Archiv für den Monat: September 2018

Wort-Meldungen: IN EIGENER SACHE

09/2018

Die Wort-Meldungen haben über den Sommer ausgesetzt.
Das war zum einen bedingt durch europäische Datenschutzverordnung,
die so unklar und verunklarend formuliert war, dass sie allenthalben zu erheblicher
Verunsicherung beigetragen hat.
Wir haben diese Auszeit genutzt um Bilanz zu ziehen unserer Arbeit, unserer Wortmeldungen zur Entwicklung der Kirchen nach den Reformen inklusive ihrer Folgeentscheidungen sowie zu den beschleunigten Veränderungsprozessen in Gesellschaft und Welt, in denen sich diese kirchlichen Prozesse abspielen und widerspiegeln.

Das Ergebnis in Stichworten:
– die finanzwirtschaftlich begründeten Reformen werden stur umgesetzt, auch wo Schäden deutlich sichtbar entstanden sind. Ironie der Kirchengeschichte: Jahr für Jahr erreichen die Kirchensteuereinnahmen neue Rekordhöhen. Die Begründung für die Reformen war aber die Prognose der Halbierung der Einnahmen bis 2030 ausgehend von 2005. dies begründete einen harten Reduktionskurs in der Kirche, insbesondere gegenüber den Basisaktivitäten in Gemeinde und Funktionen.
– die Reaktion auf die bisherige Entwicklung hat sich von Widerstand leisten zu schweigen, hinnehmen, den Ruhestand abwarten verändert. Ein Diskurs über die Aufgaben der Kirche angesichts der neoliberalen Verwerfungen und eine daraus sich ergebende Reaktion und wirkliche Reform findet nicht mehr statt.
– ein Weiter-So wird zu dem Zeitpunkt enden, an dem die schon reduzierten Pfarrstellen nicht mehr zu besetzen sein werden. Wenigstens in zwei Landeskirchen wird dieser Zeitpunkt von den Personalreferenten mit den Jahren 2022/ 2023 angegeben.
– waren die Diskussionen um die schmerzlichen Folgen anfangs rege und zahlreich wurden sie aufgrund allgemeiner Erlahmung, aber auch aufgrund der bitteren Resultate immer spärlicher. Für uns als Macher der Wort-Meldungen nimmt daher der Zeitaufwand für die Suche nach geeigneten News zu.
– die Wort-Meldungen sind also zum einen von der Sache her wichtig wie seit der Gründung. Aber durch spärliche Information und Diskussion in den einschlägigen Publikationsorganen nimmt der Zeitaufwand zur Erstellung der Wort-Meldungen zu. Und unsere Kräfte sind beschränkt. Daher werden wir nicht mehr regelmäßig, sondern in unregelmäßigen Abständen die Newsletter versenden und neue Informationen einstellen.
– der Fundus an Informationen, die in den Wort-Meldungen gesammelt sind, ist mittlerweile sehr umfangreich. Leider ist die Suchmaschine des Programms wordpress nicht immer in der Lage, die Informationen aufzufinden. Eine Neuprogrammierung können wir aber mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht leisten.
– wir fordern alle an einer lebendigen, engagierten Kirche interessierten Kräfte auf, die Redaktion der Wort-Meldungen zu unterstützen – ohne großen Aufwand einfach durch den Hinweis auf links für geeignete Beiträge oder aber auch durch Kommentare, Glossen oder Artikel. Wir denken dabei auch an aktive Ruheständler, denen der Kurs der Kirche noch immer am Herzen liegt. Sie erreichen uns über: info@wort-meldungen.de
– Ihr könnt uns auch unterstützen durch Spenden. Als gemeinnütziger Verein können wir Spendenbescheinigungen für die Steuer erstellen.

30.08.18, Friedhelm Schneider, Verein Wort-Meldungen e.V.

Politik, Gottsuche und Nachfolge Christi. Von Konstantin Wecker

13. September 2018 In FEATURED, Konstantin Wecker,

„Für mich verlief die Suche nach Gott über all diese Irr- und Umwege, die von einer höheren Warte aus hoffentlich »richtige falsche Wege« waren. Umwege, die wie jener des »Verlorenen Sohnes« aus dem Evangeliums letztlich notwendig waren, um auf einer höheren Stufe von Bewusstheit heimkehren zu können zu dem, dessen liebevolle und geduldige Präsenz man eigentlich von Anfang an geahnt hat.“ Konstantin Wecker beschreibt sich als „Wanderer zwischen den Welten“ Politik und Spiritualität und begründet, warum er auf keines von beiden verzichten möchte. (Konstantin Wecker)

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Wie können Bekenntnisse verbinden und zur Tat werden? Von: Thomas Bühler, deutsches Pfarrerblatt

deutsches Pfarrerblatt 08/2018

Die Confessio Augustana hat mit ihren Verurteilungen zur Gewalt zwischen den Konfessionen beigetragen. Ort und Thema des diesjährigen Deutschen Pfarrertags legen nahe, sich mit der Wirkungsgeschichte des Lutherischen Grundbekenntnisses zu beschäftigen. Nach Artikel 16 durften lutherische Christen töten, sei es als Richter oder Soldaten. CA 16 verdammt folgerichtig die Täufer wegen ihrer Gewaltfreiheit und legitimiert ihre Verfolgung und Hinrichtung. Was folgern wir aus solchen historischen Erfahrungen, und wie gehen wir damit um?…

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Wie können Bekenntnisse verbinden und zur Tat werden? Von: Thomas Bühler, Deutsches Pfarrrerblatt

09/2018

Die Confessio Augustana hat mit ihren Verurteilungen zur Gewalt zwischen den Konfessionen beigetragen. Ort und Thema des diesjährigen Deutschen Pfarrertags legen nahe, sich mit der Wirkungsgeschichte des Lutherischen Grundbekenntnisses zu beschäftigen. Nach Artikel 16 durften lutherische Christen töten, sei es als Richter oder Soldaten. CA 16 verdammt folgerichtig die Täufer wegen ihrer Gewaltfreiheit und legitimiert ihre Verfolgung und Hinrichtung. Was folgern wir aus solchen historischen Erfahrungen, und wie gehen wir damit um?…

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Systemische Geschichtswerkstatt: Geschichte visualisiert

09/2018

Die Systemische Geschichtswerkstatt bietet eine nicht-lineare visuelle Darstellung der Geschichte des systemischen Ansatzes und seiner theoretischen und praktischen Vorläufer. Im Fenster unten sehen Sie eine an die Formatierung des systemagazins angepasste eingebettete Version als Vorschau.

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Übergabe von Gebeinen an Namibia, EKD

29.08.2018 | EKD

EKD und der Rat der Kirchen in Namibia luden zum Gedenkgottesdienst ein
Zur Rückgabe von Gebeinen der Herero und Nama aus der Kolonialzeit nach Namibia fand am Mittwoch, 29. August, ein Gedenkgottesdienst in Berlin statt. Dazu hatten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Rat der Kirchen in Namibia (CCN) in die Französische Friedrichstadtkirche eingeladen….

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Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit? Diskussion bei KenFM. 268.901 Aufrufe

268.901 Aufrufe

Am 25.08.2018 veröffentlicht

Der Tiefe Staat. Eine Begrifflichkeit, die im öffentlichen Diskurs nur selten Verwendung findet. Man könnte fast meinen, dass es sich hierbei bloß um einen Mythos handelt. Die 15. Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ möchte Licht ins Dunkel des Tiefen Staates bringen und fragt: „Der Tiefe Staat: Mythos oder Wirklichkeit?“.

Ist der Tiefe Staat real? Und wenn ja, wie konnte es ihm gelingen, so lange nicht von den Menschen wahrgenommen zu werden, obwohl sie von seinem Handeln direkt betroffen sind? Die Öffentlichkeit, die Gesellschaft, wir alle?

Uwe Soukup, Patrik Baab, Ullrich Mies und Dr. Daniele Ganser haben sich in ihrer beruflichen Laufbahn eingehend mit staatlichen Strukturen beschäftigt, die außerhalb des Rampenlichts manifest sind. Anhand zahlreicher Beispiele versuchen die Gäste, dem Tiefen Staat seinen Tarnumhang vom Leibe zu reissen.

Die Gäste sind:

Ullrich Mies – Publizist, Fassadendemokratie

Patrik Baab – Journalist, Im Spinnennetz der Geheimdienste

Dr. Daniele Ganser – Historiker und Friedensforscher, Nato-Geheimarmeen

Uwe Soukup – Historiker, Der 2. Juni 1967

Zur Videoaufzeichnung des Gesprächs.

Aufschwung für wen? Warum die republikanische Wirtschaftspolitik alles andere als ein Erfolg ist. Eine Replik auf Michael J. Boskin.

Von Thomas Greven | 28.08.2018

…Der „demokratische Sozialismus“, der derzeit in der Tat den Enthusiasmus einer möglichen „blauen Welle“ antreibt, bezieht sich nicht auf den europäischen Staatssozialismus, sondern auf die kurze wohlfahrtsstaatliche Phase der USA zwischen den 1940er und 1970er Jahren, als „liberals“ genannte Demokraten zunächst den Kapitalismus vor sich selbst retteten und ihn dann wenigstens rudimentär staatlich einhegten. Konsolidiert werden konnte dieser „New Deal“ nie; die Lücken – im gewerkschaftsfreien Süden, in der Landwirtschaft, im Dienstleistungssektor, bei Frauen und Minderheiten – waren tatsächlich so groß, dass der Wohlfahrtsstaat unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise der 1970er Jahre und der folgenden Neoliberalisierung auch der Demokraten ins Wanken geriet….

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