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Atheismus

Kirchen sind provinzieller geworden. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann scheidet aus dem Amt und bickt zurück.

06.05.16, SZ, Interview mit Mathias Drobinski,
„…Macht das nun die Europaskeptiker stark, dass beim Projekt Europa die innere Mitte schwach geblieben ist?

Da gibt es sicher Versäumnisse. Aber es ist auch ein Problem, dass die EU zu rasch zu viele Länder aufgenommen hat.

Ist die Europa-Idee am Ende?

Nein. Ich glaube, mit Ländern wie Polen, Ungarn, auch Tschechien muss man Geduld haben. Vielleicht auch mit manchem Europaskeptiker im alten Kerneuropa, der aus Frust heraus eine rechte Partei wählt.

Zählt für Sie die AfD dazu?

Für mich ist das eine Partei in der Pubertät. Was heißt das: Der Islam gehört nicht zu Deutschland?…

Warum engagieren sich die Kirchen Europas nicht stärker für Europa?

Das ist eine Enttäuschung, dass wir auch auf kirchlicher Ebene in Europa nicht stärker zusammenarbeiten. Viele Kirchen haben doch eine große Nähe zu den Auffassungen ihrer Regierungen und sehen sich wenig dem Ganzen verpflichtet. Unsere Stärke in Europa, auch gemeinsam mit den evangelischen und orthodoxen Kirchen, hat dadurch gelitten. Wir sind provinzieller geworden…

Wäre nicht jetzt die Zeit der Theologie gekommen, die fragt: Was gilt in einer Zeit, in der vieles unsicher geworden ist? Man hat selten den Eindruck, dass die Theologen diese Debatten führend mitgestalten.

Es ist die Stunde der Theologie. Sie könnte sich tatsächlich deutlicher zu Wort melden. Vielleicht steckt dahinter manche Resignation. Aber so ändert man nichts….

Ihre Bischofskollegen Stefan Oster aus Passau oder Rudolf Voderholzer in Regensburg fordern, dass die Theologen sich stärker am Lehramt orientieren sollen. Das klingt nicht nach großer Freiheit.

Das sind Debatten von vorgestern.

Mehr dazu.

Ostern ist ein provokantes Fest. Über das aktuelle Buch von Prof. em. Jürgen Moltmann.

04/2015, Publik Forum

Ostern ist ein provokantes Fest. Anlass zur Hoffnung wider alle Hoffnung. Über den menschennahen Gott Jesu schreibt der evangelische Theologe Jürgen Moltmann in seinem aktuellen Werk. Es versteht sich auch als Beitrag zur Atheismusdebatte. Das Buch des Monats, besprochen von Norbert Copray. Zur Rezension.

Atheistische Sonntagsversammlungen. Gottesdienste bekommen Konkurrenz.

Atheistische „Gottesdienste“ finden immer mehr Anklang.
London (idea) – Religionsfreie „Sonntagsversammlungen“ machen den Gottesdiensten Konkurrenz. Die „gottlosen“ Zusammenkünfte mit Musik, Ansprachen und Gemeinschaft finden international immer mehr Anklang. Aus der ersten Versammlung, die 2013 im Londoner Stadtteil Islington startete, ist inzwischen eine weltweite Bewegung geworden. In Großbritannien finden sich in zehn Städten Hunderte Menschen zu solchen Versammlungen ein; in den USA gibt es sie in zehn und in Australien in sechs Städten… Mehr dazu.