Archiv der Kategorie:
Reformbegründungen und die Wirklichkeit

„Nicht mehr gegen etwas, sondern dafür?“ Brauchen die Kirchen affirmative Intellektuelle?

10/2018

Ein Zwischenruf. Von Andreas Mertin.

…Ludwig XIV. gilt historisch als anekdotisches Beispiel dafür, dass die nicht wahrgenommene Kritik zum Ende einer Institution führen kann.

Und manche Kirchenleitung gebärdet sich bis in die Gegenwart wie der Sonnenkönig.

Es besteht also ein vitales Interesse der Kirche an einer Kritik von innen und von außen. Und dabei muss man nicht einmal zwischen guter und schlechter Kritik unterscheiden – die ja schnell zu einem Geschmacksurteil würde. Auch die zugespitzte Satire in den Karikaturen des 19. Jahrhunderts, die gegenüber der Kirche und den Klerikern sicher nicht wohlwollend war, war dennoch ein guter Indikator dafür, was in der Kirche schieflief…

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Barrenstein (McKinsey) reloaded: Ralf Frisch „Was fehlt der evangelischen Kirche?“

01/2018

 

So nicht! – Eine Auseinandersetzung mit dem Buch des Theologischen Referenten der Landessynode der ELKB.

Von Dr. Karl Eberlein

Vorliegendes Werk ist seitens der Präsidentin der Landessynode, Dr. Annekathrin Preidel, sehr anerkennend gewürdigt worden.[1] Also bin auch ich mit einer ausgesprochen positiven Erwartungshaltung an die Lektüre herangegangen: Erwartet habe ich mir eine seriöse, sicher auch kritische kirchliche Bestandsaufnahme. Erwartet habe ich weiter Denkanstöße,

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„Von Enttäuschung zu Enttäuschung“. Zu den Kirchenreformen. Im Interview von Hansjörg Schulz mit Prof. em Hermann Häring

02.01.2018

Hansjörg Schultz: …sie haben sich dabei auch immer sehr intensiv mit Fragen von Kirchenreform beschäftig. Wie ist es denn in dieser Frage mit Ihrer Zukunftsvision in Bezug auf Ihre Kirche?

Häring: Ich falle von Enttäuschung zu Enttäuschung. Dies bringt auch das Alter mit sich, weil man dann doch denkt: Ja, vielleicht kann ich doch noch einige Erneuerungen erleben, auf die wir seit über 50 Jahre warten. Doch das sieht wirklich nicht gut aus. Ich verkenne nicht das ganz große Verdienst von Papst Franziskus mit seinen vielfältigen Inspirationen; das ist unbestritten. Aber…

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Herbstsynode EKKW: Interview mit Präses Dittmann zu den anstehenden Themen in Kurhessen-Waldeck.

12/2017

…Küster: Unter den Gesetzesvorlagen ist auch ein Kirchengesetz über die Neuordnung der Sprengel in der Landeskirche. Warum ist eine Neuordnung nötig und wie könnte die zukünftige regionale Gestalt unserer Landeskirche aussehen?

Präses Dittmann: Die Frage der Sprengelneuordnung gehört in eine Reihe kleinerer Gesetze, die die Synode durchzuarbeiten hat. Mit dem Gesetz reagieren wir einfach darauf, dass wir auch an anderer Stelle das Personal reduzieren müssen. So wollen wir die Anzahl der Propstsitze von vier auf drei reduzieren. Das heißt, dass es auf lange Sicht nicht mehr vier Sprengel in unserer Landeskirche geben soll, sondern nur noch drei…
Bei der kommenden Tagung haben die Haushaltsberatungen ein besonderes Gewicht und deshalb waren in den einzelnen Sprengelvorbereitungen Vertreter des Landeskirchenamtes anwesend, um den Synodalen verschiedene Einzelheiten des Haushalts und auch die Geheimnisse der «Doppik» zu erläutern, auf die wir unsere Finanzwirtschaft ja umgestellt haben…

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Das Reformpapier der EKKW: Volkskirche qualitativ weiter entwickeln

Reformprozess der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Präsentation der Beschlüsse der Landessynode vom Herbst 2015
Stand 9. Februar 2016

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Kirche braucht kein Profil, Kirche braucht Gesicht! Dekanatssynode Würzburg fordert Moratorium für Reformprozess „Profil und Konzentration“ (PuK)

Eingabe zur Tagung der Landessynode vom 26.11.-30.11.2017 in Amberg-Sulzbach

Die Landessynode möge folgendes beschließen:

Von der Information zur echten Beteiligung, von top down zum magnus consensus
Wir schlagen ein Moratorium für den Prozess „Profil und Konzentration“ vor.
In der dadurch gewonnenen Zeit kann die Basis mit ihren Experten in die Gestaltung des Prozesses einbezogen werden.
Kirche braucht kein Profil, Kirche braucht Gesicht!

Beschluss der Dekanatssynode Würzburg am 14.10.2017
mit 55 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 4 Enthaltungen

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Neue Schläuche für jungen Wein. Vortrag von Prof. Paul Zulehner.

11/2017

Landeskomitee der KatholikInnen Bayerns,
München, 10.11.2017
mit Paul M. Zulehner


 „from fate to choice“ – „vom Schicksal zur Wahl“
(Peter L. Berger)

 Ergebnis: nicht „Säkularisierung“, sondern
„Verbuntung“ (=Pluralismus: viele
Weltanschauungen, Vielfalt auch unter den
Christen: Kirchliche, Religiöse, Atheisierende,
Skeptiker) – Berger: The Many Altars of
Modernity, 2015.

 „Wahl“-entscheidend ist die Stärkung von
Gratifikationen, weniger die Behebung von
Irritationen….

gehe zu: rechte Spalte:

München, 10.11.2017: Neue Schläuche für jungen Wein. Landeskomitee der Katholiken Bayerns MP4 | PDF

„Die Zahlentrickser“ – oder wie der Statistikprofessor Gerd Bosbach Lobbyisten und Andere beim Produzieren von „Fake-News“ erwischt hat.

9. Oktober 2017, Nachdenkseiten
Wenn heutzutage in den Medien von „Fake-News“ die Rede ist, dann meist im Zusammenhang mit russischen Hackern, US-Präsident Donald Trump oder Nordkoreas Diktator Kim Jong-un. Selten hört man jedoch etwas vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der arbeitgebernahen Denkfabrik Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), der Bundesanstalt für Arbeit (BA), dem Meinungsforschungsinstitut Forsa oder dem International Institute for Strategic Studies (IISS). All diese Adressen sind aber dem Koblenzer Statistikprofessor Gerd Bosbach in den vergangenen Jahren beim Produzieren von „Fake-News“ aufgefallen und haben es deswegen in sein neues Buch „Die Zahlentrickser – Das Märchen von den aussterbenden Deutschen und andere Statistiklügen“ geschafft. …

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Die „gärtnernde“ Kirche. Von Wassermangel, Humus und Dünger. Von Hans-Ulrich Pschierer.

10/2017, Korrespondenzblatt Bayern

 

…Aus
dem letzten von OKR Hübner vorgelegten
innerkirchlichen Finanzausgleich
geht hervor, dass der
Anteil der Gemeinden am verteilbaren
Kirchensteueraufkommen in
den Jahren 2007 bis 2015 drastisch
verringert wurde. Das verteilbare
Kirchensteueraufkommen ist um
37 % gestiegen, der Gemeindeanteil
aber um 14 % gesunken. In
den Gemeinden hat sich das in der
personellen und finanziellen Ausstattung
deutlich negativ ausgewirkt.

mehr dazu, vgl. S. 169ff (print)

Prof. Eberhard Mechels verstorben.

05/2017

Prof. Eberhard Mechels, der Mitherausgeber des Buches „Kirche der Reformation?“, verstarb am Dienstag nach Ostern nach schwerer Krankheit.

Aus diesem Anlass stellen wir hier einen seiner kritischen Reflexionen zum Reformprozess „Kirche der Freiheit“ ein. Der Artikel erschien in der Ausgabe 06/2010 des deutschen Pfarrerblattes.