Archiv der Kategorie:
Grundfragen der (Wirtschafts-) Ethik

Ein Mensch für 730 Euro. Journalistische Recherchen dokumentieren, wie afrikanische Migranten in Libyen auf Sklavenauktionen verkauft werden.

27.11.2017, Von Bettina Rühl |

„Große starke Männer für Landarbeit – 400! 400? 700! 700? 800! 800? 1200!“ So beginnt ein Handyvideo, das dem US-amerikanischen Sender CNN im Sommer zugespielt wurde und das seit einigen Tagen im Internet verbreitet wird – begleitet von einer internationalen Welle des Entsetzens und der Empörung. …

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Ungleichheit in Deutschland: Paradies für Wenige. Zu den Paradise-Papers.

11/2017, klartext 42/2017

Die so genannten Paradise-Papers sind der Beweis: Unternehmen und Superreiche verschieben vollkommen legal Riesensummen in Offshore-Zentren und sparen so Milliarden an Steuern. Die Zeche zahlen der normale Steuerzahler und die Gesellschaft. Nun muss der Staat die Steuerschlupflöcher für die Reichen endlich schließen und Finanztransfers in Schattenfinanzplätze unterbinden. Der DGB-klartext…

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Brot für die Welt: Wer ernährt die Welt? Millionen Menschen leiden an Hunger. Agrarökologische Methoden können die Erträge steigern.

Von Claudia Warning am 13.09.2017

… Schon heute sind 70 Prozent der Hungernden diejenigen, die eigentlich Produzenten von Nahrungsmitteln sein sollten: Kleinbauern und Landarbeiter. Sie wirtschaften oft auf viel zu kleinen Flächen, haben hohe Kosten und geringe Produktivität, sind abhängig von externen Inputs, für die sie sich verschulden. Sie müssen sich oft gegen Landraub wehren und sind dem Klimawandel ausgesetzt….

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Müssen wir immer weiter wachsen? Und wenn ja, wie? Erhard Eppler und Niko Paech streiten darüber.

Von Udo E. Simonis | 08.08.2017

…Wo Wachstum zum zentralen Ziel aller Politik wird, sagt Eppler, sei die Rutschbahn zum Marktradikalismus gebaut; dort landeten dann auch die Politiker, die eigentlich etwas ganz anderes wollen oder wollen sollten. Wachstum als generelles Ziel führe zum Primat der Ökonomie über eine Politik, deren Pflicht dann darin bestünde, die wirtschaftlich Mächtigen bei Laune zu halten. Eppler folgert daraus: Es hätte keinen Sinn, Wachstumsraten von drei oder vier Prozent zum politischen Ziel zu machen; doch abwegig sei auch, ein Nullwachstum anzustreben. Er hält fest: „Es kommt nicht darauf an, wie viel wächst oder nicht wächst – sondern was wächst“. Das ist Epplers Plädoyer für „Selektives Wachstum.“…

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Moralmissbrauch spaltet die Welt. Von Norbert Copray

04/2017, Publik-Forum

Vorschnelle Urteile ohne Empathie sind allgegenwärtig. Norbert Copray über das Buch »Helikoptermoral« des Psychoanalytikers Wolfgang Schmidbauer

Dieser Text stammt von der Webseite https://www.publik-forum.de/Wissen-Ethik/moralmissbrauch-spaltet-die-welt des Internetauftritts von Publik-Forum

Analog zum Begriff »Helikoptereltern« prägt Schmidbauer den Begriff »Helikoptermoral« für ein Amalgam aus »ängstlicher Aufmerksamkeit und hastigen Bewertungen ohne Empathie und ohne Blick auf Zusammenhänge«. So werden Entwicklungen verkannt, »weil die Urteile so zwischen Überschätzung und Entwertung polarisiert sind, dass das Augenmaß verloren geht. Fantasien von Erlösung und Befreiung gewinnen eine Macht, die am Ende in Katastrophen führen muss«.  Mehr dazu.

Naturverantwortung, Humanität und Lebensehrfurcht von Kant zu Schweitzer. Von Prof. Hans Lenk

03/2017, Vortrag auf einer Tagung 2. bis 4. Dezember 2016 in der Akademie Hofgeismar

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Lenk, ehem. Vizepräsident der Weltdachgesellschaft für Philosophie, 2005 – 2008 Präsident des Institut International der Philosophie, Karlsruher Institut für Technologie

…Noch Jahrzehnte lang – bis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges – hat Schweitzer
sich, in unermüdlichen Neuansätzen die Tropennächte hindurch Blätter um
Blätter beschreibend, darum bemüht, diese ethische Vision auszubauen. Er
wollte widerspruchsfrei die „ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen
alles, was lebt“, und die ethische Kluft zwischen der Naturphilosophie
(„Zwiespalt der Natur“, Grausamkeit, Konflikte, Fressen- und Gefressenwerden),
dem vorfindlichen „Gesetz des Dschungels“ in der Natur, und den Forderungen
der Moral, die wir in der Natur nicht finden können, in ein rationalistisch
begründetes Gesamtkonzept zu bringen, die Ethik aus einem obersten Prinzip
herzuleiten und dieses Prinzip vernünftig aus der Natureinordnung zu
begründen. Die Erkenntnis und unmittelbare Respektierung des Willens zum
Leben in mir, „nötigt mir“ (und uns allen) aus Überlegungen zur
Gleichberechtigung auf, auch allen anderen Lebewesen und dem in ihnen
wirksamen Willen zum Leben die gleiche Achtung und Ehrfurcht
entgegenzubringen und allen Wesen (v. a. in meinem konkreten Einfluss- bzw.
Handlungsbereich22) diese Ehrfurcht auch in der praktischen Tat zu erweisen…

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Globale Ethik oder Ethik der Globalisierung? Der integrative Beitrag der Religionen für eine gerechte (Welt-)Gesellschaftsordnung. Von PD Udo Lehmann.

02/2017, Udo Lehmann, Privatdozent für Christliche Sozialethik in Bochum

…Angesichts der öffentlichen Wahrnehmung von Religionen, wie sie durch die Berichterstattung verschiedener Medien eher kritisch vermittelt wird, erscheint die Frage nach der integrativen gesellschaftlichen Kraft von Religionen beinahe anachronistisch. Der internationale Terrorismus wird mit dem Islam in Verbindung gebracht. Der Nahostkonflikt als Territorialkonflikt ist auch eine Auseinandersetzung zwischen Anhängern des Judentums und des Islam (vgl. Senfft 2010). In Deutschland sehen sich angesichts tausender Flüchtlinge aus vorwiegend islamischen Ländern „besorgte Bürger“ in absurder Weise genötigt, das christliche Abendland verteidigen zu müssen, da sonst der Verlust nationaler Identität drohe (vgl. Schorlemmer 2016). Selbst in akademischen und etablierten politischen Kreisen wird die Frage diskutiert, ob der Islam nun zu Deutschland gehöre oder nicht (vgl. Volk 2015). Auf den ersten Blick scheinen Religionen eher zur Spaltung von Gesellschaften beizutragen statt bei einer Integration von Verschiedenheit und gerechten gesellschaftlichen Verhältnissen positive Kraft zu entfalten…

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Teil einer universellen Schöpfung. Gespräch mit dem Philosophen Richard David Precht über Tierethik in der Bibel.

17.12.16, Zeitzeichen

Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Was ist der Maßstab für unsere Tierethik? Es ist die Intuition, sagt der Philosoph Richard David Precht. In seinem neuen Buch beleuchtet er das Verhältnis von Mensch und Tier und setzt sich intensiv mit der Rolle der Religionen dabei auseinander.

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Information und Aufklärung: „durch ökonomische Zwänge verdummt“.

8. NOVEMBER 2016, von Oliver Tanzer, Agora 42

„…Kapital schafft Waffen, Waffen heizen den Krieg im Nahen Osten an, Kriege schaffen Flüchtlinge, Staaten bezahlen die Hilfe oder die Zäune, um sie abzuwehren, private Shareholder kassieren die Gewinne der Waffenkonzerne…“ Mehr dazu.