Archiv der Kategorie:
Alternative Reformkonzepte

KirchenVolksKonferenz „Gemeinde!“

27.01.2017
Wir sind Kirche lädt zur KirchenVolksKonferenz „Gemeinde!“ 10.-12. März 2017 nach Würzburg ein
Vorankündigung der KirchenVolksKonferenz „Gemeinde!“ und der 39. Bundesversammlung 10.-12. März 2017 in Würzburg

„Gemeinde geht nur mit den Menschen“ ist das Leitwort der KirchenVolksKonferenz, zu der die katholische Reformbewegung Wir Sind Kirche zusammen mit anderen Reformgruppen in das Würzburger Burkardushaus einlädt. Bei dieser Tagung soll gemeinsam nach neuen Wegen für die Bestandssicherung und Entwicklung bestehender Kirchengemeinden „von unten“ gesucht werden, die an den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Menschen orientiert ist. Denn die auf den immer dramatischeren Priestermangel in der römisch-katholischen Kirche nur reagierenden Konzepte der Kirchenleitungen „von oben“ durch Zusammenlegungen oder Schließungen haben zu einem immer stärkeren Ausbluten der Gemeinden vor Ort geführt… Mehr dazu.

EKiR: Bericht des Vorsitzenden des Pfarrvereins in der Mitgliederversammlung in Bonn

02/2017, Bericht von Friedhelm Maurer gehalten am am 7.11.2016

… Das große Reformationsjubiläum stellt eine große Chance dar, uns wieder darauf zu besinnen, was Kirche heißt. Die reformatorische Minimalbestimmung der notae ecclesiae sollte wieder bewusst werden im Angesicht einer Situation, in der Verwaltungsdenken unsere Kirche zu einer Behördenkirche aufbläht. Wo das Evangelium wiederentdeckt wird, reformiert sich Kirche durch das Wort Gottes selbst. Die Reformation war eine Predigtbewegung und lief nicht Gefahr, in „Struktur- und Reformprozessen“ zu ersticken.
Andreas Kahnt, der Vorsitzende des Verbandes Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V., dem etwa 21.000 Pfarrerinnen und Pfarrer angehören, hat in seinem Vorstandsbericht auf der Mitgliederversammlung am 26.September 2016 in Travemünde in aller Klarheit Stellung genommen zu dem unsäglichen Reformprozess, der vor zehn Jahren mit dem „Impulspapier“ der EKD „Kirche der Freiheit“ in Gang gesetzt wurde: …

Zu einer Rückschau auf zehn Jahre Impulspapier wurde der Verband trotz eines konstruktiven Gesprächs des Verbandsvorsitzenden mit dem Leiter des Reformbüros nicht eingeladen. Nun war zu erfahren, dass die Veranstaltung ausgefallen ist. Das ist schade. Es hätte ein schönes Forum fröhlicher Auseinandersetzung werden können.“…

Auch wir in der Kirche haben zuallererst ein Problem in der Leitung. Wer trägt die Verantwortung für die Einführung der Doppik?

Der vollständige Vortrag, vgl. S. 10

Pfarrer-Initiative: 3. Internationale Konferenz des Kirchenreform Netzwerks in Chicago, Oktober 2016

01/2017, Pfarrer-Iniitiative

40 TeilnehmerInnen aus 10 verschiedenen Ländern und 4
Kontinenten haben sich vom 17.-20. Oktober in Chicago eingefunden.
Die Gruppe aus Laien, Priestern, Frauen und Männer verbindet ein
gemeinsames Anliegen, nämlich, Strategien zu entwickeln, Reform in
der Kirche voran zu bringen. …

Es bedarf der relecture der Botschaft Jesu
über das Königtum Gottes und zwar in der Sprache unserer Zeit, ohne
die historisch entwickelten patriarchalischen Konstrukte. Das führt
zur Konklusion: Da wir getauft sind auf den dreifaltigen Gott, kann
unsere Kirche nur erneuert werden indem wir die alte Ordnung des
Patriarchats und des Klerikalismus verwerfen und zu einem
trinitarischen Verständnis unseres Glaubens kommen in dem die
Ressourcen des sakramentalen Lebens allen zugänglich sind….

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Die Zeichen der Zeit. Die EKD tut sich schwer, den Verband als Vertretung der Mitarbeitenden im Pfarrdienst in Strukturveränderungen zu hören und mit entsprechenden Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechten auszustatten. Von: Andreas Kahnt

11/2016, Deutsches Pfarrerblatt

»Die Zeichen der Zeit stehen zwar nicht auf Sturm, aber sie zeigen mancherlei besorgniserregende Tendenzen auf, denen sich Pfarrerinnen und Pfarrer zunehmend ausgesetzt sehen und denen sie sich stellen müssen, um in ihrem Beruf zu bestehen« – so der Vorsitzende des Verbandes Evang. Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland in seinem Vorstandbericht vor der Mitgliederversammlung in Travemünde am 26. September 2016. Der Bericht ist nachstehend auszugsweise dokumentiert…

Warum wurden die Folgerungen aus der Stellungnahme des Verbandes insgesamt nicht gezogen?…
Und warum ist aus den Impulsen zur Stärkung pastoraler Arbeit kaum etwas geworden? …

Dennoch tut sich die EKD nach wie vor schwer, den Verband als Vertretung der Mitarbeitenden im Pfarrdienst in Strukturveränderungen zu hören und mit entsprechenden Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechten auszustatten…

Mehr dazu.

Neu: Die mündige Gemeinde. Eine protestantische Zeitung.

12/2016

zu den Exemplaren.

Genese und Zielsetzung:

Am 18. und 19. September 2016 trafen sich zum ersten Mal die Gemeindebünde der vier Landeskirchen Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Nordkirche, Evangelisch-Lutherische Kirche Bayern und Evangelische Kirche im Rheinland in der evangelischen Landjugendakademie zu Altenkirchen (wir berichteten) U.a. wurde der Wunsch nach einem basisorientierten Presseorgan geäußert, das sich kritisch mit den Reformprozessen innerhalb der EKD auseinandersetzt und eine alternative Berichterstattung zu den etablierten Kirchenzeitungen
bieten soll…

Mehr dazu hier.

ELK Bayern: Gemeinden sind Verlierer. Rückgang der Schlüsselzuweisungen von 38% auf 24% der Kirchensteuereinnahmen.

20.11.2016, Bayerisches Sonntagsblatt

Wie der Gemeindebund Bayern die volkskirchlichen Strukturen erhalten will.

Der Gemeindebund Bayern will im kirchenpolitischen Gerangel um Personalstellen und Kirchensteuerzuweisungen die Interessen der Ortsgemeinden vertreten. Wir sprachen mit dem 1. Vorsitzenden, dem Pegnitzer Dekan Gerhard Schoenauer, und dem 2. Vorsitzenden, Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth aus Prien am Chiemsee….

…Schoenauer: Die Gemeinden sind momentan die Verlierer. Die sogenannten Schlüsselzuweisungen, von denen sie alles bezahlen müssen, gingen von circa 38 Prozent der Kirchensteuereinnahmen auf 24 Prozent zurück.Mehr dazu.

Zündstoff. Intuition und Vernunft sind keine Gegensätze. Sie ergänzen einander ideal.

11/2016, von Wolf Lotter, brandeins

Der Rationalist ist einfach ein Mensch, dem mehr daran liegt, zu lernen als recht zu behalten.
Karl Popper

1. Bauchschmerzen

In schwierigen Zeiten muss man einen kühlen Kopf bewahren. Klingt logisch. Aber was ist das eigentlich genau, so ein „kühler Kopf“?
Ein kühler Kopf setzt auf die Vernunft, um die Probleme der Welt zu lösen und sie damit vielleicht ein bisschen besser zu hinterlassen, als er sie vorgefunden hat. Er ordnet die Welt in ihre Bestandteile, um sie in den Griff zu kriegen. Die Vernünftigen sind Mechaniker. Und sie haben es nicht leicht… Mehr dazu.

Württemberg: Zwischenruf von PfarrerInnen zum Kirchenmanagement: Kein Pfarrplan ohne aktuelle Not!

11/2016, kursierendes Schreiben von Pfarrern zur Anregung der Diskussion

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Der anstehende Pfarrplan wirft bereits jetzt deutlich seine Schatten voraus. In den kommenden Landessynoden wird er beraten und beschlossen werden.
Auch wenn wir Pfarrpläne und Strukturmaßnahmen generell durchaus für sinnvoll und notwendig ansehen, können wir in diesen konkreten Fall keine ausreichende Not erkennen. Wir finden es daher wichtig, dass die Notwendigkeit des Pfarrplans 2024 breit diskutiert wird – er ist nicht gottgegeben, er ist kein Schicksal, sondern eine bewusste kirchenpolitische Entscheidung!

Folgende Punkte sind aus unserer Sicht bei der Diskussion zentral:

1) Pfarrermangel
Es gibt einen Pfarrermangel – keine Frage. Wir glauben aber, dass wir ihn nicht nur einfach hinnehmen dürfen, sondern dass wir ihm deutlich entgegenwirken müssen.

a.) Hauptfragen müssten also sein:
Wie stärken wir die Attraktivität des Gemeindepfarramts, damit junge Theologinnen und Theologen gerne in die Gemeinden gehen und Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst auf eine gute und bewältigbare Weise ausüben können?
Wie schaffen wir es, sowohl für das Theologiestudium als auch für den Pfarrberuf glaubwürdig und überzeugend zu werben?
Wie können wir vermitteln, dass Kirche und Gemeinden kein sinkendes Schiff sind, sondern auf Zukunft ausgerichtet?
Welche Strukturen können geschaffen werden, damit die Gemeinden die anstehenden Vakaturen bewältigen können?

b.) Möglichkeiten: Dass mit der aktuellen Situation umzugehen ist, ist keine Frage. Wie allerdings schon! Wenn ein wesentlicher Grund für den Pfarrplan der Pfarrermangel ist, warum machen wir es Menschen von außerhalb Württembergs (In- und Ausland) dann immer noch so schwer, hier ihren Dienst zu tun? Warum werben wir nicht vielmehr um sie? Dasselbe gilt auch für das aktive Werben um „Quereinsteiger“ auf dem zweiten Bildungsweg.
Wenn Pfarrstellen gekürzt werden müssen, dann müssen alle Stellen gleichermaßen auf den Prüfstand -auch Sonder- und Funktionspfarrämter. Vielleicht sind ja gerade dort Einsparungen möglich.

c.) Rolle des Pfarramtes: Wir können es theologisch mögen oder nicht – Fakt ist, dass die Pfarrerin/der Pfarrer vor Ort die wesentliche Repräsentations- und Bindungsfigur im Blick auf die Kirche für die Gemeindeglieder ist (siehe die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung).
Wir sind sehr für die Stärkung des Ehrenamtes. Gleichzeitig wird es immer schwieriger Ehrenamtliche zu gewinnen und diese müssen dann auch angemessen begleitet und betreut werden.

2) Demographischer Wandel im Blick auf die Kirchenmitglieder:
Bei allen berechtigten Versuchen mit dem prognostizierten demographischen Wandel umzugehen, erscheint uns, dass hier zu sehr in einem vorauseilenden Gehorsam und zu pessimistisch gedacht wird. Die theologische Perspektive der Hoffnung (die nicht mit Blauäugigkeit zu verwechseln ist) scheint es nicht mehr zu geben.
Dabei ist der Pfarrplan aber nicht nur eine Reaktion auf stattfindende Entwicklungen, sondern als self-fulfilling prophecy das sicherste Mittel um dafür zu sorgen, dass diese Entwicklungen auch tatsächlich eintreten!

3) Finanzen:
Es wird immer wieder betont, dass der Pfarrplan nicht in erster Linie etwas mit den Finanzen zu tun hat. Schön, wenn es so ist!
Dennoch ist die Frage, ob die angemessene Reaktion auf die seit Jahren steigenden Kirchensteuereinnahmen nicht eher Investitionen (und zwar in Personal in und für die Gemeinden!) wäre als Kürzungen! Verpassen wir gerade einen Kairos?

4) Außenwirkung:
Aus unserer Sicht ist die negative Außenwirkung der ständigen Kürzungs- und Schrumpfungsdiskussionen nicht zu unterschätzen. Sie sollten daher nicht ohne Not geführt werden!
Welches Bild von Kirche vermitteln wir? Ist das attraktiv?
Die Diskussionen um den Pfarrplan werden 2017 stattfinden – also in dem Jahr, in dem wir das Reformationsjubiläum begehen! Ist das ein angemessener Rahmen für ein freudiges Jubiläum? Welche Außenwirkung hat diese Gleichzeitigkeit?

Aus unserer Sicht wäre es sinnvoll, den Pfarrplan 2024 auszusetzen, damit sich die Gemeinden wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können und auch das Reformationsjubiläum angemessen und in optimistischer Aufbruchsstimmung begehen können.
Auf jeden Fall finden wir aber die Diskussion darüber wichtig. Wir wünschen uns eine breite Diskussion und die Suche nach kreativen Lösungen. Wir möchten Sie/Euch daher bitten, im geeigneten Rahmen darüber zu sprechen und das Gespräch mit den jeweiligen Landessynodalen zu suchen.

Tobias Feldmeyer Christina Oelze Andreas Oelze

Volker Adler Friedemann Horrer Peter Kübler

Dieter Schindhelm Frieder Vogt

Gemeindebündetreffen am 18./19. September in Altenkirchen

09/2016

Zu dem Treffen werden Vertreter der Gemeindebünde aus der Nordkirche, Bayern, Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz und der Evang. Kirche im Rheinland erwartet. Darüber hinaus freuen wir uns darüber, dass wir Frau Prof. em. Dr. Gisela Kittel, evang Theologin und Didaktikerin und Herrn Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD als engagierte Referenten gewinnen konnten. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie sich mit folgendem Formular anmelden.

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