 neue Pfarrpersonen rund 70 abtretende ersetzen müssen.»“
Mehr dazu vgl. S. 50ff