Archiv der Kategorie:
Vermögen, Finanzen

Beteiligung der Gläubigen an Finanzen: Bischof Hanke begrüßt Antrag des Diözesanrates.

18.03.2018

Neukirchen. (pde) – Eine Kommission aus sachkundigen, ehrenamtlichen Gläubigen auf Ebene des Bistums, die sich in die Neuordnung der Finanz- und Verwaltungsstrukturen einbringt – das fordert der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Eichstätt bei seiner Frühjahrsvollversammlung von Bischof Gregor Maria Hanke. …

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Landessynode Württemberg: Evaluation des Projektes Integrierte Beratung Struktur | Pfarrdienst | Immobilien Zwischenbericht

03/2018

Evaluation des Projektes Integrierte Beratung
Struktur | Pfarrdienst | Immobilien
Zwischenbericht
1. Die Ausgangssituation
Das Projekt Integrierte Beratung Struktur – Pfarrdienst -Immobilien wurde ins Leben gerufen,
um Kirchengemeinden und Kirchenbezirke dabei zu unterstützen, angemessen auf die
Trends in der demographischen Entwicklung reagieren zu können. Vor allem geht es hier um
zurückgehende Gemeindegliederzahlen und um die überdurchschnittlichen Ruhestandseintritte der Pfarrerschaft in den 2020er Jahren. …

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Anm. F.S.: Ein solches Projekt steht und fällt mit der dahinter stehenden Strategie. In der Praxis ist festzustellen, dass Gemeinden heute vieles (auch an Beratung und Veränderungsvorschlägen)  einfach akzeptieren. Mit dem Ziel, in Zukunft etwas entlastet zu werden von administrativen Arbeitsvorgängen. Sie sind dabei zu Entscheidungen bereit, von denen sie wissen, dass sie eigentlich nicht ihrem Interesse (oder dem gesunden Menschenverstand) entsprechen. Aber es ist ihnen mittlerweile vieles einfach egal.

Vielleicht ist das (auch) ein Grund des Erfolges des Projektes?

Richtig ist: solche Projekte sind (mit der richtigen Strategie im Hintergrund, sprich: keine prinzipielle Abbaustrategie von Immobilienbeständen in Zeiten einer Wertinflation bei Immobilien) sicher richtig. Sie kommt aber 15 Jahre zu spät. Vgl. mein im Jahr 2004 erschienenes Buch „Kirchliches Immobilienmanagement“. Damals – vor der Inflation der Immobilienwerte, hätte man gestalterisch (und eben nicht technokratisch abbauend) handeln müssen!

Finanzskandal: Welche Rolle spielte der Bischof? Von Matthias Drobinski, SZ

9. Februar 2018,

Finanzskandal: Welche Rolle spielte der Bischof?

Bischof Gregor Maria Hanke aus dem Bistum Eichstätt hat sich in einem Interview zerknirscht gezeigt und Fehler eingestanden.
Zuvor war bekannt geworden, dass ein mutmaßlicher Betrüger 50 Millionen Euro aus der Kasse des Bistums verzockt hat.
Doch weitere Aussagen von Hanke werfen Fragen auf, insbesondere an die eigene Rolle des Bischofs in dem Finanzskandal.

 

„…Man kennt sich, hält sich für verlässlich katholisch und loyal – das genügt manchmal für eine Kirchenkarriere….“

 

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Anm. F.S.: „Man kennt sich, hält sich für verlässlich katholisch und loyal – das genügt manchmal für eine Kirchenkarriere.“ Ob man im evangelischen Bereich ähnliche Muster und Beispiele für Postenvergabe von Spitzenpositionen im Finanz- oder Bankenbereich benennen könnte?

Oldenburg: Bischof Janssen teilte mit, dass „er die Verantwortung für die Weiterführung des Amtes nicht mehr tragen zu können glaubt“.

23. November 2017, Erklärung auf der Synode

Oldenburger Bischof Jan Janssen gibt Amt auf

Das kommt überraschend: Der Oldenburger Bischof Janssen tritt zurück. Künftig will er als Seelsorger arbeiten – außerhalb der oldenburgischen Kirche.

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Hintergrund: Synode setzt restriktiven Sparkurs fort

Haushalt für 2018

Zwar sei das Kirchensteueraufkommen erfreulich hoch, doch blieben die übrigen Einnahmen aufgrund der niedrigen Zinsen weit hinter den Erwartungen zurück, sagte Teichmanis. Sie empfahl dem Kirchenparlament, die Aktienpolitik der Kirche zu lockern….
Zuvor hatte die Synode die Schlussrechnung von 2016 abgenommen. Dieser Haushalt schloss mit einem Überschuss von rund 473.000 Euro….

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Zur Diskussion gestellt: Vier Gründe für die Abschaffung der Kirchensteuer. Von Prof. Ulrich Hemel

12/2017

Davon geht die Kirche nicht unter
Es gibt viele gute Gründe für die Abschaffung
der Kirchensteuer. Sie ist unzeitgemäß, nicht gerecht
und macht träge, findet der Theologe Ulrich Hemel

13.08.2017, Welt am Sonntag

Die durch das Kirchensteuersystem mit bedingte
Beamtenmentalität in der kirchlichen Verwaltung
bremst Kräfte aus, die sich neu mit christlichen Inspirationen
aus dem Evangelium auseinandersetzen
wollen. Nicht Erneuerung, sondern vorsichtiger
Rückbau ist folglich die Devise. Wer Besitzstände
wahrt, bricht nicht auf. Wer Vergangenheit verwaltet,
gewinnt nicht die Zukunft. Es ist folglich kein Wunder,
dass viele kirchlich geführte sozialen Einrichtungen
von staatlichen kaum zu unterscheiden sind…

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Herbstsynode EKHN: 115 Mio. € an Rückstellungen und Rücklagen müssen aufgelöst werden.

12/2017

Die Finanzpolitik der EKHN hat sein ca. 20 Jahren den Fokus nicht mehr auf Investitionen,
sondern auf Desinvestition (auch: Personalabbau) und auf Rücklagenbildung. Letztere sind beachtlich angewachsen. Und wurden auch an Stellen gebildet, wo sie nun wirklich nicht nötig – und nach Bilanzrecht auch nicht zulässig – sind. Einer der wenigen positiven Aspekte der Umstellung auf die Doppik zeigt sich hier: gewisse, sonderbare, Rückstellungen oder – rücklagen müssen nun aufgelöst werden. Das betrifft in der EKHN Rücklagen für die Tilgung eines Annuitätendarlehens und Rückstellungen für Clearingzahlungen. Zusammen beläuft sich die Summe auf immerhin etwas über 115 Mio.€.

 

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„Die ökonomische Lage unserer Kirche ist grundsolide und stabil“. Finanzdezernentin Bauer (Baden) in der Einbringungsrede des Haushalts in der Synode.

11/2017; Herbstsynode Badische Landeskirche

Kirchensteuer steigen, Mitgliederzahl sinkt. Fakten und Strategien der Finanzpolitik in der Badischen Landeskirche.

HAUSHALTSREDE
TAGUNG DER LANDESSYNODE DER EVANGELISCHEN LANDESKIRCHE IN BADEN
EINBRINGUNG DES DOPPELHAUSHALTS 2018/2019 AM 23.10.2017
BARBARA BAUER

gehe zu: Haushaltsrede von OKR Bauer

 

Bayern: Großinvestition in Bürokomplex in Nürnberg.

11/2017, Korrespondenzblatt Bayern

 
…Eine mittlerweile in einer größeren
Öffentlichkeit geführte Diskussion
ist über die Zukunft eines Bürokomplexes
entstanden, den die
Landeskirche vor kurzem in Nürnberg
für einen mittleren zweistelligen
Millionenbetrag erworben hat. …
Befragte Architekten sagen, dass
es sehr schwer ist, den ursprünglichen
Nutzungskontext als Behördengebäude
zu ändern. Das wäre
aber nötig. So müsste der Komplex
in erheblichem Maße (und mit erheblichem
finanziellen Aufwand)
umgebaut werden. Die angedachte
Nutzung ließe aber auch dann mit
großer Wahrscheinlichkeit nicht
ermöglichen. Von Architektenseite
hieß es auch, der Bauherr solle
sich genau überlegen, welche öffentliche
Ausstrahlung er mit seinen
Baukörpern beabsichtige. Hier
könnte man für die Nutzung eben
dieses Gebäudes als „Haus der Kirche“
eigentlich gar keine Begründung
finden. Schlicht gesagt – das
Gebäude bleibt hässlich und stünde
Kirche nicht gut zu Gesicht….
vgl. S. 190 (Print)

 

Anm. F.S.: Das ist leider nicht die erste derartige Investition von Landeskirchen. Schon vor jahren fand bspw. ein ähnlicher Umstrukturierungsprozess der Liegenschaften in der Braunschweigischen Landeskirche in Wolfenbüttel (Sitz der Landeskirche) statt. Dort erwarb man den leerstehenden Kasernenkomplex um darin nicht allein das Landeskirchenamt/Kirchenverwaltung, sondern in Sicht- und also Kontrollweite den Großteil der landeskirchlichen Einrichtungen unterzubringen. Auch nach der (finanziell sicherlich recht aufwändigen) Renovierung  war nicht ein Hauch von Charme, Ambiente, Stil spürbar.

Dahinter steht ein Problem der kirchlichen Liegenschaftabteilungen, die eben oft nicht in der Lage sind, ganzheitlich, also unter Berücksichtigung aller zugehörigen Aspekte Entscheidungen zu treffen. Leider – oder soll man sagen: zum Glück? – fällt das nur bei solch exponierten Objekten auf.

EKiR: Neue Töne aus dem Landeskirchenamt? Von Kirchenbunt

10/2017

In der neuen EKiR-Info gibt es manch erstaunlichen Satz zu lesen …
Beitrag vom 23. Oktober 2017 von kirchenbunt
In der Oktober-Ausgabe 2017 der Zeitschrift EKiR.info ist mancher Satz zu lesen, den Kritiker der Reformprozesse lange vermisst haben. So antwortet Oberkirchenrat Baucks auf die Frage, ob „als Folge synodaler Entscheidungen immer mehr Kirchensteuermittel an die höheren Ebenen der Kirche“ geflossen seien: „Kirchenleitung und Landessynode machen sich intensiv Gedanken zum Thema Kirchensteuerverteilung. Dabei sind Gerechtigkeit und Handlungsfähigkeit zentrale Kriterien. Um mehr Effizienz und Qualität zu erreichen, hat die rheinische Kirche in den vergangenen Jahren punktuell Aufgaben zentralisiert. Insgesamt sind die Gestaltungsmöglichkeiten der Presbyterien dadurch auch kleiner geworden. …

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