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Stagnation in der Politik

Expertenkommission: „das zentrale Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu reduzieren, (ist) erheblich gefährdet“

VERÖFFENTLICHT AM 18. NOVEMBER 2015 (STAND: 18.11.2015) IN DEN KATEGORIEN: ANALYSE,STUDIEN,UMWELT

von Martin Randelhoff

Im Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“ begleitet die Bundesregierung die Entwicklung der Energiewende fortlaufend und versucht den Status quo zu analysieren sowie Handlungsfelder zu identifizieren und Handlungsstrategien abzuleiten. Kernstück dieses Monitorings ist der jährliche Monitoring-Bericht, welcher nun für das Berichtsjahr 2014 vorliegt (Download).
Laut Expertenkommission ist festzustellen, „dass das zentrale Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu reduzieren, erheblich gefährdet ist.

Mehr dazu.

Global Climate March. Französische Regierung sagte Demonstration während Klimakonferenz ab.

11/2015
Die französische Regierung hat soeben bekannt gegeben, dass die Globale Klimakonferenz wie geplant stattfindet, aber unser March in Paris abgesagt ist.

Der Paris-March findet nicht statt — doch unsere Bewegung lässt sich nicht aufhalten. Am 29. November wird unser globaler Aktionstag auch weiterhin stattfinden. Und jetzt ist es besonders wichtig, dass wir alle überall auf der Welt auf die Straße gehen, für all jene, die in Paris nicht selbst demonstrieren können. Wir können zeigen, wie es aussieht, wenn Menschen eine der größten Herausforderungen dieser Welt mit friedlicher und dennoch fester Entschlossenheit anpacken.

…  Mehr dazu.

vgl. Gebetsnacht zur Klimakonferenz.

Ökumenische Gebetsnacht für das Klima in Bayern.

11/2015

An 26 Orten in Bayern werden am Samstag, 14. November, Christen für das Gelingen der UN-Klimakonferenz beten.

Ab dem 30. November treffen sich die Regierenden der Welt zur 21. UN-Klimakonferenz in Paris. Klimaforscher und Nichtregierungsorganisationen mahnen, dass die Konferenz die letzte Gelegenheit sei, die Erderwärmung zu begrenzen und den Klimawandel aufzuhalten. Endet die Konferenz in Paris ohne konkrete Ergebnisse, so reiche die Zeit nicht aus, um die Erderwärmung unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Extreme Wetterereignisse würden dann häufiger als in den letzten Jahren, in vielen Teilen der Welt würden die Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Die weltweiten Flüchtlingsströme nähmen Dimensionen an, die wir uns heute kaum vorstellen können. Mehr dazu.

Klimagipfel – Scheitern mit Ansage. Über einen Artikel der Fachzeitschrift Nature.

14. Oktober 2015,von Von Jan Willmroth, SZ
In Kürze treffen sich die Staaten der Welt in Paris, um ein neues Klimaschutz-Abkommen auszuhandeln. Geplant sind freiwillige Zusagen. Das funktioniert nicht.

… Vierzig Jahre empirischer und theoretischer Literatur zur Kooperation zeigten, schreiben die Forscher, „dass individuelle Zusagen wie solche nationalen Selbstverpflichtungen kein starkes gemeinsames Handeln zur Folge haben.“ Stark heißt in dem Fall: So, dass keiner ausschert. Bisherige Vereinbarungen, insbesondere das Kyoto-Protokoll von 1997, krankten immer daran, dass manche Staaten überhaupt nicht zu Klimaschutzmaßnahmen bereit waren. …  Zum Artikel.

Globale Demonstration für den Schutz des Klimas. Am 29. November Vom 30. November zur Begleitung der UN-Klimakonferenz in Paris.

Vom 30. November bis 11. Dezember 2015 findet die UN-Klimakonferenz in Paris statt. Bürgerrechtsorganisationen und Umweltschutzverbände planen eine globale Demonstration:

„Wow — auf unserer Weltkarte sind lauter neue Events für den 29. November! Klick hier, um ein Event in deiner Nähe zu suchen oder selber eins zu starten, falls du keins findest.
Es wird riesig! Letztes Jahr sind bei der größten Klimamobilisierung aller Zeiten fast 700.000 Menschen auf die Straße gegangen. Und dieses Jahr wollen wir noch einen drauflegen!

Wenn Hunderttausende von uns an Events in Städten rund um den Globus teilnehmen, zeigen wir unseren Politikern bei ihrem Treffen in Paris, dass unsere Bewegung nicht ignoriert werden kann, und dass wir ein ambitioniertes Klimaabkommen erwarten. Und dazu zählt ein weltweiter Vorsatz, auf 100% saubere Energie umzusteigen!

Klickt hier, um dabei zu sein und ein Event in eurer Nähe zu finden .“

 

Am 29. November haben wir die Chance, unsere Politiker zu tatkräftigem Klimaschutz zu bewegen.

09/2015

Gemeinsam können wir diese Herausforderung meistern und die größte Klimamobilisierung aller Zeiten auf die Beine stellen.

Findet ein Event in eurer Nähe oder startet ein eigenes Event. Mehr dazu.

Umweltenzyklika von Papst Franziskus veröffentlicht: In Sorge für das gemeinsame Haus

18.06.2015, Domradio
Klimawandel, Artenvielfalt, Trinkwasser: Diese Themen bestimmen die Umweltenzyklika von Papst Franziskus. Er wendet sich damit an „alle Menschen guten Willens“ – und erklärt, warum eine ökologische Umkehr auch soziale Gerechtigkeit bedeutet.

Zum Artikel.

ENZYKLIKA LAUDATO SI’ VON PAPST FRANZISKUS
ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS

vollständiger Tet als download

(dritter Beitrag von oben)

Klage gegen Bundesregierung wegen fehlenden Meeresschutzes

27.01.2015, Internetseite der Oldenburg. Landeskirche

Hamburg/Wilhelmshaven (epd). Umweltverbände wollen die Bundesregierung per Klage zum Meeresschutz zwingen. Ziel sei, dass umweltschädliche Fischereimethoden wie Grundschlepp- und Stellnetze aus den zehn Schutzgebieten der Nord- und Ostsee verbannt werden, teilten Greenpeace, WWF, BUND, der Nabu, die Deutsche Umwelthilfe, WDC (Whale und Dolphin Conservation) und der Deutscher Naturschutzring (DNR) am Dienstag in Hamburg mit. Der DNR habe am Dienstag Klage gegen das Bundesamt für Naturschutz beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht.

Die Bundesregierung verschleppt nach Ansicht der Verbände seit Jahren den Schutz der beiden Meere und gefährdet damit bedrohte Meeresbewohner wie Schweinswale und Seevögel sowie ihre Lebensräume wie etwa wertvolle Sandbänke und Riffe. Hintergrund für den fehlenden Meeresschutz sei, dass sich das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium nicht einig werden könnten… Mehr dazu.

Verbarrikadierte Demokratie – Schafft sich die Politik ab? Referat von Wolfgang Lieb auf der Herbstkonferenz 2014 der Evangelischen Akademie Bad Boll

21. Oktober 2014

Referat von Wolfgang Lieb auf der Herbstkonferenz 2014 der Evangelischen Akademie Bad Boll unter dem Titel „Kirche in der Demokratie, Demokratie in der Kirche“ am 21. Oktober 2014.

Nach einer Zustandsbeschreibung der Demokratie aus der Sicht der Bürgerinnen und Bürger, wird am Beispiel der Einführung der sog. „Schuldenbremse“ dargestellt, wie die neoliberale Wirtschaftslehre auf Verfassungsrang erhoben wurde. Danach werden weitere Beispiele angesprochen, wie sich die Politik in zentralen Fragen sich hinter Vorfestlegungen verbarrikadiert und sich selbst abschafft.

Als Pfarrer Michalak Ende März dieses Jahres bei mir anfragte, ob ich auf Ihrer Herbstkonferenz unter dem Titel „Kirche und Demokratie“ ein Referat halten könne, hat er mir als Thema, das von dem britischen Politikwissenschaftler Colin Crouch beschriebene Phänomen der „Postdemokratie“ vorgeschlagen. Das vollständige Referat.

 

„Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell“. Naomi Klein über Klimachaos, die Grenzen des Wachstums und eine neue globale Bewegung

Naomi Klein: Journalistin und Buchautorin („No Logo“, „Die Schock-Strategie“, „This Changes Everything“):

Wenn wir den derzeitigen Wachstumspfad fortsetzen, wird sich laut Weltbank und Internationaler Energieagentur die Erdatmosphäre bis 2100 um vier bis sechs Grad erwärmen. Was wir angesichts des sich abzeichnenden Klimachaos brauchen, so Naomi Klein, sei ein neues Wirtschaftsmodell. Die deutsche Energiewende etwa drohe an den Zugeständnissen der Regierung Merkel an die Kohle- und Autolobby zu scheitern. Nur eine globale Bewegung, die sowohl Alternativen von Grund auf entwickelt als auch entschlossenen Widerstand gegen die fossilen Industrien leistet, könne den notwendigen Wandel herbeiführen… Zum Artikel.