Archiv der Kategorie:
EK in Württemberg

Kompromiss um Homosegnungen wird schwieriger

24.6.2017 FAZ

Bisher hat die Württembergische Kirche noch keine klare Regelung getroffen, wie mit der Trauung oder Segnung homosexueller zu verfahren ist. Eigentlich sollte ein Kompromiss zwischen den verschiedenen Strömungen langsam und unauffällig ausgedacht werden. Doch nun droht der Streitpunkt zu eskalieren.

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„Gebetomat“ hilft Reisenden vor Abflug

05.05.2017
Gebetskammer macht Halt in Stuttgart

Ein kurzes Gebet vor dem Besteigen des Flugzeugs, dazu verhilft in den kommenden Monaten in Stuttgart ein „Gebetomat“. Das Gerät, das äußerlich einem Passbildautomaten ähnelt, ging am Donnerstag, 4. Mai, in Terminal 3 in Betrieb. Der „Gebetomat“ ist technisch so versiert, dass er Gebete für fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum – bereithält…

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vgl. dazu: segender Roboter

ELK Württemberg: Evangelische Landeskirche startet Beteiligungsprozess mit dem PfarrPlan 2024

02.02.2017
Die Evangelische Landeskirche in Württemberg wird in einem großflächig angelegten Beteiligungsprozess den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen. Dazu bringt sie den so genannten PfarrPlan 2024 auf den Beratungs- und Entscheidungsweg. Am Donnerstag, 2. Februar, hat die Landeskirche weitere Details dazu in Stuttgart vorgestellt. Dazu gehören die „Zielzahlen“, das ist die Anzahl der Pfarrstellen, mit denen jeder der insgesamt 47 Kirchenbezirke für die Zukunft rechnen kann. Diesen Zahlen muss die Landessynode bei ihrer Frühjahrstagung im März zustimmen. Danach beginnen die Beratungen an der landeskirchlichen Basis….

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EKHN: Kirchensteuer in den letzten 15 Jahren real um ca. 1% p.a. angestiegen.

09/2016, von Friedhelm Schneider

Der neue Jahresbericht der EKHN 2015/2016 enthält einige interessante Informationen. Leider werden diese nicht als solche benannt. Z.B. die Entwicklung der Kirchensteuer. Der Narrativ der Finanzknappheit, zuletzt in der Gestalt von real, also inflationsbereinigt, sinkenden Kirchensteuern ist hinlänglich bekannt. Dieser Narrativ war die argumentative Basis für Stellenabbau, Kürzung von Zuweisungen an Gemeinden und Funktionen etc. Dieser Narrativ ist nunmehr auch au den eigenen Angaben des Finanzdezernates widerlegt: für den Zeitraum der zurückliegenden 15 Jahre, von 2001 bis 2015, also die Kürzungs- und Abbauepoche schlechthin, sind die Kirchensteuereinnahmen nicht allein nominal kräftig angestiegen. Auch real ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Eine ähnliche Berechnung legte jüngst der Finanzdezernent der Ev. Kirche in Württemberg Kastrup auf der Synode vor. Seiner Berechnung zufolge lag der Anstieg bei real 1,9% p.a. ab 1992.

Nun wird also ein solcher Anstieg auch in der EKHN bestätigt. Dies geschieht nicht verbal, ergibt sich aber aus einer Tabelle des Leiters des Finanzdezernats, Thomas Striegler. Demnach lag der Realwert von 2001 bei 300 Mio. €. Er stieg bis 2015 auf ca. 350 Mio. € (Leider ist die Skalierung sehr grob gewählt, sodaß man den zweiten Wert nicht genau erkennt, sondern abschätzen muss. Er könnte auch etwas höher liegen). Geht man von den offensichtlichen Zahlen aus, dann bedeutet das eine Steigerung von 1% oder etwas größer p.a. – real ab 2001. Das wäre ein ganz beachtlicher Anstieg.
An dieser Stelle möchte ich den Hinweis nicht versäumen, dass wir die Verwendung von Realwerten bei der Beurteilung der Entwicklung der Kirchenfinanzen für nur eingeschränkt tauglich halten. Das hatten ich an anderen Stellen schon eingehend erörtert.

vgl. S.6., Tabelle unten links, Statistik (Werte 2001 bis 2015).

Sommersynode 2016 Württemberg II: Überaus bemerkenswertes Votum von Prof. Martin Plümicke, Gesprächskreis Offene Kirche, zu Finanzpolitik und Investitionen der Landeskirche.

07/2016

Es gelte, mit den Kirchensteuermitteln kirchliche Arbeit zu finanzieren und sie nicht in Zeiten von Negativzinsen in Rücklagen zu parken, erklärte Prof Dr. Martin Plümicke für den Gesprächskreis „Offene Kirche“. Er plädierte dafür, zentrale Kürzungsbeschlüsse zurückzunehmen, das Nachhaltigkeitsniveau neu zu berechnen und die Personalstrukturplanung anzupassen und um einige Stellen aufzustocken. Ferner sprach er sich dafür aus, in den interreligiösen Dialog zu investieren, ebenso in Diakonie, Kindergärten, Bildungsarbeit und Wohnimmobilien zu investieren und die Kirchengemeinden angemessen an den Kirchensteuermehreinnahmen zu beteiligen. …  Zum Bericht.

Synode Württemberg: ELK Württemberg geht in Arbeitsrecht andere Wege als die EKD, hält aber am Dritten Weg fest.

03/2016, Synode der ELK Württemberg vom 10.-12.03.2016

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte im November 2013 ein Arbeitsrechtsregelungsgrundsätzegesetz beschlossen (ARGGEKD), das die Gliedkirchen übernehmen sollten. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Professor Dr. Christian Heckel, begrüßte den Gesetzentwurf des Oberkirchenrats, der davon absieht, das EKD-Recht zu übernehmen, und begründete dies damit, dass ein EKD-weit geltendes ARGG nach württembergischer Auffassung keinen größeren, einheitlichen Rechtsraum schaffe. Ein Mehr an Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit für die Betroffenen sei nicht zu erkennen und die Abgabe von Gesetzgebungskompetenzen würde Spielräume der Landessynode verringern. Alle Gesprächskreise betonten, am „Dritten Weg“ festhalten zu wollen…
vgl. S. 7

Synode Württemberg: Gesprächskreis Offene Kirche fordert stärkere Beteiligungskultur

12/2015, Landessynode Württemberg

 

Der Gesprächskreis Offene Kirche mahnte eine stärkere Beteiligungskultur in der Kirche an. „Wir müssen über eine strukturelle Kirchenreform nachdenken“, forderte Prof. Dr. Martin Plümicke. Zwar sei das synodale System in Württembergdemokratisch aufgebaut, die Struktur des  Oberkirchenrats sei aber reformbedürftig. „Es ist absolut nicht mehr zeitgemäß, dass in einer öffentlichen Institution Leitungspersonen in einem geheim tagenden Landeskirchenausschuss ohne jede Transparenz bestimmt werden“, so Plümicke.
…  vgl. “ Teil der Digitalisierung sein“, S. 4

Mehr Flexibilität ist möglich. Auf der Landessynode Württemberg wird eine neue Gemeindeform beschlossen: Die „Verbundkirchengemeinde“

12/2015

Das kirchliche Gesetz zur Änderung der Kirchengemeindeordnung und anderer Gesetze wurde von der Landessynode nach einer harmonischen Aussprache einstimmig angenommen. Somit können sich künftig Kirchengemeinden zu einer Verbundkirchengemeinde zusammenschließen. Diese Möglichkeit erscheint vor allem für kleinere Gemeinden attraktiv. Als „Verbundkirchengemeinde“ wird eine Sonderform der Gesamtkirchengemeinde bezeichnet. In Verbundkirchengemeinden werden die verbundenen Kirchengemeinden einerseits selbständig bleiben, andererseits aber eng zusammen arbeiten….

vgl. S. 8